Vom Top Arbeitgeber zum Schatten seiner selbst (Standort Süd)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Interessante, abwechslungsreiche und vielseitige Aufgaben – insbesondere im Bereich Digitalisierung.
Gute Work-Life-Balance durch angenehme und planbare Arbeitszeiten.
Moderne Themen und die Möglichkeit, fachlich vielseitige Erfahrungen zu sammeln.
Grundsätzlich gute technische Ausstattung und Arbeitsmittel.
Viele engagierte und hilfsbereite Kolleginnen und Kollegen, die den Arbeitsalltag trotz der aktuellen Herausforderungen erleichtern.
Das Unternehmen verfügt über großes Potenzial und war über viele Jahre ein attraktiver Arbeitgeber.
Mit den richtigen Entscheidungen könnte wieder an diese Stärken angeknüpft werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leistung und fachliche Kompetenz werden aus meiner Sicht nicht ausreichend honoriert.
Fragwürdige Personal- und Führungsentscheidungen.
Mangelnde Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden. Wenig transparente Kommunikation – wichtige Informationen werden häufig zu spät oder gar nicht weitergegeben.
Geringe Entwicklungsmöglichkeiten für leistungsbereite Mitarbeitende. Gehälter, die Verantwortung, Erfahrung und Betriebszugehörigkeit aus meiner Sicht nicht angemessen widerspiegeln.
Eine Unternehmenskultur, in der Eigenvermarktung häufig wichtiger zu sein scheint als Teamgeist und Leistung. Fehlende Konsequenz bei offensichtlichen Problemen und zu wenig Selbstreflexion auf Führungsebene.
Eine spürbar schlechtere Arbeitsatmosphäre als noch vor einigen Jahren.
Der frühere familiäre Zusammenhalt ist weitgehend verloren gegangen, wodurch Vertrauen und Motivation gelitten haben.
Verbesserungsvorschläge
Führungspositionen konsequent nach fachlicher und persönlicher Eignung statt nach Eigenvermarktung oder Sympathie besetzen.
Leistung, Engagement und langjährige Betriebszugehörigkeit stärker wertschätzen – sowohl finanziell als auch im täglichen Miteinander.
Eine offene, ehrliche und transparente Kommunikation etablieren und Mitarbeitende frühzeitig über Veränderungen informieren.
Den Fokus wieder stärker auf die Mitarbeitenden richten. Wertschätzung beginnt bei kleinen Gesten, einem respektvollen Umgang und einer Führung auf Augenhöhe. Gehaltsstrukturen überprüfen und leistungs- sowie erfahrungsorientierter gestalten. Einsparmaßnahmen fair verteilen und kritisch hinterfragen, ob Investitionen tatsächlich dort erfolgen, wo sie den größten Mehrwert für das Unternehmen schaffen.
Den Zusammenhalt im Unternehmen wieder fördern und eine Unternehmenskultur schaffen, in der Zusammenarbeit wichtiger ist als Selbstdarstellung.
Die Ursachen der aktuellen Herausforderungen ehrlich analysieren und auch Führungs- und Personalentscheidungen selbstkritisch hinterfragen, anstatt die Verantwortung ausschließlich bei den Mitarbeitenden oder den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu suchen.
Arbeitsatmosphäre
Aus meiner Sicht hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren leider stark zum Negativen entwickelt. Was früher ein Betrieb mit einem guten Miteinander, hoher Motivation und einer angenehmen Arbeitsatmosphäre war, hat zunehmend an Qualität und Identität verloren.
Besonders enttäuschend ist, dass Leistung und fachliche Kompetenz nach meinem Eindruck immer weniger darüber entscheiden, wer Verantwortung übernimmt oder beruflich vorankommt. Stattdessen scheinen Eigenmarketing, Selbstdarstellung und die Nähe zu Vorgesetzten deutlich wichtiger zu sein. Das führt aus meiner Sicht immer wieder zu Personalentscheidungen, die fachlich nur schwer nachvollziehbar sind.
Die Folgen dieser Entwicklung sind inzwischen deutlich spürbar. Ein Unternehmen, das früher wirtschaftlich gesund und attraktiv war, befindet sich heute in Kurzarbeit und muss Personal abbauen. Natürlich gibt es dafür verschiedene Ursachen, doch ich habe den Eindruck, dass fragwürdige Führungs- und Personalentscheidungen einen erheblichen Anteil an dieser Entwicklung haben. Führung sollte nach Kompetenz, Erfahrung und Eignung vergeben werden – nicht danach, wer sich am besten verkauft.
