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Bewertung

Fragwürdige Personalpolitik – survival of the fittest

2,5
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Dr. Ausbüttel GmbH & Co. KG in Dortmund gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Zu Beginn meiner Zeit im Unternehmen, war ich wirklich begeistert. Es fand eine tolle Einarbeit statt und auch so hat man sich relativ schnell angekommen gefühlt. Blickt man aber mit der Zeit mehr und mehr hinter die Kulissen, wird einem klar, dass hier so einige Dinge nicht passen und die Entwicklung in die völlig falsche Richtung geht. Resignation und Demotivation macht sich mehr und mehr breit.
Stark abhängig ist die Atmosphäre im Unternehmen von der Laune und des Wohlbefindens einer Person.

Image

Schade, am Anfang dachte ich echt, Wow Dr. Ausbüttel engagiert sich wirklich in sehr vielen sozialen Projekten, wenn man jedoch mehr und mehr hinter die Kulissen blickt, entsteht der Eindruck, dass es sich in vielerlei Hinsicht auch nur um social greenwashing handelt. Soziales Engagement bedeutet für mich, dies nicht nur nach Außen zu projizieren, sondern auch nach innen zu leben. Dies wird leider nicht konsequent umgesetzt.
Zudem wird an vielen Formaten nicht aus intrinsischer Motivation teilgenommen, sondern einfach weil es erwartet wird und man Angst vor Konsequenzen haben muss. Nur ein kleiner Teil im Unternehmen lebt das soziale Engagement ehrlich und konsequent.

Work-Life-Balance

Ist in in den Abteilungen sehr, sehr unterschiedlich. Es wird relativ häufig verlangt, am Abend oder am Wochenende an verschiedenen Formaten intern und/oder extern teilzunehmen. Auch fühlt man sich irgendwie gezwungen an freiwilligen Formaten nach der Arbeitszeit teilzunehmen, nur um dort gesehen zu werden und (geheucheltes) Interesse zu bekunden.

Karriere/Weiterbildung

Ist nur Ja-Sagern vorbehalten, ansonsten wird man relativ klein gehalten.

Gehalt/Benefits

Das Grundgehalt ist in meinem Bereich angemessen. Urlaubsgeld wird gezahlt. Bei der Jahresendgratifikation, die ausdrücklich nicht als Weihnachtsgeld deklariert wird, werden Krankentage monetär abgezogen. Allerdings wird dies von Bereich zu Bereich unterschiedlich gehandhabt und geschieht nach Nase und nach Gusto der Führungskraft.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sozialbewusstsein wird nur nach außen gelebt. Die Gesundheit der eigenen Mitarbeiter wird ignoriert. Es wird erwartet, dass man sich auch krank zur Arbeit schleppt und seine Leistung weiter im vollem Umfang bringt.
Statt Mitarbeiter zu unterstützen oder Lösungen zu finden, werden Mitarbeiter, die ihre Leistung vorübergehend nicht zu 100% bringen (können), aussortiert, es sei denn sie sind für die Außendarstellung dienlich. Hier findet auch wieder keine Kommunikation statt und die Personen werden vor vollendete Tatsachen gestellt.
Nach außen wird aber gepredigt, dass niemand etwas dafür kann, in welchem Körper man geboren wird – nach innen wird eine Survival of the fittest Mentalität gelebt.

An dem Thema Nachhaltigkeit muss dringend gearbeitet werden, z.B. kommen postalische Mailings kistenweise zurück, weil unüberarbeitete Adresslisten verwendet werden. Oftmals werden Dinge mehrfach bestellt, obwohl im Unternehmen schon vorhanden, aber die Kommunikation fehlt oder keiner weiß wo sie sich im Unternehmen befinden usw.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist größtenteils gegeben. Es gibt aber immer Experten, die sich für etwas besseres halten und meinen, sie wären weisungsbefugt, obwohl sie es nicht sind. Solange man diese aber gewähren lässt und nicht gegengesteuert wird, muss man sich irgendwie damit arrangieren, wenn man auch noch eng mit diesen Personen zusammen arbeiten muss.

