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Dr. 
Ausbüttel 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Hochleistung nur für andere, nicht die eigenen Angestellten

2,9
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei Dr. Ausbüttel GmbH & Co. KG in Dortmund gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Führungskräfte und Mitarbeitende, die es hinbekommen, gleichzeitig ihre Arbeit zu tun und andere Menschen freundlich und würdevoll zu behandeln.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die angesprochenen Punkte in den Verbesserungsvorschlägen. Außerdem ist eine persönliche Lektion, die ich gelernt habe, dass einen als Angestellten die HR-Abteilung nicht vor Fehlverhalten einer Führungskraft schützt. Das gilt nicht nur spezifisch für diesen Arbeitgeber. (Im Zweifelsfall schützt HR das Unternehmen, dafür sind sie da.) Daher als letzten Punkt: das Schlimmste ist, dass es keinen Betriebsrat gibt. Die Geschäftsführung wird ihr Möglichstes tun, dass das lange so bleibt. Ich würde nicht nochmal für so ein Unternehmen arbeiten.

Verbesserungsvorschläge

…werden durch Blockierung von ganz oben eh nichts bringen, aber: ihr könnt Hochleistung nicht von jeder Person unter denselben Bedingungen erwarten. Das sollte eigentlich logisch sein. Menschen sind verschieden, die Umstände, unter denen sie langfristig viel leisten können, auch. Die Argumentation von oben stellt das als individuelles Problem der Angestellten dar, aber damit zieht ihr euch aus der Verantwortung als Arbeitgeber.
Home Office ist für Abteilungen, die hauptsächlich am Laptop arbeiten, durchaus sinnvoll und sollte tageweise erhöht werden (mehr als maximal ein Tag pro Woche). Kommuniziert euren Hochleistungsanspruch transparent und konkret (nicht nur mit Buzzwords). Und prüft eure Führungskräfte besser - für sie sollten keine geringeren Verhaltensstandards gelten als für andere. Fragt die Personen, die direkt unter ihnen arbeiten, regelmäßig.

Arbeitsatmosphäre

Kommt stark auf die Personen und Abteilungen an, mit denen man es zu tun hat.

Image

Außendarstellung ist top, sagt für Angestellte aber nichts über den internen Arbeitsalltag aus.

Work-Life-Balance

Ein Stück weit ist das Eigenverantwortung, aber u.a. durch meine Führungskraft und die absurden Deadlines/Erwartungen anderer Fachbereiche hat meine Balance extrem gelitten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Sozialbewusstsein wird (zumindest für „Menschen, die uns brauchen“ = Kund*innen) groß geschrieben. Für die eigenen Mitarbeitenden gibt‘s den permanenten Hochleistungsanspruch unter unflexiblen Arbeitsbedingungen und teils schlimmen Führungskräften. Klingt nach sozialer Doppelmoral? Ist es auch.
Umweltbewusstsein ist okay, denke ich. Luft nach oben ist immer.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb meiner Abteilung war der Zusammenhalt super.

Vorgesetztenverhalten

Ich hatte eine furchtbare Führungskraft. Von regelmäßigen Grenzüberschreitungen (an freien Tagen Arbeit einfordern), Micromanagement hin zu Druck- und Drohverhalten war alles dabei.

Arbeitsbedingungen

Hier gilt One size must fit all. Entweder man findet seine Nische in diesem Hochdruck-/Hochleistungsumfeld oder man fliegt. Großraumbüro ohne Rückzugsmöglichkeiten und praktisch kaum erlaubte Home Office Tage machen neurodivergenten Menschen die tägliche Arbeit dort extrem schwer. Wer körperlich eingeschränkt ist, bekommt vielleicht noch Zugeständnisse, ansonsten nicht.

Kommunikation

Anfangs dachte ich „top“, nach ein paar Monaten fällt dann die Fassade.

Gehalt/Benefits

War gut.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren gut gemischt zwischen alltäglich und neu/spannend.

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Arbeitgeber-Kommentar

Kim Uridat, Talent Acquisition Manager
Kim UridatTalent Acquisition Manager

Einige deiner Wahrnehmungen aus deiner ausführlichen Rückmeldung nehmen wir ernst – bei einigen Schlussfolgerungen widersprechen wir aber auch klar.
Wir haben einen hohen Leistungsanspruch, erwarten Eigenverantwortung und führen Diskussionen direkt und sachlich konstruktiv. Dazu gehört, dass nicht jede Idee umgesetzt wird, Entscheidungen auch mal unbequem sind und Führung fordert. Uns ist bewusst, welch wichtige Rolle gute Führung für die Zufriedenheit und Entwicklung unserer Mitarbeitenden spielt. Deshalb investieren wir gezielt in die Weiterentwicklung unserer Führungskräfte – unter anderem durch regelmäßige Entwicklungsprogramme.
Mit unserer Priorität „Hochleistung für Menschen, die uns brauchen“ identifiziert sich laut unserer letzten Mitarbeitendenbefragung eine deutliche Mehrheit und weiß, was dies für die eigene Arbeit konkret bedeutet. Ja, in unserer Priorisierung stehen Kunden und soziale Partner vor den Mitarbeitenden. Das bedeutet explizit, dass uns unsere Mitarbeitenden wichtig sind, deshalb gibt es Weiterentwicklungs- und Gesundheitsangebote, viele Möglichkeiten für Austausch und gemeinschaftliche Aktionen sowie individuelle Unterstützung. Menschen sind unterschiedlich – und das ist gut so. Was für uns aber nicht verhandelbar ist, sind Haltung und Verantwortungsbereitschaft.
Auch beim Thema Präsenzarbeit sind wir bewusst klar: Wir arbeiten vier Tage die Woche vor Ort, kommunizieren dies aber auch sehr klar ab dem ersten Kontakt. Denn Kultur, echtes Miteinander und gute Zusammenarbeit entstehen für uns vor allem im persönlichen Austausch und nicht ausschließlich digital. Dieses Umfeld passt nicht zu jedem und das ist völlig in Ordnung.
Wenn die Vorstellungen von Leistung, Führung und Zusammenarbeit weit auseinanderliegen, ist es am Ende wahrscheinlich für beide Seiten gut, dass man den Weg nicht gemeinsam beschreitet.
Für Deine Zukunft wünschen wir dir alles Gute.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.