Image
Das Image des Unternehmens hat in den letzten Jahren spürbar gelitten. Interne Konflikte, häufige personelle Veränderungen und die allgemeine Unzufriedenheit vieler Mitarbeitender bleiben aus meiner Sicht nicht ohne Auswirkungen auf die Außenwahrnehmung. Ein guter Ruf entsteht nicht durch Werbung, sondern durch zufriedene Beschäftigte – und genau hier besteht aus meiner Sicht inzwischen deutlicher Handlungsbedarf.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist sehr gut. Dank der angenehmen und planbaren Arbeitszeiten lässt sich Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbaren. In diesem Bereich gibt es aus meiner Sicht wenig zu kritisieren.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsstruktur empfinde ich als wenig attraktiv. Aus meiner Erfahrung erhalten selbst langjährige und engagierte Mitarbeitende häufig nur eine vergleichsweise geringe Vergütung, die kaum über dem Einstiegsniveau liegt. Leistung, Erfahrung und Betriebszugehörigkeit spiegeln sich aus meiner Sicht nicht ausreichend im Gehalt wider.
Gehaltsverhandlungen werden als wenig wertschätzend empfunden und fühlen sich eher wie ein Bittgang an als wie ein offenes Gespräch über Leistung und Entwicklung. Wer eine angemessene finanzielle Anerkennung seiner Arbeit erwartet, dürfte hier enttäuscht werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein Umwelt- und Sozialbewusstsein ist grundsätzlich erkennbar. Allerdings habe ich den Eindruck, dass viele Maßnahmen eher punktuell umgesetzt werden und noch Potenzial für eine konsequentere Ausrichtung besteht. Gerade im sozialen Miteinander und im wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitenden sehe ich noch deutlichen Verbesserungsbedarf.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war früher einer der größten Pluspunkte des Unternehmens. Das Miteinander fühlte sich fast wie eine kleine Familie an – man hat sich gegenseitig unterstützt, vertraut und gemeinsam an einem Strang gezogen.
Leider hat sich das in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Aus meiner Sicht ist der Konkurrenzgedanke deutlich stärker geworden. Manche scheinen den eigenen Karriereweg über das Miteinander zu stellen, wodurch Vertrauen verloren gegangen ist. Das Arbeitsklima hat darunter merklich gelitten. Heute überlegt man sich deutlich genauer, wem man etwas anvertraut, als das früher der Fall war.
Umgang mit älteren Kollegen
Absolut in Ordnung
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte ist aus meiner Sicht sehr unterschiedlich. Während es durchaus engagierte und kompetente Vorgesetzte gibt, entsteht insgesamt der Eindruck, dass in den vergangenen Jahren zu viele Führungspositionen mit Personen besetzt wurden, denen es an fachlicher oder persönlicher Führungskompetenz fehlt. Entscheidungen wirken dadurch teilweise wenig nachvollziehbar und es fehlt häufig an klarer Kommunikation, Wertschätzung und Orientierung. Führung sollte Vorbild sein und Mitarbeitende unterstützen – leider wird diesem Anspruch aus meiner Erfahrung nicht immer gerecht.
Arbeitsbedingungen
Besonders frustrierend ist der Umgang mit Sparmaßnahmen. Wenn Kosten reduziert werden müssen, trifft es nach meinem Eindruck in erster Linie die Mitarbeitenden an der Basis – sei es durch Kurzarbeit, Stellenabbau oder steigende Arbeitsbelastung. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass für die Führungsebene weiterhin großzügige Budgets zur Verfügung stehen. So werden beispielsweise der Fuhrpark regelmäßig erneuert und erhebliche Summen in aus meiner Sicht wenig zielführende Seminare und Weiterbildungsmaßnahmen investiert, während an anderer Stelle jeder Euro zweimal umgedreht wird.
Diese Prioritätensetzung ist für viele Mitarbeitende nur schwer nachvollziehbar und vermittelt das Gefühl, dass die Last der Einsparungen ungleich verteilt wird. Wertschätzung zeigt sich nicht in teuren Dienstwagen oder prestigeträchtigen Seminaren, sondern darin, wie mit den Menschen umgegangen wird, die den täglichen Betrieb am Laufen halten.
Kommunikation
Kommunikation findet häufig erst dann statt, wenn Entscheidungen bereits getroffen sind. Die Mitarbeitenden werden selten frühzeitig eingebunden oder ausreichend informiert. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Transparenz keine große Rolle spielt und offene Kommunikation eher die Ausnahme als die Regel ist.
Gleichberechtigung
Ich denke da gibt es nichts zu meckern
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind abwechslungsreich, interessant und bieten viele unterschiedliche Herausforderungen.
