Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitskollegen und Bewohner, die einem jeden Tag aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Diese Menschen machen diesen Beruf so liebenswert und Besonders!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wer diese Bewertung gelesen hat, merkt, dass die Schule in diesem Betrieb viele Änderungen vertragen könnte. Frischer Wind wäre angebracht.
Verbesserungsvorschläge
Gerade die Schüler, die Zukunft von diesem Betrieb, sollten besser behandelt werden. Es sollte ein respektvollerer Umgang an den Tag gelegt werden und man sollte zusammen arbeiten und nicht gegen uns. Für die 95€ Schulgeld, die einem monatlich abgezogen werden (auch im August, in dem man nicht einmal Schule hat), könnte man den Schülern auch Schulmaterial bereitstellen. Wer Bücher, die im Unterricht verwendet werden, haben möchte, muss diese selbst erwerben. Ein bisschen mehr Struktur im Schulsystem könnte auch nicht schaden.
Arbeitsatmosphäre
In meinem jetzigen Arbeitsbereich wird die Zusammenarbeit der Mitarbeiter sehr groß geschrieben. Monatlich finden Stammtische statt und im Abstand von einem knappen halben Jahr gemeinsame Ausflüge. Dies ist aber auch von Bereich zu Bereich anderst. Im Team ist noch eine Schülerin, mit der ich aber sehr selten einen gemeinsamen Dienst habe, was ich sehr schade finde, da der Austausch untereinander sehr kurz kommt.
Karrierechancen
Ein Pluspunkt in der Pflege. Man wird gebraucht, egal wo.
Arbeitszeiten
Ich sage es mal so: Wenn man mit den Arbeitszeiten klar kommt, ist es kein Problem. Die Kollegen sind verständnisvoll und offen was Wünsche in der Dienstplanung angehen und unterstützen einen, wenn sie merken, dass einem das Hobby wichtig ist.
Wer ein Problem mit dem geteilten Dienst hat, hat die Möglichkeit in die Tagesstruktur einzusteigen. Dieser Bereich ist gerade bei Müttern sehr gefragt und für junge Menschen schwer erreichbar, da viele Plätze schon reserviert oder vorbehalten sind.
Ausbildungsvergütung
Ich denke es ist jedem klar, dass man in der Pflege eine viel zu geringe Vergütung bekommt. Weihnachtsgeld ist vorhanden. Urlaubsgeld nicht. Wer auf viel Geld aus ist, ist hier eindeutig falsch.
Die Ausbilder
Was die Dozenten betrifft vergebe ich nur einen Stern. Sie bewerten die Schüler nach Sympathie und lassen es einen deutlich spüren. Ausgenommen sind ein bis zwei Lehrkräfte des gesamten Kollegiums. Der Lehrplan ist veraltet, während fast jährlich neue Konzepte eingeführt werden, um dann nach kurzer Zeit wieder zu erkennen, dass diese nicht geeignet sind.
In der Praxis wiederum fühle ich mich sehr wohl. Die Mitarbeiter sind verständnisvoll und helfen bei Problemen. Ob diese mit der Theorie oder der Praxis zu tun haben, ist unrelevant. Sie übernehmen in manchen Bereichen sogar die Aufgaben der Dozenten.
Spaßfaktor
Auch hier ist es die Praxis, die die Ausbildung nach oben pusht. Die Bewohner zeigen einem Tag für Tag Neues und geben einem so viel Dankbarkeit zurück. Während ich in der Schule nicht wirklich Spaß habe. Das Einzigste was den Tag zum Aushalten bringt, sind die Klassenkollegen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Ich befinde mich im letzten Ausbildungsjahr und wirklich Zeit zum Lernen für die anstehenden Prüfungen, findet man neben der praktischen Arbeit nicht wirklich. Die sogenannten `SOL´, die als frei hätten dienen sollen wurden im ersten und zweiten Lehrjahr wortwörtlich rausgeballert. Aufgrund Abwesenheit von Dozenten, für die kein Ersatz gefunden wurde.
Variation
In der dreijährigen Ausbildung lernt man hier alle Bereiche kennen. Man wechselt zwischen Wohnverbund, Tagesstruktur und Klinik. Meistens für ein Jahr, wobei man in der Klinik nur für ein halbes Jahr eingesetzt wird. Was ich sehr schade finde, da man gerade dort viel Lernen konnte, was das medizinische Fachwissen angeht.
Meistens hat man als Schüler festgelegte Grundaufgaben, gerade was das Putzen angeht. Dies unterscheidet sich aber in den jeweiligen Bereichen.
Respekt
In der Schule merkt man ausnahmslos den Status als Schüler. Ich war am Anfang meiner Ausbildung nicht volljährig, was für ein Dozentin ein großes Problem war. Sie nahm mich sehr selten dran wenn ich mich im Unterricht meldete und rechtfertigte sich damit, dass sie nur mit Erwachsenen arbeiten würde. Meiner Meinung nach eine fragwürdige Aussage.
In der Praxis habe ich viele Einstellungen gegenüber Schülern kennengelernt. Größtenteils aber positiv.