DRK-Düsseldorf als Arbeitgeber

DRK-Düsseldorf

Keine zuverlässigen Aussagen, Ausbeutung durch Faktorisierung der Dienste und schlechte Arbeitskleidung.

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei DRK Rettungs- und Einsatzdienste Düsseldorf gGmbH gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mitarbeiter werden nicht als wertvollstes Gut angesehen. Weder adäquate Dienstkleidung, noch angemessene Arbeitsbelastung.

Arbeitsatmosphäre

Angespannt, viele Kollegen gestresst und überarbeitet. Durch Faktorisierung der Dienste am Arbeitsvertrag vorbei (vereinbart sind 39,5h durch Faktorisierung und andauernde Überstunden liegt die Wochenarbeitszeit aber bei 48h und mehr)

Kommunikation

Keine vorhanden. Wichtige Informationen erst Tage später über inadäquates Medium Sharepoint.

Kollegenzusammenhalt

Sehr gut, lediglich neue Kollegen sind sehr schlecht und integrieren sich nicht ins Team.

Work-Life-Balance

Viele Überstunden auf den ITWs, keine Pausen, auch in der Freizeit andauernd SMS und Anrufe mit Bitten doch arbeiten zu kommen.

Vorgesetztenverhalten

Direkter Vorgesetzter sehr positiv und bemüht, oberste Führungsebene unkoordiniert und ohne verlässliche Aussagen. Führungskräfte sind aus dem Kollegium und dadurch oft nicht in Grundlagen von Personalführung etc. geschult. Private Beziehung unter Führungskräften stört den Dienstbetrieb (bsp. nur noch gemeinsame Dienste auf Kosten anderer Mitarbeiter).

Interessante Aufgaben

Spannendes Tätigkeitsfeld, ITW leider mittlerweile sehr ernüchternd, da auch Besorgungsfahrten und Krankentransporte durchgeführt werden müssen.

Arbeitsbedingungen

Rettungswache mit Umkleide im Aufenthaltsraum, Kaffeetassen müssen auf der Toilette gespült werden, keinerlei wohnliche Atmosphäre. Andere Rettungswachen, wie z.B. der Neubau einer Wache sind besser.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Mit einem LKW die eine Kiste Post durch die Stadt fahren sagt denke ich alles.

Gehalt/Sozialleistungen

Früher überdurchschnittlich, nun allenfalls mittelmäßig.

Image

Image bröckelt zunehmend

Karriere/Weiterbildung

Keinerlei Karrieremöglichkeiten, Weiterbildungen nur nach Nasenfaktor.

Arbeitgeber-Kommentar

Ihr DRK-DüsseldorfReferentin

Sehr geehrte Mitarbeiterin, sehr geehrter Mitarbeiter,
vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, das DRK-Düsseldorf als Arbeitgeber zu bewerten. Wir möchten gerne auf einige Aspekte Ihrer Bewertung eingehen:

Da uns die Meinung und das Feedback unserer Mitarbeiter sehr am Herzen liegen, haben wir kürzlich eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Auswertung dieser Befragung werden wir in Kürze im Kollegium bekannt geben.

Eine verlängerte Arbeitszeit, so wie bspw. bei uns im TVöD tarifkonform angewandt, ist die Realität im deutschen Rettungsdienst. Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt bei uns weniger als 48 Stunden, da bei uns nur eine geringe Anzahl von statistisch bewerteten Fahrzeugen eine verlängerte Arbeitszeit besitzen. Auf viele weitere Rettungsmittel trifft dies nicht zu und die Arbeitszeit wird 1:1 angerechnet. Hierin unterscheiden wir uns positiv von vielen anderen Rettungsdiensten. Ihre Aussage, dass es dauernde Überstunden gibt und die Wochenarbeitszeit durchschnittlich bei mehr als 48 Stunden liegt, teilen wir daher nicht.

