„Früher mit Sinn und Verstand – heute mit Visionen ohne Plan“
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Beste zum Schluss: ein sehr gutes Arbeitszeugnis, eine faire Abfindung und die Gewissheit, den zuletzt zunehmend belastenden Arbeitsalltag hinter mir gelassen zu haben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Verlust langjähriger Mitarbeitender mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung sowie die hohen gezahlten Abfindungen werden das Unternehmen aus meiner Sicht noch lange beschäftigen. Ob sich diese Entscheidungen langfristig auszahlen, bleibt fraglich.
Verbesserungsvorschläge
Den Leitsatz „Was zählt, ist der Mensch“ nicht nur kommunizieren, sondern wieder konsequent leben – früher war genau das eine echte Stärke des Unternehmens! Führungskräfte stärker nach fachlicher und sozialer Kompetenz auswählen und beurteilen. Die Erfahrung und das Wissen langjähriger Mitarbeitender als wertvolle Ressource begreifen und entsprechend wertschätzen, statt sie zu verlieren.
Arbeitsatmosphäre
Früher sehr gut, heute geprägt von Unsicherheit, fehlender Wertschätzung und ständigem Wandel.
Kommunikation
Viele Visionen und Ankündigungen, aber wenig Substanz und fehlende Transparenz.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den langjährigen Mitarbeitenden war ausgezeichnet. Leider wurde dieser zunehmend durch eine Ellenbogenkultur verdrängt, in der persönlicher Aufstieg für manche wichtiger war als gegenseitige Unterstützung.
Work-Life-Balance
Okay, sofern man sich traut nein zu sagen.
Vorgesetztenverhalten
Fehlende Wertschätzung für Mitarbeitende und deren Erfahrung, Entscheidungen wirken planlos.
Gleichberechtigung
Früher zählten Leistung und Kompetenz. Zuletzt schienen persönliche Präferenzen und der Reiz des Neuen häufiger über Entwicklungsmöglichkeiten zu entscheiden als Erfahrung und fachliche Qualifikation.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung war willkommen – solange man sie für die eigenen Erfolge nutzen konnte. Langjährige Mitarbeitende dienten oft als Wissensquelle, echte Wertschätzung oder Anerkennung blieb jedoch auf der Strecke.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt gut. Das sehr große Großraumbüro erschwerte allerdings häufig konzentriertes Arbeiten. Technisch war der Arbeitsplatz modern und gut ausgestattet, und die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten war ein klarer Pluspunkt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen viel Engagement für Umwelt und soziale Verantwortung, intern blieb davon aus meiner Sicht oft wenig spürbar. Manchmal entstand der Eindruck, dass es wichtiger war, über gute Taten zu sprechen, als sie konsequent zu leben.
Gehalt/Benefits
Gehalt und Benefits waren fair und angemessen. Mit der neuen Führung entstand jedoch der Eindruck, dass langjährige Mitarbeitende aufgrund ihrer Gehälter eher aussortiert wurden, anstatt ihre Erfahrung als Mehrwert zu sehen.
Image
Früher genoss das Unternehmen einen ausgezeichneten Ruf und war ein attraktiver Arbeitgeber. Heute ist davon wenig übrig. Der gute Ruf hat spürbar gelitten, und im persönlichen Umfeld kenne ich inzwischen niemanden, der dort arbeiten möchte.
Karriere/Weiterbildung
Zuletzt schienen Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten häufiger von persönlicher Nähe zur Führung als von Kompetenz und Leistung abzuhängen.