Starkes Team und menschliche Führungskraft – Kommunikation und Weiterbildung ausbaufähig
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Zusammenhalt im Hotline-Team war hervorragend. Man konnte sich schnell und unkompliziert absprechen, aktuelle Probleme kurzfristig gemeinsam lösen und hatte trotz stressiger Situationen durchweg eine gute Stimmung im Team. Die Arbeitszeiten waren zwar fest geregelt, in der Praxis aber sehr flexibel: Da wir mehrere Kolleg:innen waren, ließen sich Homeoffice, spätere Arbeitsbeginne oder kurzfristige Änderungen jederzeit unkompliziert abstimmen.
Besonders hervorheben möchte ich meinen direkten Vorgesetzten. Er war fair, ehrlich und ausgesprochen menschlich – man konnte jedes Anliegen offen ansprechen, und er hat sich für sein Team spürbar eingesetzt. Auch beim Thema Weiterbildung hat er sich für uns starkgemacht; dass dies letztlich an übergeordneter Stelle scheiterte, lag nicht an ihm. Eine so gute und wertschätzende Führungskraft habe ich selten erlebt.
Verbesserungsvorschläge
Die Hotline sollte frühzeitig und aktiv über Störungen, Wartungen und laufende Änderungen informiert werden – idealerweise über einen festen Kommunikationskanal oder die Einbindung in relevante Abstimmungen. Zudem wären klare Entwicklungsperspektiven und ein echtes Weiterbildungsangebot (inkl. Unterstützung bei Zertifizierungen) wichtig, um Mitarbeitende langfristig zu halten und zu motivieren.
Kommunikation
Der Informationsfluss zwischen Hintergrund-Teams und der Hotline war unzureichend. Über Updates, Wartungen oder Störungen wurden wir kaum aktiv informiert – häufig haben wir von Problemen erst durch die anrufenden User erfahren. Dadurch konnten wir keine verlässlichen Auskünfte geben und mussten grundlegende Informationen erst mühsam erfragen. Das war für uns wie für die User gleichermaßen frustrierend.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb des Hotline-Teams war der Zusammenhalt sehr stark – man hat sich schnell abgestimmt und gegenseitig unterstützt. Teamübergreifend, vor allem zwischen Hotline und den Fachabteilungen, hätte die Zusammenarbeit allerdings deutlich enger und offener sein können.
Work-Life-Balance
Trotz fester Arbeitszeiten war die Work-Life-Balance sehr gut. Durch das mehrköpfige Team ließen sich Homeoffice, Arbeitsbeginn und kurzfristige Änderungen unkompliziert untereinander regeln.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Vorgesetzter war fair, ehrlich und sehr menschlich, jederzeit ansprechbar und stets bereit, sich für sein Team einzusetzen.
Interessante Aufgaben
Anfangs war das Aufgabenspektrum breit und abwechslungsreich. Im Zuge einer Umstrukturierung wurden der Hotline jedoch nach und nach Berechtigungen entzogen, sodass der Handlungsspielraum immer kleiner wurde. In der Praxis blieb an vielen Tagen nur das Weiterleiten von Tickets – bei gleichem Gehalt, aber deutlich weniger inhaltlicher Verantwortung. Eigene Projekte gab es nicht, und in die regelmäßigen Abstimmungen der Administratoren wurde die Hotline sehr selten eingebunden, was viele der Kommunikationsprobleme zusätzlich verstärkt hat.
Gleichberechtigung
Grundsätzlich wurde jeder fair und gleich behandelt, größere Auffälligkeiten gab es aus meiner Sicht nicht. Insgesamt solide, mit etwas Luft nach oben.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleg:innen waren gut ins Team eingebunden und wurden wertgeschätzt. Der Umgang miteinander war durchweg respektvoll.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen und die technische Ausstattung waren insgesamt in Ordnung, an einigen Stellen aber ausbaufähig.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter waren in Ordnung. Für Menschen, die in München leben, könnte man beim Gehalt aber durchaus noch etwas mehr tun.
Image
Als etablierter sozialer Träger hat der Arbeitgeber nach außen ein solides Ansehen. Intern deckt sich dieses Bild nicht in allen Punkten mit dem Außenauftritt.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungsmöglichkeiten waren praktisch nicht vorhanden. Fortbildungen wurden regelmäßig mit fehlendem Budget begründet, eine Unterstützung bei Zertifizierungen oder eine erkennbare Entwicklungsperspektive gab es nicht. Gerade im Zusammenspiel mit der Umstrukturierung und dem reduzierten Aufgabenbereich war das sehr schade.