Wir bedauern sehr, dass Sie die Arbeitsbedingungen beim Rettungsdienst des DRK-Düsseldorf als „angespannt“ empfinden. Treten Sie gerne über Ihren direkten Vorgesetzen an uns heran, um einen Dialog über unsere Stellenplanung, die dem „Soll“ entspricht, und die Dienstpläne zu beginnen.

In die Work-Life-Balance beziehen Sie vor allem Überstunden auf unseren Intensivtransportwagen ein. Dieser Bereich dient der Zukunftssicherung der Kolleg:innen die z.B. gesundheitlich eingeschränkt sind oder ein höheres Lebensalter erreicht haben. Hier setzen wir uns als Betrieb sehr für eine Zukunftssicherung ein. Systembedingt dauern Einsätze im Intensivtransport länger. Hier können vereinzelt Überstunden anfallen, welche TVöD konform mit 25% Zuschlag vergütet werden und zu 100% das Arbeitszeitkonto erreichen. Gelegentlich kontaktieren wir unsere Mitarbeiter, um einen festgelegten Dienstplan zu besprechen und ggf. einen Tausch zu veranlassen. Hiervon partizipieren alle Kolleg:innen und wir gehen stets auf individuelle Wünsche ein.

Ihre Einschätzung zum Vorgesetztenverhalten bedauern wir sehr. Alle Führungskräfte erhalten in unserem Unternehmen die für ihre Arbeit erforderlichen Schulungen und Weiterbildungen. Das Recht zu Aus-, Fort- und Weiterbildung steht zudem allen Mitarbeitern des DRK-Rettungsdienstes zu. Hier wird ohne Ausnahme jedem Mitarbeitenden ein, z.B. durch das DRK-Bildungszentrum als Berufsfachschule für den Rettungsdienst, individueller Fort- und Weiterbildungsbedarf ermöglicht. Das DRK legt einen besonderen Focus auf die Weiterqualifizierung von Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern, notfallmedizinische Aus- und Fortbildungen nach internationalen Standards, wie etwa ITLS, AHA, etc., Qualifikation mit Führerscheinerweiterungen und vieles mehr.

In Bezug auf die Arbeitsbedingungen sprechen Sie die Diensträume einer Feuer- und Rettungswache an, auf deren Ausstattung wir leider keinen Einfluss haben. Wir investieren hier dennoch und bemühen uns darum, die Ausstattung weiterhin zu optimieren. Bitte nehmen Sie als Beispiel dafür, wie wir uns als Unternehmen die Arbeitsbedingungen vorstellen, unsere eigenen Immobilien in der Erkrather Straße und den Neubau in der Sankt-Franziskus-Straße. Beim Bau und der Modernisierung wurden insbesondere die Wünsche von Mitarbeitern berücksichtigt.

Kommunikation findet auf verschiedenen Ebenen statt. Die persönliche Information erhalten Sie stets durch Ihren (räumlich nahen) Wachgruppenleiter. Darüber kommunizieren wir bei wichtigen, zeitkritischen Informationen über schriftliche Mitteilungen sowie das DRK-Intranet.

Die Intensivtransportwagen des DRK ausschließlich Intensivtransporte mit und ohne Arztbegleitung, Krankentransporte werden damit nicht durchgeführt. Durch die Vorhaltung eines einzelnen Spezialfahrzeugs zum (Intensiv-)Transport schwergewichtiger Patienten wird dieses Fahrzeug auch zu Einsätzen angefordert, bei denen umliegende Träger um überörtliche Hilfe bitten, da dort z.B. ein solches Spezialfahrzeug nicht vorgehalten wird. Dies ist rettungsdienstüblich.

Bitte setzen Sie sich mit Ihrer Wachgruppenleitung in Verbindung und bringen Sie Ihre konstruktiven Verbesserungsvorschläge dort gerne an.

Beste Grüße
Ihr DRK-Düsseldorf