Von außen attraktiv, von innen stressig – gut überlegen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv ist, dass man ab und zu Geschäftsreisen machen kann, bei denen Zuschüsse gezahlt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, nach längerer Betriebszugehörigkeit im Homeoffice zu arbeiten. Dadurch entsteht etwas Flexibilität und Abwechslung im Arbeitsalltag.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es herrscht viel Lästerei, insbesondere hinter dem Rücken von Mitarbeitenden. Man fühlt sich unwohl, da klar ist, dass über einen gesprochen wird, sobald man den Raum verlässt. Zudem habe ich Diskriminierung miterlebt. Besonders problematisch: Es gab Fälle von sexueller Belästigung (u. a. unerlaubtes Fotografieren von Mitarbeitenden), die ignoriert oder nicht ernst genommen wurden.
Verbesserungsvorschläge
Die Entscheidungsprozesse im Team wirken teilweise emotional und gruppenabhängig. Langjährige Mitarbeitende bilden feste Gruppen, die sich gegenseitig unterstützen, während andere oft benachteiligt werden. Es wäre wünschenswert, dass Mitarbeitende ernst genommen werden und Entscheidungen professionell, transparent und sachlich getroffen werden – unabhängig von Gruppenzugehörigkeit oder persönlichen Sympathien. Eine klarere Struktur und objektive Bewertungskriterien könnten das Arbeitsumfeld fairer gestalten.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist sehr belastend. Es herrscht starker Druck, der von oben nach unten weitergegeben wird. Viele Mitarbeitende – auch solche ohne Führungsverantwortung – verhalten sich, als wären sie Vorgesetzte. Besonders Werkstudenten, neue Mitarbeitende oder Jüngere bekommen diesen Druck stark zu spüren. Der Umgangston ist oft respektlos, teilweise wird angeschrien oder stark unter Druck gesetzt. Es kam mehrfach vor, dass jüngere Mitarbeitende deswegen geweint haben, ohne dass Konsequenzen gezogen wurden.
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Von außen als sehr Interessant angesehen
Work-Life-Balance
Es gibt keine flexiblen oder planbaren Arbeitszeiten. Teilweise arbeitet man bis zu sechs Tage die Woche mit sehr langen Schichten. Dienstpläne ändern sich kurzfristig („komm jetzt doch / komm doch nicht“). Freie Tage an Wochenenden oder bei gutem Wetter sind kaum möglich.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung ist zwar okay, steht aber in keinem Verhältnis zu der Verantwortung, dem Druck und dem Arbeitspensum, das verlangt wird. Wertschätzung für die geleistete Arbeit fehlt.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist nur teilweise gut. Wenn man zu einer bestimmten Gruppe gehört, kann das Miteinander funktionieren. Gehört man jedoch nicht dazu, wird man schnell ausgeschlossen. Es gibt viele interne Grüppchen, zwischen denen eine angespannte Stimmung herrscht. Insgesamt ist das Arbeitsklima von Konkurrenz geprägt, besonders unter den weiblichen Mitarbeitenden. Das führt zu Missgunst, Konflikten und einem Gefühl von „jeder gegen jeden“, statt echter Teamarbeit.
Umgang mit älteren Kollegen
Sind die schlimmsten
Kommunikation
Kritik wird häufig unsachlich und wegen Kleinigkeiten geäußert. Statt konstruktivem Feedback gibt es Schimpfen und Stress. Gespräche werden nicht ernst genommen; Anliegen werden eher belächelt oder ignoriert. Eine offene, wertschätzende Kommunikation findet kaum statt. Probleme werden nicht aufgearbeitet.
Gleichberechtigung
Es gibt viele komische Männer . Wird nichts dagegen gemacht
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind insgesamt interessant und abwechslungsreich. Man arbeitet in vielen unterschiedlichen Bereichen und bekommt teilweise eigene Projekte in die Hand, was Verantwortung und Abwechslung bringt. An manchen Tagen ist die Arbeit sehr spannend und fordernd.