Super Unternehmen für Uni-Absolventen, jedoch offenbaren sich Nachteile besonders in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Junges, dynamisches und modernes Unternehmen mit großer Kollegialität und auch echt fähigen Mitarbeitern.
- Flexibilität bei den Arbeitszeiten ist gegeben und auch die Möglichkeit zum Home-Office besteht großzügig.
- Gutes Benefit-Programm inkl. Firmenwagen ab der Probezeit.
- Tolle Firmenevents (Happy Fridy Frühstück, Sommerevent, Weihnachtsfeier) und auch hin und wieder unter der Woche Afterwork, wobei das spürbar weniger wurde.
- Coaching-System wird ernst genommen, zusätzlich zweimal im Jahr Entwicklungsgespräche.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Geringe Kundenvielfalt und wenig verschiedene Projekte (entgegen der Selbstdarstellung des Unternehmens)
- (Sehr) lange Projektdauer einzelner Projekte
- Betriebsferien gelten nicht gleichermaßen für alle Mitarbeiter; teilweise werden Kollegen angehalten/verpflichtet noch mehr Urlaub zu nehmen und in gewissen Zeiträumen wird Urlaub nicht genehmigt
- Kritik seitens der Mitarbeiter bleibt häufig unberücksichtigt und wird teilweise sogar dem einzelnen Mitarbeiter angelastet (schadet dem Ruf des Mitarbeiters)
- Wenig Mitbestimmung bei Projektzuteilungen
Verbesserungsvorschläge
Idealerweise sollte es diversere Projekte bei vielen verschiedenen Kunden geben. Mehr Mitbestimmung bei der Projektwahl, eine kulantere Regelung bei den Urlaubstagen und eine Gehaltserhöhung würde sicherlich auch die aktuell gedrückte Stimmung erhöhen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre unter den Kollegen ist richtig gut. Es gibt jede Menge hilfsbereite und junge Kollegen, die Stimmung im Büro ist eigentlich jederzeit freundlich bis freundschaftlich. Vorgesetzte können auch mal einen kritischen oder fordernden Ton ansetzen, aber das ist völlig im Rahmen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist auf einem Projekt zwischen den Beratern und direkten Vorgesetzten meist sehr gut und unkompliziert. Entscheidungen oder Informationen der Unternehmensführung, sei es projekt- oder unternehmensbezogen, sind jedoch häufig intransparent oder sogar widersprüchlich. Dies betrifft in erster Linie Entscheidungen bezüglich der Projektbesetzung, aber auch die Mitarbeitergespräche (Karrieresprünge), die Regelungen zu Betriebsferien oder Unternehmenskennzahlen.
Kollegenzusammenhalt
Tadellos.
Work-Life-Balance
Sehr projektspezifisch. Gewisse Projekte erfordern eine hohe Reisebereitschaft, teilweise mit Anreise am Sonntagabend. Zudem gibt es Projekte mit einer deutlich höheren Wochenarbeitszeit als andere Projekte. Auf der anderen Seite kann man auch "Glück" haben mit einem Projekt mit moderater Arbeitszeit und kaum Reiseaufwand. Im Großen und Ganzen ist es für eine Beratung aber vollkommen okay. Es gibt keine Überstunden und jede Mehrarbeit über die 40h/Woche hinaus kann nicht abgerechnet werden.
Vorgesetztenverhalten
Einsatzbereitschaft sowie Professionalität wird in jedem Fall vorgelebt und die direkten Vorgesetzen sind in der Regel auch gut zu erreichen und haben ein offenes Ohr bzw. fördern auch ihre Mitarbeiter. Einige Vorgesetzte legen aber eine weniger transparente Kommunikation an den Tag, besonders in einer dynamischen Projektsituation. Zudem gab es auch schon Fälle, bei denen Mitarbeiter nicht fair behandelt wurden oder wenig Verständnis für persönliche Befindlichkeiten gezeigt wurde.
Interessante Aufgaben
Aufgrund einer stark eingeschränkten Anzahl an verschiedenen Projekten und Kunden, sind die Aufgaben nicht besonders vielfältig. In der wirtschaftlich schwierigen Situation gibt es wenig Chancen auf neue, spannende Projekte. Die auf der Website oder im Bewerbungsprozess dargestellte Breite an Projekten entspricht nicht der Realität. Man kann natürlich auch mal ein interessantes Projekt erwischen, jedoch wünschen sich viele Kollegen einen Projektwechsel. Häufig sind Kollegen 1-2 Jahre auf einem einzigen Projekt und eine Wechselwunsch ist nicht immer gern gesehen.
Gleichberechtigung
Die Führungsriege ist zu großen Teilen männlich, eine Ungleichbehandlung von Männern und Frauen ist aber nicht spürbar.
Umgang mit älteren Kollegen
Sehr junges Unternehmen, kaum ältere Mitarbeiter. Diese sind aber genauso respektiert.
Arbeitsbedingungen
Sehr gute technische Ausstattung und moderne Büros. Das Münchener Büro hat keine ideale Lage und bietet keine guten Möglichkeiten für eine Mittagspause, außerdem ist es häufig sehr kalt im Büro.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Spielt eigentlich keine Rolle.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt an sich ist für Berufsanfänger gut, wobei die letzte Gehaltssteigerung (trotz Inflation) schon mehrere Jahre her ist. Zusätzlich zum Gehalt gibt es ein gutes Benefit-Programm, wodurch das Gesamtpaket passt. Man muss aber schon aufpassen, dass man nicht von Industrieunternehmen (mit Tarifvertrag) oder Lehrstühlen überholt wird.
Image
Das Unternehmen ist noch relativ jung und daher auch kaum bekannt.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt viele (interne und externe) Trainings, die teilweise moderaten aber auch teilweise einen hohen Nutzen haben. Im Unternehmen kann man bei guter Arbeit auch Karriere machen. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage werden die Karrieresprünge aber eher restriktiv behandelt und sind nicht immer nachvollziehbar.

