Seit vielen Jahren gern hier, anspruchsvoll, kollegial und besser als manche Bewertung vermuten lässt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv finde ich die insgesamt sehr angenehmen Arbeitsbedingungen, das moderne und helle Kanzleigebäude, die gute technische Ausstattung und die sehr zuverlässige IT. In meiner Abteilung erlebe ich die Zusammenarbeit als konstruktiv, respektvoll und unterstützend, auch in belastenden Phasen. Hinzu kommen interessante und fachlich anspruchsvolle Aufgaben, bei denen man sich über Jahre weiterentwickeln kann. Auch der Kollegenzusammenhalt, die Wertschätzung langjähriger Mitarbeiter sowie die Bereitschaft, in besonderen persönlichen Situationen pragmatisch zu unterstützen, sind für mich klare Pluspunkte. Die Kanzlei hat zudem in ihrer Nische einen sehr guten Ruf und steht für hohe fachliche Qualität.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Kritisch sehe ich vor allem, dass es bei der Kommunikation aus der obersten Führungsebene und bei einzelnen Entscheidungen noch Verbesserungsbedarf gibt. Außerdem sind Unterschiede zwischen juristischen und nichtjuristischen Mitarbeitern in manchen Bereichen weiterhin spürbar. Auch das Thema Gehalt bleibt ein Schwachpunkt, weil gute und langjährige Mitarbeiter aus meiner Sicht nicht immer in dem Maß honoriert werden, wie es angemessen wäre. Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten hängen zudem stark von der jeweiligen Position ab, wodurch nicht alle Mitarbeitergruppen gleichermaßen profitieren.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht sollte vor allem die Kommunikation aus der Kanzleileitung direkt in Richtung Mitarbeiter noch klarer, nachvollziehbarer und einheitlicher werden. Außerdem wäre es sinnvoll, die Gleichbehandlung zwischen juristischen und nichtjuristischen Mitarbeitern weiter zu verbessern, sowohl im Arbeitsalltag als auch bei Ausstattung, Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten. Auch beim Gehalt sehe ich noch Potenzial, insbesondere bei langjährigen und besonders leistungsstarken nichtjuristischen Mitarbeitern, die für den laufenden Betrieb eine tragende Rolle spielen. Daneben sollte der bereits eingeschlagene Weg bei Digitalisierung, flexiblen Arbeitsmodellen und moderner Arbeitsorganisation konsequent weiterverfolgt werden.
Arbeitsatmosphäre
In meiner Abteilung erlebe ich die Arbeitsatmosphäre als konstruktiv und respektvoll. Auch bei hoher Belastung funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut, man unterstützt sich gegenseitig und steht füreinander ein. Ich fühle mich im Arbeitsalltag sehr wohl und komme gerne zur Arbeit. Wie in jedem größeren Unternehmen gibt es auch einzelne schwierige Konstellationen, sie prägen für mich aber nicht die allgemeine Arbeitsatmosphäre.
Kommunikation
In meinem Bereich werden Informationen klar und in der Regel rechtzeitig weitergegeben. Es gibt regelmäßige Besprechungen, Austauschformate und mindestens einmal im Jahr ausführliche, protokollierte Mitarbeitergespräche. Offene Themen können angesprochen werden und auf Ebene der Abteilungsleitung wird erkennbar versucht, Lösungen zu finden. Verbesserungsbedarf sehe ich weiterhin bei der Kommunikation aus der Kanzleileitung direkt in Richtung Mitarbeiter, insbesondere wenn Entscheidungen nicht ausreichend nachvollziehbar vermittelt werden.
Kollegenzusammenhalt
Den Kollegenzusammenhalt empfinde ich insgesamt als sehr gut. Besonders in meiner Abteilung ist der Umgang respektvoll und unterstützend, auch in arbeitsintensiven Phasen. Natürlich gibt es in einem größeren Unternehmen nicht nur Harmonie und auch mal Eigeninteressen oder Lästereien, insgesamt überwiegt für mich aber klar das Miteinander. Auch abteilungsübergreifend hat sich der Zusammenhalt in den letzten Jahren positiv entwickelt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist aus meiner Sicht stark von Abteilung, Position und Arbeitsphase abhängig. Es gibt belastende Zeiten mit höherem Arbeitsaufkommen, aber auch ruhigere Phasen, in denen Überstunden wieder abgebaut werden können. Urlaub ist nach meiner Erfahrung grundsätzlich unproblematisch möglich, und auf familiäre Belange wird Rücksicht genommen. Homeoffice und flexible Lösungen sind dort gut umsetzbar, wo es die jeweilige Tätigkeit zulässt.
