Junges Unternehmen mit großartigem Teamzusammenhalt, aber Transparenz und Kultur mit Schwächen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegialität wird hier wirklich gelebt: Man hilft sich gegenseitig, auch wenn die Zeit knapp ist, und kann sich aufeinander verlassen. Das Miteinander ist respektvoll, offen und geprägt von echter Unterstützung. Besonders die regelmäßig organisierten Teamevents – vom Sommerfest über die Weihnachtsfeier bis hin zu gemeinsamen Frühstücken und Afterworks – fördern den Zusammenhalt, auch wenn sie aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation etwas reduziert wurden.
Die Benefits sind insgesamt sehr attraktiv: ein Dienstwagen, der Wellpass (auch wenn der Zuschuss überschaubar ist) und ein Lunch-Zuschuss sorgen für ein rundes Gesamtpaket. Das Einstiegsgehalt ist wettbewerbsfähig und vor allem für Berufseinsteiger sehr attraktiv.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
In den letzten Jahren hat sich die Stimmung im Unternehmen leicht verändert. Während Drive früher stark gewachsen ist und eine spürbare Aufbruchsstimmung herrschte, sind die Zeiten inzwischen anspruchsvoller geworden – auch bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Lage. Das Wachstum hat sich verlangsamt, Budgets wurden vorsichtiger verteilt, und manche Entscheidungen wirken kurzfristiger oder weniger transparent als früher.
Transparenz ist ohnehin ein Schwachpunkt: Wichtige Informationen – etwa zu Beförderungen, Mitarbeitergesprächen oder internen Prozessen – werden zwar kommuniziert, dann aber nicht konsequent umgesetzt. Das sorgt immer wieder für Frust, da Erwartungen nicht erfüllt werden. Auch interne Abläufe sind mitunter schwer nachvollziehbar und es gibt zu viele Genehmigungsschleifen für Kleinigkeiten, was die Arbeit unnötig bremst.
Die Work-Life-Balance ist stark vom Projekt abhängig, aber im Durchschnitt eher anspruchsvoll. Offiziell gibt es keine Überstundenregelung, faktisch liegt man jedoch deutlich über einer 40-Stunden-Woche – insbesondere durch die festen Kernarbeitszeiten. Die Gehaltsentwicklung stagniert im Vergleich zu früher: Gehaltserhöhungen sind schwieriger zu erreichen und meist an deutlich mehr Verantwortung und Arbeitsbelastung gekoppelt.
Auch die Projektauswahl ist eingeschränkt. Wer einmal bei einem bestimmten Kunden oder in einer bestimmten Branche eingesetzt ist, bleibt dort oft lange – was Weiterentwicklung und Abwechslung limitiert. Interne Zusatzaufgaben werden zwar angeboten, aber selten honoriert oder in Mitarbeitergesprächen berücksichtigt, was die Motivation schmälert, über das Tagesgeschäft hinauszugehen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Transparenz in alle Richtungen und einhalten von kommunizierten Informationen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist grundsätzlich sehr positiv – getragen vor allem durch den außergewöhnlich starken Teamzusammenhalt. Kollegialität, Hilfsbereitschaft und ein respektvoller Umgang prägen den Alltag. Auch in stressigen Phasen steht man füreinander ein, was in der Beratungsbranche keine Selbstverständlichkeit ist.
Allerdings hat sich die Stimmung im Vergleich zu den starken Wachstumsjahren spürbar verändert. Man merkt heute deutlich, dass das Unternehmen in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten vorsichtiger agiert und das Klima etwas angespannter ist
Kommunikation
Ein großer Schwachpunkt. Informationen werden häufig unvollständig oder widersprüchlich kommuniziert. Richtlinien zu Beförderungen, Mitarbeitergesprächen oder internen Prozessen werden zwar angekündigt, aber nicht konsequent umgesetzt.