Vorgesetztenverhalten

Die meisten Vorgesetzten sind wie Fähnlein im Wind und reden der Geschäftsführung und dem Inner Circle nur nach dem Mund, um selbst gut dazustehen und ein relativ unkompliziertes Dasein zu genießen. Es werden vermehrt Personen an Führungspositionen gesetzt, die wenig bis keine Führungserfahrung haben, da diese vermutlich besser von der Geschäftsführung und dem Inner Circle beeinflussbar sind.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind herausfordernd. Durch das starke Wachstum des Unternehmens, hat man versäumt, Prozesse entsprechend anzupassen. Diese immer als Wachstumsschmerzen zu deklarieren, wird auf die Dauer langweilig. Es werden Personen eingestellt und Berater engagiert, die gewisse Erfahrungen und Expertise mitbringen, wenn man sich aber nicht auf deren Empfehlungen einlässt und immer nur die eigene Vorgehensweise für die richtige hält, werden die sogenannten Wachstumsschmerzen auch nicht kleiner. Neue Mitarbeiter, die für ihre Expertise eingestellt worden sind und die das Unternehmen mit dieser nachhaltig weiter bringen könnten, geben nach kurzer Zeit resigniert auf.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist schlecht. Es finden zwar regelmäßig Mitarbeiterbesprechungen und ähnliche Formate statt. Hier wird jedoch nur viel geredet, aber wenig gesagt. Themen, die die Mitarbeiter tatsächlich umtreibt, wie z.B. die aktuell gefühlt recht hohe Quote an Entlassungen (langjährige Mitarbeiter und Probezeitler) werden tot geschwiegen. Dadurch erhöht sich der Flurfunk („man weiß ja hier nie, wie lange man hier noch arbeitet“) und die Unsicherheit. Zudem werden viele Themen scheinbar nur mit auserwählten Personen geteilt bzw. es gibt einfach viel zu viele Kanäle. Hier blickt im oftmals stressigen Arbeitsalltag keiner mehr durch. Auch die Anliegen, die jedes Jahr zu Beginn des Jahres im Mitarbeiter-Workshop wiederholt auflaufen, werden nicht angegangen oder es wird nicht transparent kommuniziert, wie oder an was gearbeitet wird bzw. Lösungen präsentiert. Unangenehme Themen werden tot geschwiegen oder übergangen.

Interessante Aufgaben

Es gibt leider wenig interessante Aufgaben, auch wenn man danach fragt, wird es leider ausgesessen oder ignoriert. Man hat das zu erledigen, was man aufgetragen bekommt. Eigeninitiative ist leider nur bei auserwählten Personen erwünscht. Der Wert Freiheit wird somit nicht wirklich gelebt. Sobald man Eigeninitiative ergreift und z.B. Neuerungen und Änderungen einbringt, bekommt man zu verstehen, dass man dies zu unterlassen hat. Wenn einem gesagt wird, „spring!“, gibt es nur die Möglichkeit zu fragen, „wie hoch?", Alternativen unerwünscht.


Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

Kim Uridat, Talent Acquisition Manager
Kim UridatTalent Acquisition Manager

Schade, dass dein Eindruck von deiner Zeit bei uns offenbar von Unzufriedenheit geprägt ist. Wir wissen: In Zeiten, in denen Unzufriedenheit überwiegt, rücken Enttäuschung und Frust in den Vordergrund – und viele gute und produktive Momente in den Hintergrund. Wir sind dankbar für deine Leistung und das, was du bei uns bewegst.

Unter „Survival of the fittest“ verstehen wir nicht „die Stärksten überleben“, sondern – im darwinschen Sinn – die, die lernen, sich neuen Herausforderungen anzupassen und gemeinsam Lösungen zu finden. Das birgt die Herausforderung, auf beiden Seiten ein ähnliches Tempo zu halten – in der persönlichen Entwicklung, aber auch im Wachstum des Unternehmens.

Der Blick hinter die Kulissen ist wichtig. Er soll bestärken und ermutigen, mitzugestalten. Ein Weg, den wir selten alleine gehen können und auf dem wir Resignation und Demotivation nicht hinnehmen wollen.

Ja, es gibt Formate außerhalb der regulären Arbeitszeit – intern wie extern. Sie sind freiwillig und seit vielen Jahren Teil unserer Kultur. Viele unserer Mitarbeitenden nehmen daran aus eigener Motivation teil, weil sie Interesse am Austausch und an den Inhalten haben – definitiv nicht, um „gesehen“ zu werden. Wir sind ein leistungsorientiertes Unternehmen mit vielen Veranstaltungen, Kundenkontakt und Fortbildungen – das gehört dazu. Was wir ausdrücklich nicht erwarten: Dauerverfügbarkeit oder die Aufgabe des Privatlebens.

Wir finden es schade, dass du die Kommunikation als schlecht empfindest, sehen aber auch klare Grenzen: Personalentscheidungen gehören in einen geschützten Rahmen. Aus Respekt vor allen Beteiligten werden solche Themen nicht in großen Runden ausgetragen. Dafür sind direkte Gespräche mit Führungskräften und HR die richtigen Orte.

Es fällt uns schwer, Wachstumsschmerzen als etwas anderes zu bezeichnen als das, was sie sind – Wachstumsschmerzen. Gleichzeitig bringt Wachstum Chancen für Verantwortung, Entwicklung und Gestaltung.

Niemand fordert ein, dass man krank zur Arbeit kommt. Im Gegenteil: Wir weisen regelmäßig auf Gesundheitsangebote und unterstützende Maßnahmen hin. Viele Menschen mit Behinderungen bestätigen ein inklusives und verständnisvolles Arbeitsumfeld – darauf legen wir großen Wert.

Beim Thema soziales Engagement sind wir eindeutig: Das ist für uns kein Imageprojekt. Spenden, Partnerauswahl und Wirkung folgen klaren Kriterien. Über einen großen Teil unseres Engagements berichten wir bewusst nicht öffentlich. Den Vorwurf des „Green-/Social-Washings“ weisen wir daher entschieden und vehement zurück.

Wir danken dir nochmals für dein offenes Feedback und stehen dir für ein vertrauliches Gespräch jederzeit zur Verfügung.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.