Team top, Führung flop
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zu den positiven Aspekten zählen Benefits wie Jobticket, Kantine sowie Zuschüsse zu Fitnessangeboten und zur Altersvorsorge/VWL. Der Urlaubsanspruch ist ausreichend, ergänzt durch zusätzliche freie Tage an Bankfeiertagen. Es bestehen klare Homeoffice-Regelungen, und ein aktiver Betriebsrat ist ebenfalls vorhanden. Insgesamt verfolgt das Unternehmen eine Zukunftsvision – entscheidend wird sein, diese auch konsequent in die Umsetzung zu bringen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teilweise wirken Abteilungen, Führungskräfte und Mitarbeitende stark ausgelastet, was auf personelle Engpässe und fehlende Fachkräfte hindeutet. Zudem ist stellenweise eine sehr traditionelle Haltung spürbar („Das haben wir immer so gemacht“), wodurch Neuerungen und Weiterentwicklungen nur zögerlich angenommen werden. Auch der Umgang mit moderner Technik ist bei einigen noch ausbaufähig – insbesondere im Hinblick auf zeitgemäße Zusammenarbeit mit Tools wie Microsoft Teams, Webcams und digitalen Kommunikationsformen.
Verbesserungsvorschläge
Fokussiert euch darauf, nur so viele Projekte parallel zu starten, wie realistisch auch abgeschlossen werden können. Aktuell entsteht stellenweise der Eindruck, dass zu viel gleichzeitig angestoßen wird und Themen dadurch ins Stocken geraten. Achtet zudem stärker auf die Belastung in den Bereichen und bei den Führungskräften, um langfristige Überlastung zu vermeiden.
Bei der Besetzung von Führungspositionen sollte neben der fachlichen Kompetenz auch gezielt auf Führungskompetenz und zwischenmenschliche Fähigkeiten geachtet werden. Entsprechende Schulungen könnten hier unterstützen. Außerdem wäre es hilfreich, die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Bereiche stärker zu berücksichtigen, statt alle nach dem gleichen Ansatz zu steuern.
Ideen und Impulse aus der Belegschaft sollten häufiger aufgegriffen und offen geprüft werden, da hier viel Potenzial für Verbesserungen liegt.
Arbeitsatmosphäre
Angenehme, freundliche und kompetente Mitarbeitende und kollegiales Klima innerhalb des Teams.
Image
Das Unternehmen steht sich stellenweise selbst im Weg, da Prozesse durch zusätzliche Komplexität eher erschwert als verbessert werden und ein hoher bürokratischer Aufwand entsteht. Führungskräfte wirken teils stark belastet durch sehr umfangreiche oder schwer zu bewältigende Aufgabenpakete. Zudem scheinen Positionen nicht immer optimal besetzt zu sein. Interne Abstimmungsprobleme innerhalb sowie zwischen Abteilungen führen zu Verzögerungen in Abläufen, was sich spürbar auf die Zufriedenheit der Mandanten auswirkt.
Work-Life-Balance
Durch die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, sowie die Flexibilität, Arzttermine auch tagsüber wahrnehmen zu können, ist eine gute Work-Life-Balance grundsätzlich gegeben.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt im Bereich für bestimmte Stellen und Mitarbeitende interne Schulungen, aber wenig Karrieremöglichkeiten.
Gehalt/Benefits
Ein Haustarifvertrag mit einzelnen Vorteilen ist vorhanden, liegt jedoch unter dem Gehaltsniveau des Sparkassenumfelds, was aufgrund der Rolle als Dienstleister nachvollziehbar ist. Als Einstieg oder Übergangslösung insgesamt in Ordnung – bei der Vergütung merkt man jedoch deutlich die Positionierung als externer Anbieter.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein nachhaltiges Umweltbewusstsein war kaum wahrnehmbar. Es gab keine Mülltrennung, und insgesamt wurde weiterhin viel Papier verbraucht, was im digitalen Zeitalter nicht mehr zeitgemäß wirkt.
Vorgesetztenverhalten
In Konfliktsituationen wurde Verantwortung häufig zurückgespielt, statt sich mit der eigenen Rolle kritisch auseinanderzusetzen. Fachliches Know-how war grundsätzlich vorhanden, jedoch nur begrenzt ausgeprägt. Mehrfach kam es vor, dass Aufgaben der Führungsebene von Mitarbeitenden aufgefangen und Fehler im Nachgang korrigiert werden mussten. Gleichzeitig entstand phasenweise der Eindruck, dass während der Arbeitszeit nicht immer die nötige Präsenz und Fokussierung auf dienstliche Themen gegeben war. Kritische Rückmeldungen wurden eher ungern angenommen. Eine Führungskraft sollte Orientierung geben, Empathie zeigen und souverän agieren – diese Eigenschaften habe ich in diesem Fall leider vermisst.
Arbeitsbedingungen
Technische Ausstattung und Räumlichkeiten sind insgesamt gut und zeitgemäß. In den letzten Monaten vor Jahresende wurde zudem regelmäßig ein Obstkorb bereitgestellt.
Kommunikation
Innerhalb des Teams war die Kommunikation durch regelmäßigen Austausch offen, direkt und konstruktiv. Der Kontakt zur direkten Führungskraft hingegen gestaltete sich schwierig und fand nur selten bis gar nicht statt. Meetings wurden teilweise nicht wahrgenommen, und es fehlte sowohl an Rückmeldungen als auch an konstruktivem, auch kritischem Feedback. Die unternehmensweite Kommunikation wirkte stellenweise verzögert und wenig transparent.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren insgesamt interessant und abwechslungsreich. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, sich eigenständig zusätzliche Themen und Verantwortungsbereiche zu erschließen.
