Festgefahren in verhärteten Strukturen trifft Micromanagement
Verbesserungsvorschläge
aufhören mit Micromanagement und Fokus auf echte Reformen. Ich habe den Eindruck, teilweise fehlt sehr viel Wissen, was Technologien angeht, mit denen man sich den Alltag leichter machen kann (z.B. KI). Wahnsinnig viele Excel-Tabellen, Prüfung von Daten usw. Wenn man sich trauen würde, mehr in Technologien zu investieren und offener dafür zu werden, wäre schon viel getan. Mehr Fokus auf "die einfachen Leute" statt auf die Führungskräfte und die Unternehmenspolitik. Vertrauen von den Mitarbeitenden fördern.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist gedrückt. Durch viel Druck - vor allem durch Führungskräfte und Entscheidungen der Geschäftsführung, die extrem kurzfristig kommuniziert werden - herrscht eine nahezu geladene Stimmung. Unterhaltungen über die Arbeit sind extrem negativ geprägt. Meiner Meinung nach eine Atmosphäre, die auf Dauer krank machen kann. Der einzige Grund, warum ich 2 statt 1 Stern vergebe ist die Atmosphäre im Team, die das Ganze ein wenig hebt.
Work-Life-Balance
gute Betriebsvereinbarung zum Thema Mobilarbeit mit Möglichkeit der individuellen Regelung mit der Führungskraft. Teilweise 4 Tage Homeoffice möglich. Andererseits strenges Festhalten an Anwesenheit in Präsenzterminen, an sich total nachvollziehbar und auch in Ordnung, allerdings wird auf Krankheit oder Anfahrtsweg für Jour Fixe, in denen es am Ende keine Themen gibt, wiederum keine Rücksicht genommen wird. Aber grundsätzlich wird das echt gut gehandhabt.
Gehalt/Benefits
gerade in administrativen Tätigkeitsfeldern meiner Meinung nach echt ok.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
hier wird dran gearbeitet, aber vor allem in Punkten, die das Image nach außen betreffen (z.B. Lieferautos sind e-betrieben), aber nach innen habe ich in meinem Bereich nicht viel davon gespürt. Zwar wird das Leasing von Elektro-Firmenwagen vom Arbeitgeber unterstützt, aber das ist meiner Meinung nach viel zu wenig - es müsste was am Umweltbewusstsein im Kern getan werden, weil auch ein e-Auto ist schlecht für die Umwelt, wenn man sich die Herstellung anschaut. Dokumente werden gedruckt, um eingescannt und weggeschmissen zu werden. Vollkommener Irrsinn.
Kollegenzusammenhalt
Vor einiger Zeit hätte ich hier 4-5 Sterne vergeben können und auch wollen, allerdings zeigt sich in Drucksituationen, wie eng man tatsächlich zusammensteht. Ich habe für mich feststellen müssen, dass am Ende doch einige nur für sich kämpfen. Der andere Teil der Kollegen ist aber wirklich eingespielt, verlässlich und stützt sich aneinander.
Umgang mit älteren Kollegen
in meinem direkten Umfeld war alles okay.
Vorgesetztenverhalten
grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass lieber an schlechten Führungskräften festgehalten wird, als dass man versucht, gute Fachkräfte zu halten. Stellen werden nicht nachbesetzt, obwohl der Bedarf groß ist - stattdessen werden neue Stellen mit Führungsverantwortung geschaffen. Das trifft auf Unverständnis. Das Verhältnis war eher schwierig - auf der einen Seite sollte alles harmonisch und fast freundschaftlich sein, aber der anderen Seite war immer der Daumen drauf, das Vertrauen sehr gering und die Kontrolle recht hoch. Das wurde auch gespiegelt, ist jedoch auf totales Unverständnis gestoßen. Grundsätzlich wenig Empathie und Sozialempfinden.
Arbeitsbedingungen
2 Sterne wegen der guten Work-Life Balance, sonst würde ich 1 geben. Ergibt sich aus den oben bereits geschilderten Punkten.
Kommunikation
Als Angestellter fühlt man sich überwiegend nicht abgeholt. Es gibt Möglichkeiten, sich selbst Informationen zu beschaffen aber proaktiv vonseiten Geschäftsführung oder Führungskraft wird kaum kommuniziert. Wenn, dann sehr intransparent, sodass sich das Gesagte inhaltlos anfühlt. Hinhaltestrategien sind leider zur Tagesordnung geworden.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern: hier ist mir nichts Negatives aufgefallen, aus meiner Sicht alles gut.
Gleichberechtigung zwischen außertariflichen und tariflichen Mitarbeitenden: keineswegs vorhanden. Natürlich sind aufgrund von höherer Verantwortung oder auch Personalführung andere Vertragskonditionen gerechtfertigt, allerdings nicht in dem Ausmaß. Auf der einen Seite soll massiv gespart werden, was sich dann z.B. an Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei tariflichen Mitarbeitenden widerspiegelt, die nicht genehmigt werden, auf der anderen Seite haben aber fast alle außertariflichen Mitarbeiter z.B. die Möglichkeit, einen Firmenwagen zu fahren, 30 Tage Urlaub und auch einige andere Benefits, die für tarifliche Mitarbeitende nicht gelten. Tarifangestellte müssen sich ihren Urlaubsanspruch durch Betriebszugehörigkeit verdienen - starten also pauschal mit 26 Tagen und erhalten alle 3 Jahre (!) einen dazu. Absolut nicht zeitgemäß.
Interessante Aufgaben
2 Sterne Abzug wegen vollkommen unverhältnismäßigem Workload durch Micromanagement auf allen Ebenen. Ansonsten aber super vielfältige Aufgaben in einer großen Bandbreite. Super interessant meiner Meinung nach, allerdings gab es einfach nicht die Zeit, sich in eine Sache mal so richtig einzudenken.