Mehr Hierarchie als Agilität
Verbesserungsvorschläge
Die dritte Umstrukturierung innerhalb von zwölf Monaten spricht für sich. Besonders schwer nachvollziehbar ist, dass zwei IT-Bereiche zunächst mit großem Aufwand getrennt wurden, nur um sie ein Jahr später wieder zusammenzuführen. Die neue Doppelspitze wird als innovative Lösung verkauft, wirkt jedoch eher wie ein Versuch, frühere Fehlentscheidungen zu kaschieren. Statt agiler Arbeitsweise erleben viele Mitarbeiter vor allem Hierarchie, Mikromanagement und fehlende Nähe der Führungsebene zu den Teams. Die IT funktioniert trotz dieser Umstände, aber vor allem wegen der Mitarbeiter und nicht wegen der Führung.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre leidet massiv unter den ständigen Umstrukturierungen. Kaum hat man sich auf neue Strukturen eingestellt, werden diese wieder verworfen. Das sorgt für Unsicherheit und Frust
Kommunikation
Kommunikation erfolgt überwiegend von oben nach unten. Kritische Fragen oder Feedback aus den Teams scheinen nur begrenzt Interesse zu wecken. Seitdem die Bereichsmeetings auf Online umgestellt wurden, ist es noch schlimmer geworden. Quasi Frontalbeschallung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern ist nach wie vor die größte Stärke der IT. Viele Probleme werden ausschließlich durch die Einsatzbereitschaft und gegenseitige Unterstützung der Kollegen abgefangen. Ohne diesen Zusammenhalt wäre die Situation deutlich schwieriger.
Work-Life-Balance
Noch 60% HO. Soll aber "angepasst" werden.
Vorgesetztenverhalten
Der größte Schwachpunkt. Während Agilität und Zusammenarbeit auf Augenhöhe propagiert werden, wird in der Praxis häufig ein stark hierarchisches Führungsverständnis gelebt. Das Management wirkt weit entfernt von den tatsächlichen Herausforderungen der Teams. Mikromanagement scheint oftmals wichtiger zu sein als Vertrauen in die Kompetenzen der Mitarbeiter. Wertschätzung für die tägliche Arbeit der Teams ist nur schwer erkennbar.
Interessante Aufgaben
Die fachlichen Themen sind grundsätzlich interessant.
Image
Intern wird das Unternehmen von vielen Mitarbeitern deutlich kritischer wahrgenommen als es nach außen dargestellt wird. Insbesondere die gescheiterte Transformation und die wiederholten Umstrukturierungen haben der Glaubwürdigkeit geschadet.


