DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH als Arbeitgeber

Kein Firmenlogo hinterlegt

Konservativer Mittelständler

3,2
Empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei DR. JOHANNES HEIDENHAIN GmbH in Traunreut gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

-Der Standort ist für jeden technikbegeisterten Bergliebhaber unschlagbar
-Potentiell sehr interessante Produkte und Aufgaben
-Dass investiert wird

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Mitarbeiter werden stark überwacht
-Fasche Leistungskennwerte
-Sehr träge Organisation
-Kein Unternehmen für Leute die langfristig ein Unternehmen mit Entwicklungsperspektive für sich suchen (Gut für Absolventen, Azubis und Personen, welche die letzte Position vor der Rente suchen)

Verbesserungsvorschläge

-Es muss eine Mitarbeiterentwicklung geboten werden
-Es muss ein echtes Führungskräfteprogramm angeboten werden
-Führungskräfte müssen nach der Qualifikation für eben diese Position selektiert werden
-Nicht mehr, aber fairere Vergütung
-Schaffung eines agileren und bzgl. der Aufgaben interessanteres Unternehmen

Arbeitsatmosphäre

Bedingt durch den Standort, die Produkt, die Mitarbeiter sehr angenehm. Insbesondere für junge und alte Arbeitnehmer sehr interessant bzw. für solche die einen möglichst beständigen und stabilen Arbeitsplatz suchen, welcher sich durch Berechenbarkeit auszeichnet. Das unternehmen steht finanziell sehr solide da und auch gewisse Umbrüche in den Geschäftsfeldern in denen man tätig ist sollten dem Unternehmen nicht nachhaltig schaden können.

Kommunikation

Es werden nur in Ausnahmefällen Informationen durch die Unternehmensführung transparent kommuniziert. Der Flurfunk und die Presse sind meist die einzige Möglichkeit, um an wichtige Informationen zu kommen.

Kollegenzusammenhalt

Sehr gut, bedingt auch durch die Gegend begegnet man sehr anständigen und hilfsbereiten Charakteren. Lieder werden teils sehr schwierige Personen toleriert und bedingt durch eine mangelnde Führungskultur nicht zurechtgewiesen. Letztere bilden aber eine Gruppe an Ausnahmen. Wie in jedem größeren Unternehmen gibt es einige die man mitschleift. Auch bedingt durch das Motto "Anwesenheitszeit = Arbeitszeit", gibt es sehr viele die Ihre Zeit nur absitzen und dafür auch noch belohnt werden.

Work-Life-Balance

Es gibt eine 35h-Woche (weil IG-Metall), was für sich definitiv nicht schlecht ist. Wer diese außerhalb der Fertigung aber lebt, bekommt nur ein Minimum der Leistungsvergütung auch wenn die Ziele erreicht werden. Ein Kern-KPI sind verschenkte Stunden, wobei das Überstundenkonto begrenzt und am Ende des Monats ersatzlos gekappt wird. Am Stück mehrere Tage Gleitzeit nehmen ist nicht möglich und Gleittage sind auch pro Jahr in der Anzahl gedeckelt. Hier gilt klar das Motto "Anwesenheitszeit = Arbeitszeit". Hilfreich sind auch nicht die starren Kernzeiten, keine Homeoffice Möglichkeit und nur sehr begrenzte Möglichkeit auf Teilzeit (und wenn auch nur bei triftigem Grund). Der Standort bietet hier aber definitiv einen Vorteil was Erholungsmöglichkeiten betrifft.

Vorgesetztenverhalten

Führungskräfte sind solche entweder aufgrund Ihres akademischen Titels oder in seltenen Fällen, weil Sie fachlich gut waren. Softskills sind hier kein Selektionskriterium und auch nicht hilfreich für einen Bewerber.
Es gibt natürlich einige wenige sehr gute Führungskräfte, was dem Zufall geschuldet ist. Teils zeigen diese aber auch wirklich Rückgrat und lasse gewisse Marotten die sich im Unternehmen ausbreiten, zumindest in Ihrem Bereich, nicht zu. Diese sind aber in der absoluten Minderheit und wahrscheinlich nur als solche geduldet.

