Gut am Arbeitgeber finde ich
* Sehr gute Benefits.
* Flexible Homeoffice-Regelung mit viel Vertrauen in die Mitarbeitenden.
* Gute Work-Life-Balance.
* Viele kompetente, engagierte und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen.
* Modernes, gut ausgestattetes Büro mit angenehmer Arbeitsatmosphäre.
* Flache Hierarchien und grundsätzlich offene Kommunikation.
* Eigenverantwortliches Arbeiten mit viel Gestaltungsspielraum.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
* Wenig Transparenz bei Gehältern und Beförderungen.
* Karriereentwicklung hängt stark von Eigeninitiative und Sichtbarkeit ab.
* Teilweise männlich geprägte Strukturen auf Führungsebene.
* Schwankende Auslastung zwischen Leerlauf und Überlastung.
* Weiterbildung wurde in den letzten Jahren reduziert.
* Große Unterschiede zwischen Teams und Führungskräften.
Verbesserungsvorschläge
* Mitarbeitenden auf allen Ebenen stärker zuhören und Feedback konsequent in Entscheidungen einbeziehen.
* Transparente und nachvollziehbare Kriterien für Gehälter, Beförderungen und Karriereentwicklung schaffen.
* Chancengleichheit aktiv fördern und unbewusste Vorurteile sowie informelle Netzwerke stärker hinterfragen.
* Führungskräfte gezielt in Mitarbeiterführung entwickeln und regelmäßigen Austausch mit ihren Teams fördern.
* Wieder mehr in Weiterbildung, insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz, investieren.
* Den Zusammenhalt an den Standorten durch mehr gemeinsame Veranstaltungen stärken und die Mitbestimmung durch den Betriebsrat als Chance für eine gute Unternehmenskultur verstehen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hängt leider extrem vom jeweiligen Projekt und Team ab. Es gibt engagierte, kompetente Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit wirklich Spaß macht und die schwierige Situationen gemeinsam meistern. Diese positiven Erfahrungen gibt es definitiv.
Gleichzeitig habe ich aber häufig erlebt, dass Motivation und Eigeninitiative in manchen Teams fehlen. Die Arbeitsbelastung ist dadurch oft sehr ungleich verteilt: Während einige Mitarbeitende dauerhaft sehr viel Verantwortung übernehmen, haben andere deutlich weniger Auslastung. Das führt auf Dauer zu Frust und wirkt sich negativ auf die Stimmung aus.
Hinzu kommt, dass die Auslastung insgesamt stark schwankt. Phasen mit sehr hohem Arbeitsdruck wechseln sich mit Zeiten ab, in denen kaum sinnvolle Aufgaben vorhanden sind. Eine ausgewogenere Ressourcenplanung würde die Arbeitsatmosphäre deutlich verbessern.
Auch die Zusammenarbeit mit Kunden ist nicht immer einfach. Teilweise erschweren schwierige Abstimmungen oder unklare Rahmenbedingungen die tägliche Arbeit zusätzlich. Dadurch entsteht häufig unnötiger Druck, der bei einer besseren Organisation vermeidbar wäre.
Image
diconium genießt in der Branche grundsätzlich einen guten Ruf und ist als Digitalberatung und Arbeitgeber bekannt. Gleichzeitig hatte ich zuletzt den Eindruck, dass interne Sparmaßnahmen und der wirtschaftliche Druck die Wahrnehmung bei vielen Mitarbeitenden belasten. Auch das Gemeinschaftsgefühl leidet darunter, wenn Veranstaltungen oder andere Angebote reduziert werden.
Wie das Unternehmen bei Kunden wahrgenommen wird, kann ich nur eingeschränkt beurteilen. Aus meiner persönlichen Wahrnehmung haben einzelne schwierige Projekte dem Image jedoch nicht immer gutgetan. Insgesamt sehe ich hier Potenzial, das positive Arbeitgeberimage wieder stärker mit der tatsächlichen Mitarbeitererfahrung in Einklang zu bringen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist insgesamt gut. Zwar gibt es einzelne Rollen oder Phasen mit einer sehr hohen Arbeitsbelastung, nach meiner Wahrnehmung ist dies jedoch meist nicht die Regel. Dank der flexiblen Arbeitsweise und der Homeoffice-Möglichkeiten können die meisten Mitarbeitenden Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbaren.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind grundsätzlich vorhanden, haben aus meiner Sicht in den letzten Jahren jedoch etwas unter den Sparmaßnahmen gelitten. Wer sich weiterentwickeln möchte, sollte selbst aktiv werden und sich Gedanken über den eigenen Karriereweg machen.
Positiv ist, dass mir persönlich keine Weiterbildung verwehrt wurde, wenn ich diese selbst angestoßen habe. Insgesamt könnte das Angebot jedoch wieder ausgebaut werden – insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz sehe ich noch deutlich mehr Potenzial.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt sehe ich im Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche Verbesserungspotenzial. Mein Eindruck ist, dass die Vergütung insgesamt eher unter dem Marktniveau liegt und sich Gehälter zwischen Mitarbeitenden teilweise nur schwer nachvollziehen lassen.
Besonders kritisch sehe ich, dass Beförderungen nicht immer mit einer Vergütung einhergehen, die den unternehmensinternen Gehaltsbändern oder den gestiegenen Erwartungen an die Rolle gerecht wird. Das ist für mich nur schwer nachvollziehbar und kann demotivierend wirken.