Vieles muss man sich aktiv selbst erfragen, da interne Transparenz fehlt. Entscheidungswege sind oft unklar, und wichtige Mitteilungen erreichen die Mitarbeitenden manchmal erst sehr spät oder gar nicht.
Kollegenzusammenhalt
Absolut herausragend – das größte Plus bei Drive Consulting. Der Zusammenhalt im Team ist außergewöhnlich stark: man unterstützt sich gegenseitig, auch wenn es stressig wird. Neue Kolleginnen und Kollegen werden herzlich aufgenommen, und der Umgang ist durchweg freundlich und respektvoll.
Auch die regelmäßigen Team-Events (Sommerfest, Weihnachtsfeier, Frühstücke, Afterworks) tragen zur positiven Kultur bei, selbst wenn sie aufgrund der wirtschaftlichen Lage etwas reduziert wurden.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist projektabhängig, insgesamt aber stark ausbaufähig. Oft werden späte Termine eingestellt, und spontan abgesagt oder verschoben, obwohl man sich den Abend dafür sogar freihält. Zudem hat sich eine teilweise toxische Präsenzkultur etabliert: Es wird positiv gesehen, lange im Büro zu bleiben, unabhängig von der tatsächlichen Produktivität. Einige Kolleginnen und Kollegen sitzen abends länger, ohne wirklich produktiv zu sein, bloß, um Präsenz zu zeigen. Dies erzeugt zudem Druck bei anderen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungsebene ist gemischt: Es gibt sehr engagierte Vorgesetzte, die ihre Teams fördern und unterstützen, aber auch einige, die wenig greifbar sind oder wichtige Themen unzureichend kommunizieren. Entscheidungen wirken teilweise kurzfristig oder widersprüchlich. Besonders in den letzten Jahren hat die Transparenz in der Führung deutlich nachgelassen.
Interessante Aufgaben
Die Projekte sind inhaltlich oft spannend, allerdings stark kundenabhängig. Die Mehrheit der Mitarbeitenden arbeitet langfristig bei einem einzigen Kunden oder in einer bestimmten Industrie, was Abwechslung und Weiterentwicklung einschränkt. Interne Zusatzaufgaben gibt es, sie werden aber selten gewürdigt oder in Mitarbeitergesprächen berücksichtigt – was die Motivation dämpft, zusätzliche Verantwortung zu übernehmen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind durchwachsen. Positiv ist die moderne Büroausstattung an den Standorten und die Möglichkeit zum Homeoffice. Negativ fällt jedoch die technische Ausstattung auf: Die Laptops sind leistungsschwach und teilweise veraltet, was die Arbeit verlangsamt und nicht zu einem modernen Beratungsunternehmen passt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umwelt- und Sozialbewusstsein sind in der Unternehmenskultur nur am Rande verankert. Es gibt keine klar erkennbaren Nachhaltigkeitsinitiativen, und das Thema spielt im Alltag eine eher untergeordnete Rolle.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist gerade für Berufseinsteiger sehr gut. In Kombination mit dem Dienstwagen, dem Wellpass-Zuschuss und dem Lunch-Zuschuss ergibt sich ein attraktives Gesamtpaket. Allerdings hat sich die Gehaltsentwicklung in den letzten Jahren deutlich verlangsamt: Steigerungen sind schwerer zu erreichen und fast immer mit deutlich mehr Verantwortung und Arbeitsbelastung verbunden.
Karriere/Weiterbildung
Die Karriereentwicklung ist formal klar definiert, praktisch aber oft intransparent. Beförderungen folgen nicht immer nachvollziehbaren Kriterien. Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es, sie sind aber stark abhängig vom Projektalltag und vom individuellen Einsatz. Wer Eigeninitiative zeigt, kann viel lernen – allerdings ohne Garantie, dass es in der Bewertung honoriert wird. Zudem gibt es Trainings, die oft von DRIVE-Mitarbeitenden selbst durchgeführt werden, was natürlich Budget spart aber nicht immer optimal ist.

