Techniker Krankenkasse Fachzentrum Pflege- bodenlos! So etwas habe ich noch nie erlebt!
Gut am Arbeitgeber finde ich
35,5 Wochenstunden bei Vollzeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fachzentrum Pflege Kassel- lasst die Finger davon. Der Schein trügt!
Als ein solches Unternehmen von der Größe und auch gesellschaftlicher Bedeutung ist es einfach nur traurig, wie Mitarbeitende dort behandelt werden. Wir haben mit 15 Personen gleichzeitig neu angefangen, 10 davon wurden in der Probezeit gekündigt. In meinem Team 3 von 3. Beim Einstellungsjahrgang davor ebenfalls schon 4 Personen. Bei der Fluktuation kann ja etwas nicht stimmen. Aber an der Auswahl oder der Entscheidung der Führungskraft wird nicht gezweifelt. Es liegt an den Mitarbeitenden, und selbst wenn es keinen Grund gibt, weil die Leistung und Persönlichkeit passt, wird ein Grund erfunden. In der Probezeit muss man ja auch keinen angeben, die TK ist fein raus. Dass die Leistung passt, kann man jedoch schwarz auf weiß belegen, denn bei der TK zählt sowieso nur Quantität statt Qualität. Und das wird statistisch gemessen. Hauptsache Masse bearbeiten, dass dann Fehler passieren und ein Fall doppelt und dreifach bearbeitet werden muss, das wird nicht beachtet. Extremer Zeit- und Leistungsdruck. Ich war diesem zum Glück gewachsen. Alle Feedbacks (alle 2 Wochen) waren gut. Aber von einem Tag auf den anderen haben Sie sich dann doch umentschieden, dass man nicht in die "TK-Familie" passt. Komisch, denn eine Woche vorher wurde vom Dienststellenleiter persönlich noch das Homeoffice genehmigt. Eigentlich also alles gut,aber dann wurde das selbe Spiel gespielt wie bei den anderen sechs Personen (in einem Team in unter einem Jahr!!). Plötzliche Info über die Kündigung, danach durfte man noch 2 Tage ganz normal weiterarbeiten, als sei nichts gewesen, inklusive Telefondienst. Den KollegInnen durfte man nicht erzählen, dass man gekündigt wurde. Dabei ist das ja schon quasi Tagesgeschäft. Diese Situation war eine völlige Zumutung und ist unmenschlich. Man wird absolut nicht wertgeschätzt, aber hautpsache man zahlt nachdem einem die Kündigung ausgesprochen wurde noch schnell ein paar Rechnungen. Den Grund für das Nichtbestehen der Probezeit habe ich auch beim Abschlussgespräch nicht erfahren. Die Führungskraft hat kein Wort mehr mit einem geredet. Absolut feige. Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Wenn man seine Leistung nicht erbringt oder charakterlich etwas nicht passt, ist es klar, dass das Arbeitsverhältnis in der Probezeit beendet wird. Aber ich glaube, es wurden einfach Leute eingestellt, um die Urlaubszeit zu überbrücken, und dann werden sie wieder rausgekickt. Und zwar auf eine sehr unschöne Art, die ich nie erwartet hätte bei einem Arbeitgeber wie diesem. Haltet euch fern! Das ist nicht gesund.
Verbesserungsvorschläge
Alles! Von der Einarbeitung bis zur Kündigung ist alles verbesserungswürdig!!
Ich bin eine sehr gewissenhafte Mitarbeiterin, habe bisher Arbeitsverhältnisse nur freiwillig auf meinen Wunsch beendet, um mich neuen Aufgaben zu widmen. Aber diese Monate hätte ich mir gerne gespart. Reine Spritverschwendung (und Parkgebühren!)
Verbesserungsvorschlag: Ehrlichkeit, Transparenz, Respekt nicht nur sagen, sondern auch leben!
Mitarbeiter nicht am laufenden Band für die Tür setzen, vor allem nicht wenn vorher jedes Feedback positiv ausfällt. Dann sollte man halt nicht so viel einstellen, wenn kein Bedarf ist. Oder keine Quereinsteiger einstellen. Die Einarbeitung lief zudem chaotisch, fehlerhaft, dann muss man sich nicht wundern wenn Fehler passieren. Die Führungskräfte sind alle mit der TK groß geworden, haben dort ihre Ausbildung gemacht, sind betriebsblind und haben noch nie andere Unternehmen erlebt. Wer nicht zur "TK-Familie" gehört, wird da auch niemals reinkommen. Aber es ist auch besser so, denn verliert seinen gesunden Menschenverstand und sagt einfach nur noch Ja und Amen. Denn wer die TK anzweifelt, wird das zu spüren bekommen. Freie Meinungsäußerung und kritisches Denken ist nicht erwünscht. Wenn man alles still hinnimmt, kann man da vielleicht glücklich werden. Aber selbst wenn man denkt, alle gut, kann einen Tag später die Kündigung vor einem liegen. Das gehört da zum Arbeitsalltag.
Arbeitsatmosphäre
Es ist angespannt, sehr viel Druck von oben. KollegInnen in meinem Team waren sehr lieb und hilfsbereit, aber die Arbeit zwischen den Abteilungen wird hin und her geschoben, niemand will es machen oder fühlt sich verantwortlich, Fehler werden persönlich gesucht und mit dem Finger drauf gezeigt. Insgesamt zählt Quantität statt Qualität der Arbeit.
Image
TK hat ein gutes Image. Das Siegel Top Arbeitgeber Deutschland kann nur gekauft sein. Es läuft soo viel falsch. Für Kunden gute Pflegekasse, Mitarbeitende hingegen werden ausgenutzt und nicht respektvoll behandelt.
Work-Life-Balance
Es wird mit super flexiblen Arbeitszeiten und "arbeiten wo man will" gelockt. Das ist absolut nicht wahr. Noch nie so starre Regelungen gehabt und feste Telefondienste, die auch viel häufiger als bei der Ausschreibunge/Bewerbung angekündigt. Viel Flexibilität genommen. Alles wird kontrolliert. Wenn der grüne Haken bei Teams morgens mal nicht drin ist, wird gleich angerufen, dabei hat man offiziell eigentlich Gleitzeit.
Gehalt/Benefits
Keine Parkplätze, kein Hansefit/egym/Kurse oder ähnliches, keine Kantine. Einziger benefit ist die Plattform corporate benefits.
Kollegenzusammenhalt
unter gleichgestellten gut. Führungskräfte fühlen sich definitiv als was Besseres.
Vorgesetztenverhalten
Absolut hinterlistig, falsch, aber nach außen hin schön lächeln und winken. Vorgesetzte reden die ganze Zeit nur über private Sachen, aber wehe die Sachbearbeitenden spuren nicht richtig und bearbeiten nicht 100 Anliegen am Tag. Transparenz wird angekündigt, aber nicht gelebt. Fingerpointing statt konstruktive Fehlerkultur.
Arbeitsbedingungen
Siehe oben: es wird gelockt mit Ausstattung, Flexibilität etc. Aber es ist alles mehr Schein als sein. Software veraltet. Das einzig gute sind 35,5 Wochenstunden.
Kommunikation
Starke Hierarchien, die man auch jeden Tag zu spüren bekommt
Interessante Aufgaben
Stumpfe Arbeit im Bereich Pflege: Anzahl zählt. Anträge und Rechnungen bearbeiten, es ist Fließbandarbeit.

