Gut am Arbeitgeber finde ich
Gleitzeit, Homeoffice, Hunde im Büro erlaubt, Aktivitäten wie das Wegerechtsforum, Weihnachtsfeier und das Sommerfest, Wellpass
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie bei jedem Unternehmen gibt es Punkte, die aus meiner persönlichen Sicht verbessert werden könnten. Die entsprechenden Punkte habe ich in den jeweiligen Kategorien ausführlich beschrieben. Insgesamt ist die Bewertung als konstruktive Kritik aus meiner persönlichen Erfahrung zu verstehen und nicht als persönlicher Angriff.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist immer unterschiedlich wahrzunehmen, jenachdem wie es in den einzelnen Projekten so läuft. Hoher Druck und teilweise schlechte Stimmung in den Büros. Besonders wenn Projekte nicht gut laufen, ist die angespannte Stimmung im Arbeitsalltag deutlich spürbar. Hinzu kommt, dass auf die falschen Leute verstärkt geachtet wird was die Arbeitshaltung betrifft. Es gibt hier Kollegen bei denen man meinen könnte, die hätten einen Freifahrtschein…
Image
Zum Image kann ich nur begrenzt etwas sagen. In meinem persönlichen Umfeld haben die meisten noch nie von dem Unternehmen gehört. Intern wird die aktuelle Situation hingegen deutlich wahrgenommen.
Meiner Meinung nach sollte dabei nicht vergessen werden, dass es in erster Linie die Mitarbeiter sind, die ein Unternehmen am Laufen halten. Ohne engagierte Mitarbeiter funktioniert letztendlich auch die beste Führung nicht. Genau diese Wertschätzung sollte aus meiner Sicht stärker vermittelt und gelebt werden. Die Geschäftsführung ist da schon deutlich eher hinterher als vereinzelte Führungskräfte.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist für mich definitiv einer der größten Pluspunkte bei der DMT. Durch Gleitzeit und Kernarbeitszeit ist man im Alltag sehr flexibel. Wenn man mal später kommt, ist das kein Problem und man wird nicht direkt als unzuverlässig abgestempelt. Auch Homeoffice und individuelle Absprachen sind möglich.
Besonders positiv finde ich den Freitag: von 7 bis 13 Uhr arbeiten und anschließend ins Wochenende – besser geht es kaum. Auch die Tatsache, dass keine klassische 40-Stunden-Woche erforderlich ist, ist ein großer Pluspunkt.
Im Vergleich zu meinen bisherigen Arbeitgebern, bei denen feste Arbeitszeiten über einen Zeitraum stattfanden nach denen man gar keine Freizeit mehr hatte ausser am Wochenende und kaum Flexibilität herrschten, sind die Arbeitsbedingungen bei der DMT wirklich top. So eine Work-Life-Balance findet man meiner Erfahrung nach nicht überall und schätze ich sehr.
Karriere/Weiterbildung
Update: Ich sehe hier Verbesserungsbedarf. Ich habe den Eindruck, dass Entwicklungsmöglichkeiten für den Sachbearbeiter im Büro eingeschränkt sind. Früher konnte man zumindest noch über die eigene Entwicklung verhandeln, während man inzwischen in die Gehaltsklassen eingruppiert wird und man da auch nichts drehen kann. Ich erkenne den Grundgedanken dahinter, es soll für Gleichberechtigung sorgen allerdings hakt das dann beim Arbeitsumfang. Der eine arbeitet für das selbe Gehalt doppelt so viel als manch anderer…
Auch das Weiterbildungsangebot ist überschaubar. Gerade im Bereich Wegerecht gibt es leider wenige passende Angebote, sodass man sich vieles selbst organisieren müsste. Zudem werden interne Mitarbeiter zur Schulung eingesetzt, auch wenn diese aus meiner Sicht nicht immer über die nötigen Fähigkeiten verfügen, Inhalte verständlich zu vermitteln.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt sehe ich noch deutlich Luft nach oben. Gerade bei den aktuellen Spritpreisen muss man sich die tägliche Fahrt zur Arbeit mittlerweile überhaupt erst leisten können aber davon ist fast jeder Arbeitnehmer betroffen. Vom Gehalt kommt man allein durch den normalen Alltag, große finanzielle Spielräume bleiben jedoch kaum. Man hofft auf eine positive politische Wende aber auch ein bisschen mehr Unterstützung durch das Unternehmen selbst.
Das Urlaubsgeld ist zwar vorhanden, fällt allerdings sehr überschaubar aus. Die angebotenen Benefits sind grundsätzlich nett, ich persönlich nutze sie jedoch wenig bis gar nicht, letztendlich muss man sich diese auch leisten können. Ein besseres Grundgehalt wäre für mich daher deutlich wertvoller als zusätzliche Benefits.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Umweltbewusstsein sehe ich noch deutliches Verbesserungspotenzial. Gerade beim Thema Digitalisierung und Papierverbrauch wird sehr viel Papier verwendet und teilweise auch unnötig verschwendet. Im Vergleich zu den Nachhaltigkeitszielen, die man beispielsweise beim TÜV verfolgt, wirkt der aktuelle Umgang mit Papier bei uns noch sehr weit davon entfernt was wiederum für manche Projekte aber auch nicht komplett zu digitalisieren geht.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt hängt aus meiner Sicht stark davon ab, in welchem Team bzw. mit welchen Kollegen man arbeitet. In meinem direkten
Arbeitsumfeld kann ich mich grundsätzlich nicht beschweren, mein Umfeld habe ich mir über die Zeit auch selbst ausgesucht und mit den entsprechenden Kollegen funktioniert die Zusammenarbeit gut.
