Viel Luft nach oben...
Gut am Arbeitgeber finde ich
* lockerer Umgang
* guter Zusammenhalt unter den Auszubildenden
* weitestgehend gute Atmosphäre
* sehr flexible Regelung der Arbeitszeit
* Techtalks
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
* mangelnde Softskills bei Führungspersonal und Ausbildern
* nicht immer fairer Umgang von Ausbildern und Führungspersonal mit Auszubildenden und Mitarbeitern
* kaum bis gar keine innovativen und interessanten Techniken
* verbesserungswürdige Arbeitsmethoden
* geringe bis keine Beachtung des Ausbildungsrahmenplans
* Ausbilder mit wenig Interesse und Freude am Ausbilden und Vermitteln von Wissen
Verbesserungsvorschläge
* Softskills bei leitenden Angestellten und Ausbildern
* mehr Mut zu freierem Arbeiten und
* innovativeren Technologien (um das trockene und langweilige Tätigkeitsfeld für Informatiker interessanter zu gestalten)
* Arbeitsmethoden einführen, die in der Softwareentwicklung aktuell sind (Beispiel Kanban, Scrum, Git, Buildservices, u.ä.)
* Auszubildende als Lehrlinge verstehen lernen (und nicht als Arbeitskraft)
* mehr auf den Ausbildungsrahmenplan achten
Arbeitsatmosphäre
Viele Auszubildende im Betrieb ermöglichen den Kontakt zu vielen gleichaltrigen und teilweise gleichgesinnten Kollegen. Obendrein sind die etablierten Mitarbeiter und leitenden Angestellten ebenfalls noch jung, so ein junges Unternehmen entsteht, in dem ein lockerer und kameradschaftlicher Ton herrscht.
Karrierechancen
Kleine Firma mit flachen Hierarchien, insofern eine geringe Anzahl an Karrierestufen. Obendrein sind alle leitenden Stellen seit langer Zeit fest besetzt. Die Chance auf neue Abteilungen tendieren als Tochter der Blau Direkt GmbH mit festem Tätigkeitsfeld gen Null. Allerdings wurde zumindest zu meiner Zeit noch die schulische Teil der Ausbildung am ATIW in Paderborn geleistet, eine private Schule von Siemens mit gutem Ruf.
Arbeitszeiten
Keine Vertrauensarbeitszeit, was ein Minuspunkt ist, andererseits ist die Gleitzeit sehr großzügig geregelt und am Ende zählt nur, ob man seine Wochenstunden und seine Arbeitsaufträge schafft.
Ausbildungsvergütung
In Berlin sind die Ausbildungsvergütungen in der freien Marktwirtschaft generell auf einem Niveau, das meist nicht höher als Hartz 4 liegt. Bei der Dionera jedoch konnte man davon zu meiner Zeit leider nur träumen - in den ersten beiden Ausbildungsjahren konnte man neidisch aufschauen, im letzten Jahr war man zumindest auf einer Stufe.
Die Ausbilder
Überdurchschnittlich kompetent in ihrem Fachgebiet, lassen die Ausbilder leider das nötige Maß an Softskills vermissen, die es in meinen Augen benötigt, um gute Ausbilder zu sein. Zudem erweckt der Umgang der Ausbilder (wenig / kaum Support, ungeduldig bis hin zu flapsigen Antworten auf für sie vermeintlich dumme Fragen) mit den Azubis den Eindruck, dass der Ausbilderschein zur Verbesserung des Einkommens gemacht wurde und um dem Unternehmen günstige Arbeitskräfte zu beschaffen, nicht um jungen Entwicklern das Handwerk zu vermitteln. Hier vermisst man die Leidenschaft am Anlernen und dem Vermitteln von Wissen viel zu oft.
Spaßfaktor
Weder kommen innovative Techniken zum Einsatz, noch verspricht das trockene Tätigkeitsfeld der Firma auch nur den Hauch eines gewissen Spaßfaktors.
Aufgaben/Tätigkeiten
Monotone, stereotype Arbeit (immer neue und beinahe gleiche Versicherungstarife in die Vergleichsrechner einpflegen u.ä.), trockenes Themengebiet (u.a. Versicherungsvergleichrechner). Der Ausbildungsrahmenplan/Lehrplan wird kaum bis gar nicht beachtet.
Variation
Entsprechend der o.g. Tätigkeiten und Aufgaben, wird klar: Variation ist hier Fehlanzeige.
Respekt
Respekt ist etwas, das in so mancherlei Hinsicht von etablierten Mitarbeitern verlangt und vorausgesetzt wird, man aber nicht gewillt ist zurück zu geben.