Mehr Belastung als Wertschätzung im Berufsalltag“
Die Ausbilder
Meiner persönlichen Erfahrung nach wurde Feedback fast ausschließlich in den offiziellen Gesprächen gegeben. Wenn ich im Alltag konkret nachgefragt habe, habe ich selten eine klare Rückmeldung bekommen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass Bewertungsbögen, auch wenn diese positiv ausgefallen sind, nicht immer eine Rolle spielten. Für mich wirkte es so, als würden die Ausbilder eher im Interesse des Unternehmens handeln als im direkten Sinne der Auszubildenden.
Spaßfaktor
Unter den Azubis habe ich eine entspannte und offene Stimmung erlebt – von kleinen Späßen bis hin zu lockeren Momenten, die den Alltag aufgelockert haben. Sobald Vorgesetzte in der Nähe waren, war ich mir persönlich oft unsicher, wie viel Spaß akzeptiert wird. Für mich hat das dazu geführt, dass der Spaßfaktor insgesamt eher mittelmäßig war.
Aufgaben/Tätigkeiten
Ich persönlich habe wenig klassisches „Anlernen“ erlebt. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass von uns Azubis direkt ein recht hohes Maß an Eigeninitiative und Leistung erwartet wurde – ähnlich wie von regulären Mitarbeitenden. In meinen Einsätzen (jeweils mehrere Monate pro Abteilung) wurde ich gefühlt schnell als vollwertiges Teammitglied angesehen. Für mich war das herausfordernd, da es gleichzeitig auch großen Druck erzeugen konnte.
Variation
An der Variation konnte ich persönlich nichts aussetzen. Durch das breit gefächerte Dienstleistungsangebot hatte ich die Möglichkeit, in viele verschiedene Bereiche reinzuschnuppern. Auf Wunsch waren sogar Einblicke in nicht IT-bezogene Abteilungen möglich, wenn man Interesse gezeigt hat.
Respekt
Unter den Azubis habe ich einen respektvollen Umgang und viel gegenseitige Unterstützung erlebt. Im Umgang mit Ausbildern und Management hatte ich persönlich jedoch das Gefühl, dass kleine Fehler teilweise überproportional kritisch gesehen wurden. Mein Eindruck war außerdem, dass Sympathie und die Art, wie man Kritik äußert, manchmal stärker gewichtet wurden als die Leistung. Zusätzlich habe ich es so empfunden, dass Anerkennung für gute Arbeit eher selten ausgesprochen wurde, was für mich den Respekt im Alltag deutlich geschmälert hat.
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung empfand ich als durchschnittlich – für mich weder besonders hoch noch besonders niedrig, sondern ungefähr im marktüblichen Bereich.
Arbeitszeiten
Für mich waren die Arbeitszeiten recht gewöhnlich – klassisch im 9-to-5-Rhythmus, ohne besondere Abweichungen.