Konstruktive Rückmeldung aus dem Fahrdienst Erfahrungen und Anregungen zur Weiterentwicklung von DSW21
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsklima ist insgesamt in Ordnung. Wie in vielen Unternehmen gibt es Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit offen und angenehm ist, während andere eher zurückhaltend kommunizieren. Der Umgang miteinander ist überwiegend respektvoll, auch wenn die Kommunikation je nach Team unterschiedlich offen ausfällt.’
Image
Aus meiner Sicht hat sich das Image des Unternehmens in den letzten Jahren verändert. Während DSW21 früher als zuverlässiger Mobilitätsdienstleister mit guter Außenwahrnehmung galt, wird das Unternehmen heute häufiger aufgrund von Verspätungen, infrastrukturellen Herausforderungen und Fahrzeugausfällen kritisch gesehen. Dadurch entsteht bei vielen Fahrgästen ein negativer Gesamteindruck, obwohl viele Mitarbeitende täglich ihr Bestes geben. Ich wünsche mir, dass verstärkt in Fahrzeuge, Infrastruktur und Arbeitsbedingungen investiert wird. Das könnte die Zuverlässigkeit des Nahverkehrs verbessern, die Motivation der Mitarbeitenden stärken und das Ansehen des Unternehmens langfristig wieder steigern. Als positiven Zukunftsslogan könnte sein /Gemeinsam die Zukunft bewegen – zuverlässig, modern und mit Stolz für Dortmund
Work-Life-Balance
Während die Work-Life-Balance im Büro durch geregelte Arbeitszeiten gut unterstützt wird, ist dies im Fahrdienst nicht in gleichem Maße gegeben. Hier sehe ich Potenzial für Verbesserungen, um auch den Kollegen im Fahrdienst eine ausgewogenere Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu ermöglichen.’
Gehalt/Benefits
Das Gehalt und die Benefits sind insgesamt solide, dennoch sehe ich Potenzial nach oben. Eine attraktivere Vergütung könnte helfen, den Fahrdienst langfristig attraktiver zu machen und die Motivation sowie Bindung der Mitarbeitenden zu stärken. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten wäre eine regelmäßige Überprüfung der Vergütung aus meiner Sicht ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung.’
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In vielen Bereichen handelt das Unternehmen bereits umweltbewusst. Gleichzeitig gibt es aus meiner Sicht noch Potenzial zur Verbesserung. So ließe sich etwa durch Bewegungsmelder in Toiletten oder stromsparende Lösungen in Abstellanlagen nachhaltig Energie einsparen. Auch die Umrüstung von Pissoirs auf Sensortechnik könnte sowohl Komfort als auch Umweltfreundlichkeit erhöhen. Obwohl das Spülen per Knopfdruck funktioniert, wäre eine automatische Lösung hilfreich für diejenigen, die es vergessen könnten. So ließen sich Ressourcen sparen und die Zuverlässigkeit im Alltag erhöhen.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit mit vielen Kollegen erlebe ich als angenehm und unterstützend. Es gibt aber auch Situationen – wie in jedem Team – in denen die Kommunikation zurückhaltender ist und dadurch Abstimmungen manchmal länger dauern.’
Umgang mit älteren Kollegen
Ich erlebe den Umgang mit älteren und erfahrenen Kolleginnen und Kollegen als sehr positiv. Ihr Wissen und ihre langjährige Erfahrung sind im Arbeitsalltag eine große Unterstützung. Durch ihre praktischen Tipps und bewährte Vorgehensweisen lassen sich viele Situationen sicherer und effizienter meistern und unnöt iger Stress oder Missverständ nisse vermeiden. Der Austausch zwischen erfahrenen und neuen Mitarbeitenden trägt aus meiner Sicht wesentlich zu einer guten Zusammenarbeit und erfolgreichen Einar beitung bei.’
Vorgesetztenverhalten
Ich erlebe das Verhalten der Vorgesetzten als sehr positiv. Bei Fragen oder auch persönlichen Anliegen nimmt sich meine Teamleitung Zeit und sucht nach guten Lösungen. Auch andere Führungskräfte verhalten sich in meinem Fall unterstützend.’ Sollte es Bereiche geben, in denen die Unterstützung noch ausbaufähig ist, kann man das neutral so ergänzen: ‘In manchen Situationen würde ich mir noch klarere Absprachen wünschen, um Abläufe im Alltag noch reibungsloser zu gestalten.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen bieten aus meiner Sicht sowohl positive als auch verbesserungswürdige Aspekte. Positiv ist, dass der Fahrzeugbestand schrittweise modernisiert wird und bereits neue Fahrzeuge im Einsatz sind. Gleichzeitig besteht insbesondere bei den älteren Fahrzeugen weiterhin Verbesserungsbedarf. Bei den neueren Fahrzeugen zeigt sich, dass die Klimaanlage im Fahrerstand nicht immer zuverlässig funktioniert, was die Belastung erhöht und die Konzentration beeinträchtigen kann. Ich würde mir wünschen, dass gemeldete Mängel schneller behoben und die Fahrzeuge – unabhängig vom Alter – konsequenter instand gehalten werden.’
Kommunikation
Die Zusammenarbeit funktioniert insgesamt gut. In einigen Bereichen sehe ich noch Potenzial in der Kommunikation, etwa zwischen Leitstelle und Fahrdienst oder bei Schichtübergaben. Ein noch strukturierterer Informationsaustausch könnte helfen, Missverständnisse zu vermeiden und die Zusammenarbeit weiter zu verbessern.’
Gleichberechtigung
Die Gleichbehandlung wird im Unternehmen in vielen Bereichen positiv gelebt. Bei internen Stellenausschreibungen wünsche ich mir jedoch mehr Transparenz und nachvollziehbare Kriterien. Teilweise entsteht der Eindruck, dass persönliche Kontakte eine größere Rolle spielen als objektive Auswahlkriterien. Ein offenes und transparentes Bewerbungsverfahren könnte die Chancengleichheit stärken und allen die gleiche Möglichkeit zur Weiterentwicklung geben. Auch das aktuelle Bewertungs- und Prämiensystem bietet aus meiner Sicht Verbesserungspotenzial. Manche Kriterien wirken nicht vollständig nachvollziehbar und spiegeln die tatsächliche Arbeitsleistung nicht immer angemessen wider. Insbesondere die Bewertung krankheitsbedingter Fehlzeiten wird als kritisch empfunden, da dadurch auch unverschuldet Nachteile entstehen können. Ein transparenteres, gerechteres System mit klaren und leistungsbezogenen Kriterien könnte die Motivation fördern und von den Mitarbeitenden als gerechter wahrgenommen werden.’
Interessante Aufgaben
im Fahrdienst sind die Aufgaben inhaltlich teilweise weniger abwechslungsreich. Dafür rücken Zuverlässigkeit, Routine und das Verantwortungsbewusstsein in den Vordergrund.

