Unprofessionell und undurchsichtig
Arbeitsatmosphäre
Es herrschte eine hohe Personalfluktuation und Konkurrenz unter Kolleg*innen mit zeitlich befristeten Verträgen. Die Atmosphäre war mal ok, mit neuen Mitarbeitenden kamen Ellenbogenmentalität, Lästereien, ständige Sticheleien und schwelende Konflikte
Kommunikation
Kolleg*innen waren oft nicht erreichbar. Die Kommunikation im Zusammenhang mit meiner Kündigung war widersprüchlich und für mich nicht nachvollziehbar.
Zunächst erhielt ich auf Veranlassung der Geschäftsleitung eine Nachricht mit unternehmensbezogenen Informationen, die keinen Hinweis auf eine bevorstehende Kündigung oder Ähnliches enthielt, im Gegenteil. Kurz darauf wurde ich zu einem kurzen Gespräch gebeten, das als unproblematisch dargestellt wurde.
In diesem Gespräch wurden mir dann Gründe genannt, die im Widerspruch zu den vorherigen Informationen standen. Die fehlende Klarheit und Transparenz in dieser Situation empfand ich als belastend.
Kollegenzusammenhalt
Dort erbeiteten auch sehr nette und kollegiale Menschen, aber mein "Team" war keines
Work-Life-Balance
Flexible Zeiteinteilung, aber viele Überstunden. Es gab Fristen, die hinter vorgehaltener Hand als "Stresstest" bezeichnet wurden. Die waren unrealistisch.
Vorgesetztenverhalten
Im Jahresgespräch wurde mir gesagt, dass privates Verhalten für beruflichen Erfolg im Unternehmen relevant sei, ohne dass konkrete Vorwürfe oder Kriterien benannt wurden.
Gespräche mit der Geschäftsleitung fanden in einem für mich irritierenden Rahmen statt, in dem Vergleiche mit anderen Mitarbeitenden gezogen.
Leistungsbewertung erfolgte ohne transparente Kriterien. Maßgeblich war vor allem Zeitaufwand und Geschwindigkeit, was zu anhaltender Verunsicherung und Motivationsverlust führte.
Die Geschäftsleitung griff ungeordnet in die Aufgabenverteilung der Teamleitung ein, angeblich aufgrund von Beschwerden. Die Teamleitung sah so etwas kommen und wirkte ihrerseits auf mich ein.
Diese Führungsstruktur empfand ich als wenig professionell.
Interessante Aufgaben
Der Hauptteil der Aufgaben bestand darin Heilmittelwerbegesetz-konforme
Infomaterialien über Krankheiten zu gestalten. Kreativere Arbeiten gab es nur gelegentlich, zum Beispiel für ein agentureigenes Magazin. Einige solcher Arbeiten von mir wurden nach meinem Ausscheiden weiterhin fürs Image und das Branding der Agentur verwendet.
Gleichberechtigung
Es gab wiederholt geschlechtsbezogene Äußerungen mir gegenüber, die meine Qualifikation in Frage stellten und die ich als respektlos, unangemessen und teilweise sehr vulgär empfand.
Arbeitsbedingungen
Die Teams teilten sich eine Festplatte und wenn ihre Kapazitäten erschöpft waren, speicherte sie nicht mehr zuverlässig. Es kursierten fehlerhafte und unfertige Datei-Versionen. Mein Arbeitsgerät funktionierte oft nicht. Es gab im Altbau einen Stock, der war mit durchsichtigen dünnen Wänden durchzogen, da ist es sehr hellhörig. Die Agentur hatte ein eigenes Grafik-Studio für Aufnahmen und sie engagierte Ärzte, die Inhalte prüften.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zum Nikolaus Gutscheine auch für Fairtrade und Mülltrennung war wichtig
Gehalt/Benefits
Agenturgehalt halt
Karriere/Weiterbildung
Es gab Workshops zu alltäglichen Arbeitsaufgaben
