Teamgeist trifft Männerclub - Ein Blick hinter die Keramikfassade
Verbesserungsvorschläge
Wenn man bei Duravit arbeitet, lernt man schnell zwei Dinge:
1. Toiletten sind ernstzunehmende Designobjekte
2. Die Kolleg:innen sind das wahre Gold des Unternehmens – und oft auch der einzige Grund, warum man montags-freitags nicht einfach unter der Bettdecke bleibt.
Duravit ist wie ein Designerbad aus den 90ern: Auf den ersten Blick schick, solide gebaut – aber sobald man die Schranktüren öffnet, weht einem der Muff vergangener Jahrzehnte entgegen. Die meisten Kolleg:innen sind das, was den Laden am Laufen hält – engagiert, klug und mit einer Resilienz, die man sonst nur bei Zen-Mönchen findet.
Oben hingegen regiert das Prinzip „Mann weiß es besser“ – gerne laut, gerne falsch, aber stets mit Selbstbewusstsein serviert.
Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Es gibt sie, einige wenige großartige männliche Kollegen im Führungsteam, die verstanden haben, worum es wirklich geht. Die nicht für ihr Ego oder ihre Rolex, sondern für ihre Teams kämpfen. Die zuhören, fördern, sich selbst reflektieren.
Diversität? Wird hier großgeschrieben – im nächsten CSR-Bericht. In der Realität bleibt sie dekoratives Beiwerk. Und Frauen in Führung? Ja, es gibt sie. Zwei Hände reichen locker, um sie zu zählen – sogar, wenn man sich beim Zählen einen Finger verstaucht. Und tragischerweise hat eine der inspirierendsten weiblichen Führungspersönlichkeiten das Unternehmen verlassen.
Kurz gesagt: Wer Wert auf starke Teams legt und einen gewissen Unterhaltungswert in Form von patriarchaler Führungskultur zu schätzen weiß, ist hier goldrichtig. Wer allerdings moderne Führung, Gleichstellung und echte Perspektiven sucht – sollte besser gleich den Spülknopf drücken.