Interessante Aufgaben

Wenn überhaupt in der Fertigungstechnik, selbst in Entwicklungsabteilungen welche "High-Tech" sein sollten hohe Fluktuation aufgrund mangelnder anspruchsvoller Aufgaben. Es wird möglichst an den bestehenden Prozessen festgehalten. Effizienzsteigerungen im Overhead, wenn nur in Prestigeprojekt (wobei deren Ergebnisse nicht kritisch hinterfragt werden). Dies ist wohl auch dem Wohlstand geschuldet, welcher keinen Grund zur Selbstoptimierung fördert.

Gleichberechtigung

Es wird inzwischen (auch wenn noch nicht seit langem) definitiv auch darauf geachtet, mehr weibliche Führungskräfte zu haben. Leider wird auch weiterhin Machogehabe toleriert, wobei selbst Mitarbeiter in höheren Positionen mit sehr grenzwertigen Aussagen dafür nicht gerügt werden.

Umgang mit älteren Kollegen

Sehr positiv, man könnte sogar von einer gewissen Achtung vor dem Alter und Erfahrung sprechen. Die Möglichkeit auf Altersteilzeit ist begrenzt möglich, wobei hier gesundheitlichen Gesichtspunkten auch Wertung geschenkt wird. Durch Arbeitsplatzgestaltung und viel Geduld wird jedem älteren Mitarbeiter geholfen.

Arbeitsbedingungen

In die Ausstattung von Büroausstattung, über den Maschinenpark bis hin zu Gebäuden wird sehr gut investiert. Teils aber leider auch sehr ineffizient.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Wäre okay (etwas verschwenderisch bei den Vor- bzw. Rohmaterialien), wenn es sich nicht um eine Stiftung handeln würde. Der Unternehmenserfolg geht auch eher in persönliche Projekte von höheren Führungskräften, als in soziale Projekte oder zumindest die Forschung.

Gehalt/Sozialleistungen

IG-Metall ist nie schlecht, aber es gibt sehr große Verwerfungen innerhalb der Abteilungen die nicht an objektive Gründe gebunden sind. Insbesondere bei Eigengewächse die nicht mobil sind, wird der mangelnde Wettbewerb an Arbeitgebern vor Ort schamlos ausgenutzt.
In Bereichen in denen man sich schwer tut Mitarbeiter zu bekommen und zu halten (insbesondere im Bereich Informationstechnik) werden Gehälter auch deutlich über Markt geboten. Hier hat das Unternehmen Konkurrenz von Unternehmen die nicht in der gleichen Branche tätig sind und man stellt sich dem Wettbewerb.

Image

-Extern sehr gut
-Intern am bröckeln

Karriere/Weiterbildung

-Schulungen werden geboten, wenn durch Mitarbeiter angestoßen
-Solider interner Schulungskatalog (mit meist externen Trainer) und auch selbst ausgesuchte ext. Schulungen sind möglich
-Geplante Karriere definitiv nicht umsetzbar, Mitarbeiterentwicklung wird vom Unternehmen nicht gezielt gefördert. Wenn sich zufällig etwas für das beidseitige Interesse ergibt möglich, aber in der Regel wird für die Position eingestellt auf die man sich bewirbt ... bis zur Rente. Dass sich Mitarbeiter entwickeln möchten, wird immer noch mit Überraschung wahrgenommen und entsprechend niedergebügelt. Hierdurch ist die inzwischen existent Fluktuation bei jüngeren gut qualifizierten Mitarbeitern bedingt. Bei Mitarbeitern aus dieser Gruppe, welche zugezogen sind kann man meist die Tage zählen bis diese sich "umorientieren".