No one can whistle a symphony. It takes an orchestra to play it.…
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit aus dem Homeoffice zu arbeiten war -zwar mit starren Vorgaben/Kontingenten- gegeben.
Trotz hoher Mitarbeiterfluktuation war der Zusammenhalt der Kollegen, die noch nicht die Flinte ins Korn geworfen hatten, erstaunlicherweise gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider schien der Geschäftsführung und den meisten Vorgesetzten nicht bewusst zu sein, wie wichtig gute und zuverlässige Mitarbeiter sind, dass diese gefördert und auch ein Stück weit mitgestalten wollen und dass Motivation nicht ausschließlich durch monetäre Anreize geschaffen wird.
Die Förderung eines guten Arbeitsklimas seitens der Führungsetage durch gemeinsame Ziele, die Förderung von Ideen von Mitarbeitern oder gemeinsame Team-Events war leider Mangelware.
Eine transparente Kommunikation war nicht vorhanden. Die Mitarbeiter wurden nicht gehört, Meinungen oder Einwände zu diversen Themen ignoriert oder heruntergespielt. Man signalisierte nach außen, Meinungen, Anregungen, Vorschläge seien erwünscht, wollte sie dann aber nicht hören.
Vermutlich ist man der Meinung, nur weil viele langjährige Mitarbeiter im Unternehmen sind, dass diese alle auch super zufrieden seien. Mitnichten..
Verbesserungsvorschläge
Die Mitarbeiter hören und sich deren Anregungen & Wünsche auch einmal annehmen. Die internen Probleme, die zu Unmut unter den Mitarbeitern führen müssen analysiert werden, bevor noch mehr gute Mitarbeiter (und womöglich auch langjährige mit enormen Wissen) das Unternehmen verlassen.
Es wird höchste Zeit hier tätig zu werden.
Arbeitsatmosphäre
War seit geraumer Zeit sehr schlecht. Es fehlte an transparenter Kommunikation, die Mitarbeiter fühlten sich teilweise von ihren Vorgesetzten allein und im Stich gelassen.
Niemand wusste so recht, wo die Reise hingehen sollte, weil nichts kommuniziert wurde, was sich negativ auf die Stimmung auswirkte.
Work-Life-Balance
Hier gibt es noch viel Potenzial nach oben.
Zwar bestand die Möglichkeit aus dem Homeoffice zu arbeiten, was positiv von den Mitarbeitern angenommen wurde. Allerdings war die Möglichkeit durch ein Jahreskontingent, was nicht überschritten werden sollte, reglementiert.
Die Arbeitszeit von 40 Std war recht hoch, auch wenn man positiv erwähnen muss, dass sie vor einiger Zeit um 1,5 Std von 41,5 Std auf 40,0 Std reduziert wurde
Es gab zusätzlich zu den Zeiten, in denen eine Abteilung besetzt und erreichbar sein musste, für alle Mitarbeiter (Abteilungsleiter ausgenommen) eine starre Kernarbeitszeit, in der man anwesend sein musste (9-16 Uhr).
Dies hat nicht wirklich viel mit Work-Life-Balance zu tun und ist alles andere als modern. Private Termine während der Kernarbeitszeit mussten vorab über eine Zeiterfassungs-App beim jeweiligen Vorgesetzten beantragt und von ihm genehmigt werden.
Flexible Arbeitszeiten waren fehl am Platz bzw. nur bestimmten Positionen vorbehalten Den Mitarbeitern wurde was das Thema Arbeitszeit & Remote-Arbeiten angeht, nicht viel Vertrauen entgegengebracht.
Karriere/Weiterbildung
Hier gab es selten bis kaum Möglichkeiten intern aufzusteigen, wobei die Geschäftsleitung schon Mitarbeiter gezielt durch Weiterbildungen förderte, wenn es für die entsprechende Position sinnvoll war.
Kollegenzusammenhalt
Trotz schlechter Stimmung im Unternehmen war der Zusammenhalt tatsächlich gut.
Es gibt viele Mitarbeiter, die seit langem dabei sind und sich zu nehmen wissen und einander schätzen.
Umgang mit älteren Kollegen
Einwandfrei
Vorgesetztenverhalten
Schwieriges Thema und durchaus mit ein Grund für die schlechte Atmosphäre
In der Unternehmenszentrale in Bonn schien es tatsächlich nur eine Abteilung zu geben, die zufrieden und glücklich mit ihrer Leitung war und auch von dieser vollsten Vertrauen in sämtlichen Belangen entgegengebracht bekam.
In den anderen Abteilungen schien das Verhältnis zum Vorgesetzten eher angespannt und schwierig zu sein.
Hier hörte man oft, dass die Mitarbeiter und ihre Bedürfnisse nicht ernst genommen und sie ein Stück weit durch diverse Tools „kontrolliert“ wurden, um sie zu besseren Ergebissen/Leistungen zu pushen, was aber das komplette Gegenteil bewirkte und zu schlechter Stimmung und Demotivation führte
Arbeitsbedingungen
Das Gebäude und die Büroausstattung war alt und alles andere als modern.
Zu Coronazeiten wurden freistehende Räume zu neuen Büros für neue Mitarbeiter umgebaut. Hierfür wurden moderne, höhenverstellbare Tische angeschafft.
Außer 1 x pro Woche eine „Vitaminbombe“ in Form des berühmt berüchtigten Obstkorbes (wo man auch flink sein musste, um noch etwas abzubekommen), wurde für die Gesundheit der Mitarbeiter nicht viel getan, obwohl der Großteil von ihnen den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt.
Möglichkeiten die Pausen in lockerer Runde miteinander zu verbringen, gab es nicht. Es gab lediglich zwei Konferenzräume, in denen man die Mittagszeit verbringen konnte, vorausgesetzt sie waren nicht durch Besprechungen geblockt.
Mit kleinen Änderungen könnte hier auch schon viel bewirkt werden.
Kommunikation
Es gab keine offene, transparente Kommunikation. Als Mitarbeiter wurde man stets am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt, als alles bereits entschieden war.
Dies wurde immer in schriftlicher Form als Anweisung per Mail an die Mitarbeiter versendet.
Gehalt/Benefits
Könnte immer besser sein, aber auch sicherlich schlechter.