Glänzende Hülle – hohler Kern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Bodenständigkeit & Pragmatismus
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Develey verkauft sich nach außen als Traditionsunternehmen mit Innovationsgeist.
Innen aber wirkt vieles erstarrt, mutlos, oft auch menschenfern. Wer hier beginnt, sollte sich klar sein: Loyalität funktioniert nur in eine Richtung – und das Fundament unter den hübschen Schlagworten ist brüchiger, als es scheint.
Man sollte übrigens den kununu-Durchschnitt hier nicht überbewerten – manche Bewertungen sind weniger freiwillig, als sie scheinen.
Arbeitsatmosphäre
Wer denkt, ein traditionsreiches Familienunternehmen mit Unternehmenswert „Säule Mensch“ gehe auch verantwortungsvoll mit Menschen um, wird eines Besseren belehrt. Selbst langjährige Mitarbeitende verschwinden über Nacht aus dem System.
Dass ein Unternehmen dieser Größe am Standort Unterhaching keinen Betriebsrat hat, ist keine Randnotiz – es ist ein Statement.
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Traditionell
Karriere/Weiterbildung
Entwicklung ist hier ein Wort für Hochglanzpräsentationen – im echten Arbeitsalltag bleibt davon wenig übrig. Gehaltsentwicklung ist – wenn überhaupt – symbolisch.
Gespräche über Perspektiven verlaufen oft im Sand oder enden mit wohlklingenden Floskeln. Wer Gestaltungsspielraum und Weiterentwicklung sucht, wird hier vermutlich früher oder später enttäuscht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltbewusstsein ist präsent – solange es sich wirtschaftlich rechnen lässt.
Vorgesetztenverhalten
Mikromanagement und nur an eigener Karriere interessiert
Arbeitsbedingungen
Ja, mobiles Arbeiten ist „erlaubt“ – aber im Geiste nicht gewünscht. Im Grunde sind es Managementköpfe von ewig gestern, in denen Präsenz gleich Produktivität bedeutet. Vertrauen in moderne Arbeitsmodelle? Eher eine Pflichtübung für den Schein.
Prozesse wirken überfrachtet, IT-Infrastruktur teils veraltet und echte Zusammenarbeit wird oft durch Silodenken erschwert. Vieles wirkt wie eine schlechte Kopie dessen, was man für Fortschritt halten möchte.
Kommunikation
Entscheidungen werden hinter geschlossenen Türen getroffen – Kommunikation darüber ist meist ein nachgeschobenes Ritual, um später sagen zu können, man hätte informiert.
Mit hübschen englischen Schlagworten gibt man sich einen modernen Anstrich, der beim ersten ernsthaften Kratzer abblättert und das „hässliche Gesicht“ des Unternehmens sichtbar werden lässt.
Gleichberechtigung
Oberflächlich bemüht man sich um Offenheit – in der Realität dominiert ein recht homogenes Denken.
Vielfalt beginnt dort, wo unterschiedliche Perspektiven willkommen sind – das ist hier leider nicht spürbar.
Eine echte Diskussionskultur fehlt und wer aus dem Raster fällt, wird selten langfristig gefördert.