Ihr Unternehmen?

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Dr. 
med. 
Ralf 
Fröhlich
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Ihr Unternehmen?

Fluktuation,Misstrauenskultur und Strukturmangel

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Administration / Verwaltung in Duisburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Praxis arbeitet strukturiert, was für Mitarbeitende, die klare Vorgaben und feste Abläufe schätzen, hilfreich sein kann. Man lernt, unter hohem Zeitdruck organisiert zu bleiben und Prioritäten zu setzen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Arbeitsorganisation ist stark durch unrealistische Zeitvorgaben geprägt, was sowohl für Mitarbeitende als auch für Patienten zu Belastung führt. Pausen, Einarbeitung und Weiterbildung kommen oft zu kurz und Überstunden werden nur begrenzt anerkannt. Führung und Kommunikation sind sehr kontrollierend; Fehler werden häufig auf Mitarbeitende zurückgeführt, statt Unterstützung oder konstruktives Feedback zu bieten. Insgesamt fehlt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeitsbelastung und fairer Wertschätzung.

Verbesserungsvorschläge

Eine realistischere Termin- und Personalplanung könnte die Arbeitsbelastung deutlich reduzieren und sowohl Mitarbeitende als auch Patienten entlasten. Klare, transparente Regelungen zu Arbeitszeiten, Pausen und Überstunden würden zusätzlich zur Fairness beitragen. Darüber hinaus wären eine strukturierte Einarbeitung, verlässliche Kommunikationswege sowie ein wertschätzender Führungsstil förderlich für die Mitarbeiterzufriedenheit. Maßnahmen zur langfristigen Bindung des Personals und zur Verbesserung der internen Abläufe könnten die Fluktuation senken und das Arbeitgeberimage stärken.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war meiner Meinung nach oft angespannt und von starkem Zeitdruck geprägt. Wertschätzung oder Verständnis für Überlastung gab es kaum. Fehler wurden regelmäßig öffentlich kritisiert z.B. bei Teamsitzungen, positives Feedback fand praktisch nicht statt.

Image

Im direkten Patientenkontakt kam es regelmäßig zu Unzufriedenheit aufgrund längerer Wartezeiten. Ich und das Team mussten uns häufig mit verärgerten Patienten auseinandersetzen. Diese Situation ergab sich aus der bestehenden Terminstruktur und stellte einen wiederkehrenden Bestandteil des Arbeitsalltags dar. Der dadurch entstehende Eindruck wirkte sich auch auf die Wahrnehmung der Praxis aus.

Work-Life-Balance

Ich konnte irgendwann Beruf und Privatleben irgendwann kaum trennen. Meine Freizeit wurde durch Whatsapps abgehalten. Pausen musste ich oft durcharbeiten um das Pensum zu schaffen. Überstunden zählte man ab 30 Minuten und irgendwann hieß es das Überstunden Eigenverschulden wären und die Arbeit trotzt Mitarbeitermangels machbar wäre und Überstunden deswegen nicht akzeptiert werden müssen wenn der Doc diesen nicht zustimmt. Urlaub durfte man nicht selber einplanen der Doc hatte alle tage für uns bestimmt er begründete dies mit der Praxisgröße von unter 10 Mitarbeitern.

Karriere/Weiterbildung

Der Arbeitsalltag war stark auf die laufende Patientenversorgung ausgerichtet, wodurch kaum Zeit für fachliche Anleitung oder gezielte Förderung blieb. Die Einarbeitung neuer Mitarbeitender fiel entsprechend knapp aus. Perspektiven für berufliche Weiterentwicklung oder Aufstiegsmöglichkeiten wurden nicht aufgezeigt.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung erfolgte nach Tarif, ohne zusätzliche finanzielle Leistungen. Gleichzeitig wurde seitens der Führung wiederholt thematisiert, dass die Personalkosten als hoch empfunden würden.
Zusätzliche Benefits waren kaum vorhanden. Getränke wie Wasser oder Kaffee mussten von den Mitarbeitenden selbst organisiert bzw. finanziert werden. Parkmöglichkeiten standen nur eingeschränkt zur Verfügung, an mehreren Tagen pro Woche entstanden private Parkkosten.
Angebote zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge wurden in Aussicht gestellt, jedoch nicht umgesetzt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Der Umgang mit Materialien hatte einen hohen Stellenwert. Es wurde großen Wert darauf gelegt, dass Verbrauchsmaterialien nicht unnötig entsorgt werden. Wurden Gegenstände schneller abgenutzt oder ersetzt als vorgesehen, wurde dies kritisch gesehen.

Kollegenzusammenhalt

Ich habe den Zusammenhalt als schwierig erlebt weil durch die Führungsebene oft ein Klima des Misstrauens geschaffen wurde. Es wurden kleinste Fehler gemeldet.In den Pausen wurde kaum noch der Pausenraum genutzt, weil man sich einfach nicht mehr verstanden hat und sich nicht mehr vertraut hat.

Umgang mit älteren Kollegen

Ich habe erlebt, dass ständig Vergleiche mit ehemaligen Kollegen gezogen wurden, die die Praxis bereits verlassen hatten. Statt die Erfahrung der aktuellen Belegschaft zu schätzen.

Vorgesetztenverhalten

Ich fühlte mich nicht wertgeschätzt. Mein Chef hat viel geschimpft. Er wirkte auf mich sehr kontrollierend. Es gab kaum konstruktives Feedback. Er erlaubte erst nach 30 Minuten Überstunden und den Praxisurlaub legte er selber so wie es ihm Passte ohne uns zu Fragen.

Arbeitsbedingungen

Ich hatte keinen eigenen Schlüssel, weshalb ich morgens vor der Tür warten musste und für jeden Toilettengang eine Kollegin bitten musste, mir aufzuschließen. Wenn die Kollegin nicht da war hat man den Schlüssel nicht überreicht bekommen, man hat bis 8 Uhr gewartet bis der Doc da war und hat unter noch mehr Zeitdruck in den tag gestartet. Wenn wöchentliche Scan-Vorgaben trotz Unterbesetzung nicht erfüllt worden waren, musste man Freitags länger bleiben und unbezahlte Überstunden waren keine Seltenheit.

Kommunikation

Die Kommunikation empfand ich als sehr einseitig und kritisierend. Es gab ständig Whatsapps, leider auch an freien Wochenenden. Ein sachlicher Austausch auf Augenhöhe war für mich nicht erkennbar; stattdessen wurde ich oft mit ehemaligen Kollegen verglichen, welche zuvor selbst aus freien stücken gingen.

Gleichberechtigung

Ich habe keine Gleichberechtigung erlebt, da Personen Machtpositionen innehatten und andere kontrollierten. Personen nutzten ihre Privilegien zur Überwachung anderer. Es wurde oft behauptet das wir über eine Kamera im Gang beobachtet werden würden und man sehen könnte wenn ein Patient am PC länger offen war. Zudem gab es keinen eigenständigen Zugang zu den Toiletten.

Interessante Aufgaben

Ich fand die Tätigkeiten an sich spannend, doch durch die strikte 5-minuten-Vorgabe pro Patient (Wir wurden oft ermahnt wenn wir keinen Wecker bei uns hatten) blieb oft keine Zeit für Qualität.Ich hatte das Gefühl, Patienten nur 'abzufertigen' statt sie fachgerecht zu betreuen.

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