(Ocean Freight Import) Strukturiertes Ausbildungsprogramm mit klaren Lernzielen aber überlastet und mit großenDefiziten
Gut am Arbeitgeber finde ich
Klares Onboarding, Strukturierte Abläufe, transparente Prozesse und eine grundsätzlich faire Vergütung. Die Ausbildung ist organisatorisch gut aufgebaut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Teils mangelnde Wertschätzung gegenüber Auszubildenden und unangenehmes Betriebsklima sowie fehlende Konsequenz bei unklarem oder unprofessionellem Verhalten einzelner Kolleg*innen. Zu viel Fokus darauf, dass Azubis Arbeitslücken schließen und die Entlastung der Abteilung sicherstellen. Wenig Zeit für echte Ausbildungstätigkeiten und Möglichkeiten, über Routineaufgaben hinauszuwachsen.
Verbesserungsvorschläge
Eine Erweiterung der Lernziele oder Abwechslung im Tagesablauf hätte die Ausbildung deutlich interessanter gemacht. Es sollte stärker darauf geachtet werden, dass Auszubildende nicht vorrangig zur Entlastung und dem Auffangen der Abteilung eingesetzt werden, sondern mehr Zeit für praxisnahes Lernen haben. Generell braucht es klarere, abteilungsübergreifende Kommunikation - insbesondere zu Überstunden und zur Betreuung der Auszubildenden sollten diese konsequenter umgesetzt werden. Außerdem sollte stärker auf einen respektvollen Umgang im Team geachtet werden.
Die Ausbilder
Die Betreuung war strukturell vorhanden, in der Praxis jedoch oft unzureichend. Grundsätzlich waren die Ausbilder freundlich, aber im Alltag oft stark ausgelastet. Wenn Ansprechpersonen im Homeoffice waren, dann meist gleichzeitig, wodurch zeitweise keine direkte Betreuung vor Ort möglich war. Auf Rückmeldungen wurde selten eingegangen.
Spaßfaktor
Qusi nicht vorhanden. Monotone, stumpfe Aufgaben ließen wenig Raum für Motivation und Entwicklungsmöglichkeiten.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben waren meist klar definiert, aber sehr einseitig. Viel Routine, wenig Lernfortschritt. Herausfordernde Tätigkeiten kamen kaum vor, obwohl Interesse und Engagement vorhanden waren. Eigenständiges Arbeiten abseits stumpfer 'copy-paste Aufgaben' war kaum möglich, da viele Prozesse nur gezeigt und nicht selbst durchgeführt werden durften.
Variation
Kaum gegeben. Besonders im ersten Einsatzbereich waren die Aufgaben sehr repetitiv. Abwechslung ergab sich nur selten, meist durch Ausnahmefälle.
Respekt
Der Umgang war grundsätzlich korrekt, einzelne Kollegen fielen jedoch durch unangebrachte Bemerkungen auf, die das Arbeitsklima belasteten.
Karrierechancen
Innerhalb des Unternehmens grundsätzlich gegeben.
Arbeitsatmosphäre
Wechselhaft. Auf persönlicher Ebenene überwiegend neutral, indifferent. Generell viele Phasen mit hoher Belastung, Unterbesetzung und Zeitdruck. Für Auszubildende weniger ein Lernumfeld, sondern eher der Eindruck, den laufenden Betrieb zu stützen/aufzufangen, was langfristig zu Überlastung und sinkender Motivation führte.
Ausbildungsvergütung
In Ordnung und durch Tarifvertäge geregelt.
Arbeitszeiten
Grundsätzlich geregelte Arbeitszeiten, aber teils widersprüchliche Aussagen zum Thema Überstunden. Homeoffice ist für Azubis nicht möglich.

