Auf dem Papier schön, aber...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Keine Kernarbeitszeit, und i. d. R. muss man während der Ferien lediglich "erreichbar" sein, jedoch nicht in der Schule anwesend.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Man wird mit Arbeitspensum überfrachtet, macht dann aus Überlastung Fehler und wird dafür dann gescholten und gemieden. Das Kollegium sowie die Schulleitung machen sich gerne vor, sie seien wie eine Familie. Dies endet jedoch schlagartig, sobald man zum Übermaß an Arbeitsaufkommen auch mal Nein sagt.
Verbesserungsvorschläge
1.) Weniger Visionen und mehr Blick für realisierbare Ambitionen. 2.) Wenn ein Mitarbeiter äußert, dass es Spannungen im Kollegium gibt, nicht mit "Das bilden Sie sich alles nur ein" reagieren. 3.) Mitarbeiter nach ihren Begabungen und Talenten einsetzen, nicht danach, wo "Not am Mann" ist.
Work-Life-Balance
Eher Work-Work-Balance. Es gibt derart viel zu tun, besonders mit einer Klassenleitung auf dem Tisch, dass es kaum zu schaffen ist. Ernährung, freie Wochenenden oder Ferien während der Ferien leiden darunter, sodass es viel Mut braucht, um an den richtigen Stellen Nein zu sagen (was einen ja wiederum unbeliebt bei den Kollegen macht).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch hier ist die Schulleitung sichtlich bemüht zu handeln. Allerdings sind die Ideen in der Regel so fantasiert, dass sie sich kaum oder gar nicht realisieren lassen.
Karriere/Weiterbildung
Seiteneinstieg für Lehrkäfte "QualiVO" wird unterstützt sowie einzelne branchenübliche Tagesseminare ("Schilf").
Kollegenzusammenhalt
Gut, sofern man sich mit den Lehrkräften gut versteht, die sich mit der Chefetage gut verstehen. Unterläuft einem auf dem täglichen Arbeitskarussell ein Fehler, wird man geschnitten und büßt deutlich spürbar an sozialer Stellung ein, fast so, als hätte man seine eigenen Eltern verärgert oder enttäuscht.
Vorgesetztenverhalten
Wenig integer. Eltern erhalten viel zu viel Forum und Macht und bestimmen so letztendlich den pädagogischen Handlungsrahmen von Lehrkräften.
Arbeitsbedingungen
Die Schulleitung ist deutlich bemüht, jedoch scheitert vieles an der übergeordneten Führungsebene.
Kommunikation
Häufig weiß die linke Hand nicht, was die rechte tut. Jede Lehrkraft kocht ihr eigenes Süppchen vor sich hin, da genaue Regelungen in einem Meer von Einzel-Emails versumpfen. Vieles wird einem vor Unterzeichnen des Arbeitsvertrages sehr rosig dargestellt - später, wenn es daran geht, die Versprechen einzulösen, sieht die Sache anders aus. Zu viele Personalentscheidungen werden still und leise im Hinterzimmer getroffen.
Gehalt/Benefits
Branchenüblich an TV-L angelehnt.
Interessante Aufgaben
Es gibt immer wieder Projektideen, die von verschiedenen Kollegen umgesetzt werden, in die man sich dann mit einbringen kann.