Vorgesetztenverhalten
Die Abteilungsleiter erlebe ich überwiegend als korrekt, ansprechbar und engagiert im Umgang mit ihren Mitarbeitern. Anliegen und Probleme können angesprochen werden, und es besteht erkennbar der Wille, Lösungen zu finden. Kritischer sehe ich das Verhalten der Kanzleileitung, das in der direkten Wirkung auf Mitarbeiter nicht immer nachvollziehbar oder optimal ist. Insgesamt ist das für mich ein gemischtes Bild, aber deutlich weniger problematisch, als es teilweise dargestellt wird.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind aus meiner Sicht ein klarer Pluspunkt. Die Insolvenzverwaltung ist eine sehr spezielle, aber zugleich äußerst vielfältige Tätigkeit, in der man fachlich nie wirklich auslernt. Gerade in der Verfahrensabwicklung und im Verfahrensabschluss entwickelt man sich über Jahre weiter und kann Schritt für Schritt mehr Verantwortung übernehmen. Das gilt aber auch in anderen Abteilungen!
Gleichberechtigung
Die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen erlebe ich in der Kanzlei als unproblematisch. Frauen und Männer sind in verantwortlichen Positionen vertreten und werden anerkannt. Kritischer sehe ich aber die Unterschiede zwischen juristischen und nichtjuristischen Mitarbeitern. Diese zeigen sich teilweise im Arbeitsalltag und in der Kommunikation. Das Thema ist aus meiner Sicht erkannt worden und es hat sich bereits verbessert, vollständig gelöst ist es aber noch nicht.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen und langjährige Mitarbeiter werden nach meinem Eindruck sehr respektvoll behandelt und sichtbar wertgeschätzt. Langjährige Betriebszugehörigkeit wird nicht nur wahrgenommen, sondern auch ausdrücklich anerkannt. Im täglichen Miteinander erlebe ich keine negativen Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Kollegen, vielmehr wird Erfahrung als etwas Positives gesehen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind aus meiner Sicht ein klarer Pluspunkt. Das Kanzleigebäude ist modern, hell und insgesamt sehr angenehm, auch das Raumklima ist durch die Klimatisierung gerade im Sommer ein großer Vorteil. Die Arbeitsplätze sind gut ausgestattet, Büromaterialien sind unkompliziert verfügbar und technisch ist die Kanzlei sehr gut aufgestellt. Besonders die IT arbeitet schnell, engagiert und lösungsorientiert. Auch Lage, Erreichbarkeit und Parkplatzsituation sind sehr praktisch. Kleine Einschränkungen gibt es bei den Essensmöglichkeiten in der direkten Umgebung, im Gesamtbild fällt das für mich aber kaum ins Gewicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Umweltbewusstsein hat sich die Kanzlei in den letzten Jahren aus meiner Sicht deutlich positiv entwickelt. Durch die Einführung des Dokumentenmanagementsystems und die zunehmende Digitalisierung wird papierarmes Arbeiten klar gefördert und viele Abläufe sind inzwischen digital abgebildet. Auch im sozialen Bereich erlebe ich die Kanzlei grundsätzlich als fair und unterstützend, gerade in familiären oder gesundheitlich belastenden Situationen. Hinzu kommen konkrete Hilfen in besonderen Notlagen. Beim klassischen Nachhaltigkeitsgedanken außerhalb der Digitalisierung sehe ich aber noch Luft nach oben beziehungsweise den Punkt im Alltag weniger deutlich.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist aus meiner Sicht ein sensibles Thema und sicher einer der Punkte, bei denen die Kanzlei noch Entwicklungspotenzial hat. Ich persönlich empfinde meine Vergütung inzwischen als weitgehend angemessen, sehe aber auch deutlich, dass gerade langjährige und starke nichtjuristische Mitarbeiter teilweise noch besser honoriert werden sollten. Gehaltsentwicklung ist möglich, der Weg dorthin ist aber oft zäh und stark von Funktion, Entwicklungsmöglichkeiten und Betriebszugehörigkeit abhängig. Positiv sind einzelne Benefits wie JobRad, betriebliche Altersvorsorge sowie kostenlose Getränke.
Image
Die Kanzlei hat aus meiner Sicht ein gutes und in ihrer Nische sehr starkes Image. Sie ist für große Verfahren, hohe fachliche Qualität und einen anspruchsvollen Standard bekannt. Ich bin stolz, hier zu arbeiten, und empfinde den tatsächlichen Ruf insgesamt als besser, als es manche Bewertungen vermuten lassen. Gleichzeitig gibt es interne Punkte, an denen weiter gearbeitet werden sollte, damit der positive Eindruck nach außen noch besser mit dem Arbeitsalltag zusammenpasst.
Karriere/Weiterbildung
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten hängen in der Kanzlei sehr stark von der jeweiligen Position ab. Juristische Mitarbeiter haben hier deutlich mehr Entwicklungs- und Wechselmöglichkeiten, nichtjuristische Mitarbeiter sind in dieser Hinsicht eher eingeschränkter. Fachliche Weiterentwicklung ist grundsätzlich möglich, und auch abteilungsübergreifende Entwicklung kann gelingen, wenn man sie aktiv verfolgt. Der Arbeitgeber bietet Schulungen dort an, wo sie sinnvoll und erforderlich sind, insgesamt muss man seine Entwicklung aber schon auch selbst in die Hand nehmen.