Investitionsstau, veraltete Technik und unerfahrene Führungskräfte
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Gehalt bzw. der Verdienst ist grundsätzlich akzeptabel. Ansonsten gibt es aus meiner Sicht leider keine positiven Aspekte hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsbedingungen sind von starkem Investitionsstau und veralteten, über 20 bis 25 Jahre alten Anlagen geprägt, für die es teilweise keine Ersatzteile mehr gibt. Dringend notwendige Investitionen werden starr abgelehnt, sodass an den Linien nur noch provisorisch gebastelt wird. Durch den ständigen Mangel an Personal und Anlagenfahrern kann die geplante Produktion regelmäßig nicht erreicht werden. Hinzu kommt eine hohe Fluktuation in der Werksleitung: Jeder Führungswechsel reißt das wieder ein, was der Vorgänger aufgebaut hat. Auf Führungsebene fehlt es oft an fachlicher Qualifikation und Abstimmung. Während Aufstiege intern wegen des Personalmangels rasch möglich sind, fehlen echte Weiterbildungen und moderne Benefits wie ein JobRad. Bei Bonuszahlungen herrschen Unklarheiten und im Kündigungsprozess war der Betriebsrat nicht ausreichend eingebunden.
Verbesserungsvorschläge
Das Management muss dringend Stabilität und Kontinuität schaffen, anstatt bei jedem Führungswechsel alle Abläufe umzuwerfen. Führungsstellen sollten mit fachlich qualifizierten Personen besetzt werden. Zudem müssen Budgets für die Erneuerung der alten Anlagen freigegeben, klare Bonusregelungen geschaffen und moderne Benefits angeboten werden.
Arbeitsatmosphäre
Sehr chaotisch und unstrukturiert. Es fehlen klare Abläufe, was zu vermeidbarem Stress führt.
Image
Kein Budget für Technik oder Benefits, es wird nur noch gebastelt
Work-Life-Balance
Durch mangelnde Planung und ständige organisatorische Änderungen ist eine verlässliche Freizeitplanung kaum möglich.
Karriere/Weiterbildung
Man kann zwar schnell intern aufsteigen und den Bereich wechseln, da ständig Personalmangel herrscht und alles intern geregelt wird. Von außen hat man dagegen kaum eine Chance. Strukturierte Weiterbildung oder echte Qualifizierung gibt es jedoch kaum – man wird eher ins kalte Wasser geworfen.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt ist in Ordnung. Allerdings gibt es bei Bonuszahlungen erhebliche Lücken und Unklarheiten. Zudem sind moderne Standard-Benefits wie ein JobRad nicht vorhanden – das bieten heutzutage selbst Kleinbetriebe mit 2–5 Mitarbeitern.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Bei 20–25 Jahre alten Anlagen, die mangels Ersatzteilen nur notdürftig geflickt werden, kann von Nachhaltigkeit kaum die Rede sein. Soziale Verantwortung leidet zudem unter der hohen Belastung durch das tägliche Chaos.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kollegen auf der Fläche ist gut. Man hilft sich gegenseitig, weil die Organisation und die Vorgaben von oben oft unklar sind. Allerdings leidet die Stimmung im Team spürbar unter der fehlenden Struktur und dem ständigen Druck.
Umgang mit älteren Kollegen
Langjährige Erfahrung wird zwar genutzt, aber auf die körperliche und mentale Belastung der älteren Kollegen wird im täglichen Chaos kaum Rücksicht genommen.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Wahrnehmung (aus einer anderen Abteilung) agieren die Vorgesetzten der Instandhaltung sehr eigensinnig, unstrukturiert und wenig kooperativ. Die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit gestaltet sich dadurch extrem schwierig.
Arbeitsbedingungen
Sehr unstrukturierte Abläufe und hohe Belastung. Man arbeitet an teilweise 20–25 Jahre alten Anlagen, für die es teilweise nicht einmal mehr Ersatzteile gibt. Dringend benötigte Investitionen werden ständig abgelehnt. Stattdessen wird nur provisorisch geflickt, was den täglichen Ablauf extrem erschwert und zu unnötigem Stress führt.
Kommunikation
Mangelhaft und unkoordiniert. Informationen kommen zu spät oder gar nicht an. Anstatt klarer Vorgaben herrscht oft Durcheinander.
Gleichberechtigung
Von echter Gleichberechtigung kann kaum die Rede sein. Entscheidungen und Behandlung von Mitarbeitenden wirken oft willkürlich oder hängen von Sympathien der Vorgesetzten ab.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich gäbe es interessante Aufgaben. In der Praxis wird an den Anlagen und Produktionslinien jedoch täglich ohne klares Konzept oder echtes Fachwissen „herumgebastelt“, was ein professionelles Arbeiten extrem erschwert.