Karriereentwicklung scheint außerdem nicht immer ausschließlich von Leistung abzuhängen. Nach meiner Wahrnehmung werden Mitarbeitende, die sich stark sichtbar machen oder sich aktiv für sich einsetzen, häufiger berücksichtigt als ruhigere Kolleginnen und Kollegen, die ebenfalls sehr gute Arbeit leisten. Hier wünsche ich mir transparentere Kriterien für Gehalts- und Beförderungsentscheidungen.
Positiv hervorzuheben sind dagegen die Benefits. Diese sind vielfältig und aus meiner Sicht ein echter Pluspunkt des Unternehmens.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach meinem Eindruck wird auf Umwelt- und Sozialthemen Wert gelegt. Mir sind keine negativen Entwicklungen oder problematischen Aspekte aufgefallen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist sehr unterschiedlich und hängt stark vom jeweiligen Team ab. Ich hatte das Glück, mit vielen intelligenten, engagierten und hilfsbereiten Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, die sich gegenseitig unterstützt und ihr Wissen geteilt haben.
Leider habe ich aber auch häufig den Eindruck gewonnen, dass persönliche Beziehungen und interne Netzwerke bei Chancen und Entscheidungen teilweise mehr Gewicht haben als Leistung oder fachliche Qualifikation. Das kann demotivierend sein und erschwert eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit. Zudem gibt es Mitarbeitende, bei denen die eigenen Interessen klar im Vordergrund stehen und die teamübergreifende Zusammenarbeit entsprechend leidet.
Wer in einem guten Team landet, kann eine sehr positive Erfahrung machen. Gleichzeitig gibt es deutliche Unterschiede innerhalb des Unternehmens, weshalb der Kollegenzusammenhalt insgesamt sehr uneinheitlich ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe den Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen durchweg als respektvoll erlebt. Altersbedingte Benachteiligungen oder Unterschiede im Umgang sind mir persönlich nicht aufgefallen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte ist aus meiner Sicht sehr unterschiedlich und hängt stark von der jeweiligen Person ab. Meine eigene Erfahrung war insgesamt in Ordnung, allerdings habe ich auch von Kolleginnen und Kollegen deutlich kritischere Erfahrungen mitbekommen.
Teilweise entsteht der Eindruck, dass Führungsverantwortung eher als nächster Karriereschritt übernommen wird als aus echter Begeisterung für Mitarbeiterführung. Wer sich weiterentwickeln oder Unterstützung möchte, sollte diese aktiv einfordern. Eigeninitiative ist hier wichtig, da regelmäßige Begleitung oder proaktive Förderung nicht selbstverständlich sind. Wer sich selbst gut organisiert und seine Themen vorantreibt, kommt in der Regel zurecht.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt sehr gut. Zumindest an meinem Standort gibt es ein modernes, gut ausgestattetes Büro, und alles, was man für die tägliche Arbeit benötigt, wird zur Verfügung gestellt. Ich komme gerne ins Büro und fühle mich dort wohl.
Verbesserungspotenzial sehe ich vor allem darin, den Zusammenhalt an den einzelnen Standorten stärker zu fördern. Mehr gemeinsame Veranstaltungen oder Gelegenheiten, Kolleginnen und Kollegen außerhalb des eigenen Projekts kennenzulernen, würden aus meiner Sicht das Gemeinschaftsgefühl stärken und den Büroalltag noch attraktiver machen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist insgesamt transparenter als in vielen anderen Agenturen, und die flachen Hierarchien erleichtern grundsätzlich den Austausch. Wichtige Informationen werden häufig offen geteilt und Rückfragen sind in der Regel möglich.
In der Praxis kommen Informationen jedoch nicht immer bei allen Mitarbeitenden gleichermaßen an. Insbesondere technische Teams werden bei relevanten Entwicklungen teilweise erst spät oder nicht ausreichend eingebunden. Das führt gelegentlich zu vermeidbaren Missverständnissen oder zusätzlichem Abstimmungsaufwand.
Auch die Kommunikation der Geschäftsführung könnte an einigen Stellen noch klarer und regelmäßiger sein. Gerade bei strategischen Entscheidungen oder Veränderungen würden sich viele Mitarbeitende mehr Einordnung und Transparenz wünschen. Hier gibt es bereits gute Ansätze, aber noch Potenzial für eine konsistentere Kommunikation über alle Ebenen hinweg.
Gleichberechtigung
Beim Thema Gleichberechtigung sehe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf. Obwohl sich das Unternehmen sichtbar mit dem Thema beschäftigt, hatte ich nicht immer den Eindruck, dass sich dies auf allen Ebenen im Arbeitsalltag widerspiegelt. Nach meiner persönlichen Wahrnehmung bestehen in einigen Bereichen noch männlich geprägte Netzwerke und Strukturen. Ich hatte den Eindruck, dass Frauen bei Karriereentwicklung und Beförderungen teilweise länger auf Chancen warten müssen als männliche Kollegen. Auch beim Thema Gehalt wünsche ich mir mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit.
Mit einer weiblichen CEO allein ist es aus meiner Sicht nicht getan. Gerade auf den Führungsebenen sind viele Schlüsselpositionen weiterhin männlich besetzt. Ich würde mir mehr Sensibilität für unbewusste Vorurteile sowie einen stärkeren Fokus auf Chancengleichheit, transparente Karriereentscheidungen und Diversität in Führungspositionen wünschen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind insgesamt solide, aber aus meiner Sicht nicht immer besonders abwechslungsreich. Ein großer Teil der Projekte stammt aus dem Automotive-Umfeld, insbesondere rund um Volkswagen. Wer sich für dieses Umfeld interessiert, findet hier spannende Themen. Insgesamt ähneln sich jedoch viele Projekte, sodass nur wenige Aufgaben wirklich herausstechen oder langfristig für besondere Abwechslung sorgen.