Abmahnung trotz bekannter psychischer Probleme
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Erfahrungsbericht
Ich bin enttäuscht und besorgt über den Umgang mit einem Kollegen in unserer IT-Abteilung. Tatsächlich aktenkundig ist, dass dieser Kollege an einer psychischen Erkrankung leidet und in Schüben Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Umgang hat. Trotzdem hat der zuständige IT‑Abteilungsleiter eine formelle Abmahnung ausgesprochen, ohne erkennbar Rücksprache mit der Personalabteilung, dem Betriebsrat oder dem betroffenen Mitarbeiter über mögliche Unterstützungsmaßnahmen zu halten. Das Vorgehen wirkte für mich unverhältnismäßig und wenig empathisch.
Was genau passiert ist
Der Kollege hatte wiederkehrende, dokumentierte psychische Probleme.
In einem akuten Zwischenfall wurde statt einer deeskalierenden Maßnahme eine Abmahnung ausgesprochen.
Es gab keine sichtbare Vermittlung von Hilfsangeboten (z. B. betriebliches Eingliederungsmanagement, Gespräche mit HR, flexible Arbeitszeiten).
Warum das problematisch ist
Fehlende Fürsorge: Arbeitgeber und Führungskräfte haben eine Verantwortung, gesundheitliche Einschränkungen zu berücksichtigen.
Risiko für Eskalation: Disziplinarmaßnahmen ohne vorherige Abklärung können die Situation verschlimmern.
Signalwirkung: Solche Entscheidungen senden ein negatives Signal an das Team und schaden dem Betriebsklima.
Verbesserungsvorschläge an die Geschäftsführung
Klare Prozesse für den Umgang mit psychischen Erkrankungen etablieren.
Schulung für Führungskräfte zu psychischer Gesundheit und deeskalierender Kommunikation.
Koordination mit HR und Betriebsrat vor formellen Maßnahmen.
Angebote wie BEM, EAP oder flexible Arbeitsmodelle aktiv nutzen.
Für Bewerber
Wenn Ihnen ein wertschätzendes, unterstützendes Arbeitsumfeld wichtig ist, fragen Sie im Vorstellungsgespräch nach Unterstützungsangeboten für Mitarbeiter, nach dem Umgang mit Krankheitstagen und nach der Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und HR.
Fazit
Die Abmahnung in diesem Fall wirkte auf mich unverhältnismäßig und wenig mitarbeiterorientiert. Es besteht deutlicher Verbesserungsbedarf im Umgang mit psychischer Gesundheit und in der Führungskultur.
Arbeitsatmosphäre
toxisch
Kommunikation
toxisch
Kollegenzusammenhalt
Sehr gut
Work-Life-Balance
toxisch
Vorgesetztenverhalten
toxisch
Interessante Aufgaben
toxisch
Gleichberechtigung
toxisch
Umgang mit älteren Kollegen
toxisch
Arbeitsbedingungen
toxisch
Umwelt-/Sozialbewusstsein
toxisch
Gehalt/Benefits
OK
Image
Außen hui, innen pfuí
Karriere/Weiterbildung
toxisch