Natürlich muss man mit seinen Kollegen nicht zwangsläufig privat ein „Kaffeekränzchen“ halten. Entscheidend ist für mich vielmehr, dass man sich aufeinander verlassen kann und bei der Arbeit zusammenhält. Wenn man die richtigen Leute gefunden hat, ist der Zusammenhalt meiner Erfahrung nach durchaus gut.
Gleichzeitig sollte man meiner Meinung nach auch immer zuerst bei sich selbst anfangen und das eigene Verhalten reflektieren, bevor man sich über das Verhalten anderer Kollegen beschwert. Insgesamt sehe ich den Kollegenzusammenhalt daher eher differenziert: Im passenden Team kann er sehr gut sein, ist aber stark von der jeweiligen Zusammensetzung abhängig.
Umgang mit älteren Kollegen
Zum Umgang mit älteren Kollegen kann ich nur begrenzt etwas sagen, da ich hier keine großen negativen Erfahrungen gemacht habe. Die älteren Kollegen werden meiner Wahrnehmung nach genauso in den Arbeitsalltag und in die Zusammenarbeit einbezogen wie die jüngeren Mitarbeiter.
Persönlich komme ich mit den älteren Kollegen sehr gut klar und empfinde den Umgang als unkompliziert. Wenn ich überhaupt einen Unterschied feststellen müsste, habe ich eher den Eindruck, dass jüngere Mitarbeiter teilweise weniger berücksichtigt bzw. weniger ernst genommen werden als erfahrenere Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist aus meiner Sicht sehr unterschiedlich. Mit den meisten Vorgesetzten habe ich keine größeren Probleme, allerdings gibt es einzelne Führungskräfte, bei denen ich die „Einstellung“ auf manche Themen fragwürdig finde. Aber das empfindet auch jeder anders.
Ich finde es schade, dass teilweise Dinge versprochen werden bzw. es Entscheidungen getroffen werden und man sich nicht darauf verlassen kann. Zudem habe ich teilweise den Eindruck, dass Entscheidungen und Einschätzungen nicht für alle Mitarbeiter gleichermaßen nachvollziehbar sind. Hier würde ich mir mehr Transparenz und eine einheitliche, nachvollziehbare Bewertung wünschen.
Bei abweichenden Meinungen wünsche ich mir einen offeneren Umgang mit unterschiedlichen Sichtweisen und mehr Raum für sachliche Diskussionen. Auch die Einschätzung von Mitarbeitern empfinde ich nicht immer als objektiv.
Arbeitsbedingungen
Update: Bei den Arbeitsbedingungen gibt es aus meiner Sicht deutlichen Verbesserungsbedarf. Die technische Ausstattung ist teilweise sehr minderwertig. Leider sind wir wie erwähnt an den TÜV Nord gebunden was das etwas erschwert.
Auch ergonomisch besteht Luft nach oben. Maus und Tastatur sind nicht optimal, die Bürostühle teilweise unbequem und höhenverstellbare Tische eher die Ausnahme. Aber mit dem Umzug werden sich diesbezüglich einige Punkte deutlich verbessern, die Freude ist groß.
Wasser steht zur Verfügung. Der Kaffee ist allerdings eine Zumutung aber auch da wurde man gehört und es gibt bald ein deutliches Upgrade.
Kommunikation
Update: Die Kommunikation innerhalb des Unternehmens hat sich gebessert, man merkt, dass sich mehr dafür eingesetzt wird Informationen über die aktuelle Situation in Projekten, wichtige Entwicklungen oder bestehende Probleme zu kommunizieren allerdings muss da weiterhin dran gearbeitet werden. Was trotzdem noch zu Bemängeln ist, dass Entscheidungen zudem teilweise getroffen werden ohne die betroffenen Mitarbeiter ausreichend einzubeziehen. Man wartet noch auf angekündigte Veränderungen aber bislang merkt man nicht super viel davon.
Positives Feedback zu guter Mitarbeit und Engagement sollte mehr gelebt werden.
Gleichberechtigung
Bei der Gleichberechtigung habe ich teilweise den Eindruck, dass nicht alle Mitarbeiter gleich behandelt werden. Teilweise sind für mich Entscheidungen und unterschiedliche Bewertungen zwischen Mitarbeitern nicht vollständig nachvollziehbar. Auch untereinander zwischen Kollegen und Kolleginnen wird da eine Ungleichheit vermittelt mit fragwürdigen Meinungen.
Auch die Unterschiede zwischen Außen- und Innendienst empfinde ich nicht immer als ausgewogen.
Insgesamt würde ich mir wünschen, dass Leistung und tatsächliche Arbeitsbelastung stärker als Grundlage für die Bewertung und Vergütung herangezogen werden und bei der Behandlung einzelner Mitarbeiter eine möglichst objektive und nachvollziehbare Bewertung im Vordergrund steht.
Interessante Aufgaben
Wie interessant und abwechslungsreich die Aufgaben sind, hängt meiner Erfahrung nach stark davon ab, in welchem Projekt und Büro man eingesetzt ist. Es gibt durchaus interessante Projekte, allerdings kann es auch schnell eintönig werden. Ist man über einen längeren Zeitraum mit den gleichen Aufgaben betraut, fühlt es sich teilweise eher wie Fließbandarbeit an, immer wieder die gleichen Arbeitsschritte und Abläufe.
Auch eigenständiges Arbeiten wird aus meiner Sicht nicht immer wirklich gefördert. Gerade hier sehe ich einen Widerspruch zu dem Anspruch, selbstständiges Arbeiten zu ermöglichen bzw. zu erwarten.