Wenn man beruflich nichts mehr vor hat und stehenbleiben will - top. Ansonsten spart euch den Frust!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wie gesagt, Gesamtkonditionen sind super. Wenn man keinen Aufstiegsweg anstrebt, dann kann man dort ein unfassbar ruhiges Leben haben, das gut bezahlt wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dräger begreift nicht, wie viele Mitarbeiter sie verloren haben und noch verlieren werden durch hinterhältiges, unfaires und entwürdigendes Verhalten. Hauptsache man versteckt sich hinter den ach so tollen Konditionen, aber wertschätzt nicht mal mit einem einzigen Blick die Arbeit der Mitarbeiter.
Verbesserungsvorschläge
Fragt euch mal, warum die Rate an Mitarbeitern, die nebengewerblich selbstständig sind, so hoch ist bei Dräger. Ihr solltet anfangen, nicht blind nach draußen zu schauen, sondern wirklich eure eigenen Mitarbeiter zu fördern, aber das Ganze dann auch zu honorieren mit Tätigkeitsbeschreibung und Anpassung des Entgelts und nicht das Frustrationslevel bis ins Unendliche steigen lassen.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich in Ordnung, aber es kommt sehr stark auf den Bereich drauf an. Bei uns herrscht auf jeden Fall Druck
Image
Gutes Image, manchmal vielleicht langsam in der Entwicklung aufgrund interner Bürokratie und Politik, aber sonst gut. Flurfunk sagt aber auch häufig, es ist nicht alles Gold was glänzt, in Bezug auf Perspektiven, Möglichkeiten, Mitarbeiterumgang und Führungspersonen. Wenn man ein ruhiges Leben haben möchte und nicht mehr vor hat, sich beruflich noch weiterzuentwickeln, ist Dräger der perfekte Arbeitgeber, solang man keine Widerworte erhebt und sich damit zufrieden gibt, was einem vorgesetzt wird.
Work-Life-Balance
Absoluter Luxus. Du kannst kommen und gehen, wann du willst. Es gibt wirklich Gleitzeit ohne Kernzeiten. Spontan morgen auf Überstunden frei, kein Ding. Solang du deine Arbeit erledigst, ist es egal, wann, wie, wo.
Karriere/Weiterbildung
Ich glaub, schlechter hab ich das noch nicht erlebt... Man bekommt eine Perspektive und damit auch eine Weiterbildung angeboten, startet damit und übernimmt schon die zusätzlichen Aufgaben des höherwertigen Jobs (seit Monaten), geht in Austausch mit Chef, der sowieso nichts initiiert bei HR, versucht es selbst in die Hand zu nehmen, steigt über tausend Hindernisse, Chef guckt sich das, metaphorisch gesprochen, an und lacht und lässt dich in die Kreissäge laufen. Dann kommt man irgendwann bei HR an, schildert die komplette Tätigkeitsbeschreibung und man wird ironischerweise belächelt, dass das bestimmt nicht so gedacht war, dass ich Management-Aufgaben übernehmen soll und ich solle mich doch über eine Zusatzstufe freuen. Alle Managementaufgaben wurden rausgestrichen und zu Support degradiert. Ich glaub, ich bin im falschen Film... Ja, ja, das ist ein Fall für den Betriebsrat. Da wird einem aber direkt eingeredet, dass das ja der Kriegsweg sei und man sich danach nie wieder mit HR verstehen würde... Und wozu gibt es dann den BR? Mache ich das, fühlt es sich an, als hätte man sich wieder eingeklagt.
Gehalt/Benefits
IG Metall mit Zuschlag
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mir fehlt noch sowas wie Hansefit. Würde es auch gegen irgendein Benefit eintauschen :D (wurde erst angeteasert mit Ankündigung einer Bekanntgabe und halbes Jahr später liest man irgendwo im Intranet dann "Ach so, übrigens, doch nicht..." ohne offizielle Bekanntgabe)
Kollegenzusammenhalt
Einige wenige retten meinen Tag, aber gefühlt gönnt niemand irgendjemandem etwas. Solang es witzig ist und du nicht mehr hast als der Kollege, ist es ok. Ansonsten fängt wieder Ellenbogengemenge an.
Umgang mit älteren Kollegen
Mir ist nichts aufgefallen, aber bei uns sind auch eher weniger ältere.
Vorgesetztenverhalten
Katastrophe... Man macht die ganze Arbeit, geht komplett unter, geht schon in den Austausch, dass das alles nicht mehr machbar ist und man kurz vor Burn Out steht und der Chef macht ein auf "Mein Name ist Hase, ich weißt von nichts"... Man verzweifelt komplett und bekommt keine Rückendeckung. Noch nicht mal, nachdem einem Perspektiven geboten wurden (damit wurde ich sogar im Vorstellungsgespräch gelockt), man nimmt jede Chance mit, jedes Training, was Chef einem empfiehlt, wächst über sich hinaus und man wird dauernd vertröstet mit Ausreden, warum man ja noch nicht mit der Perso-Abteilung geredet hat... Wenn man was will, muss man die Aufgabe des Chefs selbst in die Hand nehmen. Vielen Dank auch...
Arbeitsbedingungen
Ja, Jackpot, ich glaub, die Konditionen bekommt man sonst kaum irgendwo.
Kommunikation
"Das ist nicht meine Abteilung", "Das gehört nicht zu mir", "Woher soll ich das denn wissen", "Ne, frag mal in der Abteilung"
Gleichberechtigung
Also, sagen wir es mal so... Wäre ich männlich, wäre ich bei meinem letzten Gespräch mit HR mit Sicherheit nicht degradiert worden...
Interessante Aufgaben
Ja, es sind diverse Aufgaben, die auch wirklich Spaß machen. Manche mehr, andere weniger, aber grundsätzlich wirklich spannend.