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Bewertung

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Passabel für kurzfristige Einsätze – für langfristige Entwicklung absolut ungeeignet

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei Naxos-Diskus Schleifmittelwerke GmbH in Butzbach gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

1. Kollegenzusammenhalt und überwiegend freundliches Miteinander unter den Mitarbeitenden.

2. Flexibilität bei wichtigen Terminen oder persönlichen Verpflichtungen.

3. Verbesserungen im Bereich Umwelt- und Sozialarbeit sowie regelmäßige Audits.

4. Direkte Vorgesetzte in der Produktion haben sich nach Personalwechseln deutlich verbessert.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

1. Gehälter und Sozialleistungen, insbesondere für Produktionsmitarbeitende, sind zu niedrig und kaum an Teuerung angepasst.

2. Förderung von Mitarbeitenden und Karrierechancen erscheinen unzuverlässig und unsicher.

3. Arbeitsatmosphäre und Stimmung leiden unter fehlender Anerkennung und mangelhafter Vergütung.

4. Ungleichbehandlung von Mitarbeitenden je nach Nähe zur Führungsebene.

5. Arbeitsbedingungen in Produktion (Lärm, Schmutz, Organisation) bieten Verbesserungsbedarf.

6. Transparenz und Verlässlichkeit in Kommunikation und Unternehmensführung lassen zu wünschen übrig.

Verbesserungsvorschläge

1. Gehälter regelmäßig und vernünftig an Teuerung und Leistung anpassen, um Motivation und Bindung der Mitarbeitenden zu erhöhen.

2. Absprachen und Vereinbarungen von der Geschäftsführung konsequent einhalten, um Vertrauen zu stärken.

3. Förderung und Weiterbildung auch langfristig planen, um Karrierechancen nicht nur punktuell zu vergeben.

4. Arbeitsbedingungen in Produktion (Lärm, Schmutz, Ressourcen) verbessern, wo möglich.

5. Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden sicherstellen, unabhängig von Nähe zur Führungsebene.

6. Transparente Kommunikation und regelmäßige Präsenz der Geschäftsführung erhöhen, um die Unternehmenskultur zu stabilisieren.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat in den letzten Monaten/Jahren stark gelitten, da Gehälter kaum an die aktuelle Lage und Teuerung in Deutschland angepasst werden. Dies wirkt sich deutlich negativ auf die Stimmung im gesamten Betrieb aus. Einige wertvolle Mitarbeitende haben bereits gekündigt oder sind in den Ruhestand gegangen, und es ist zu erwarten, dass weitere folgen, da keine Besserung in Sicht ist.

Image

Nach außen hin versucht das Unternehmen ein positives Bild zu vermitteln, doch intern weichen Realität und Selbstdarstellung deutlich voneinander ab. Häufig wird von Diskrepanzen zwischen Versprechen der Führung und tatsächlichem Handeln berichtet.

Work-Life-Balance

Wichtige Termine oder persönliche Verpflichtungen können in der Regel wahrgenommen werden, die Flexibilität ist größtenteils gegeben.

Karriere/Weiterbildung

Allem Anschein nach wurden qualifizierte Mitarbeitende, wie die letzten Meister, gezielt gefördert und in leitende Positionen eingesetzt. Ob dies in Zukunft weiterhin möglich sein wird, ist jedoch fraglich, da die Geschäftsführung regelmäßig angibt, dass die Kassen knapp sind.

Gehalt/Benefits

Das mit Abstand traurigste Kapitel im Betrieb = die Vergütung

Kollegen in der Produktion bleiben am Monatsende deutlich hinter dem zurück, was ihre Arbeit tatsächlich wert wäre. Unwillkürliche Kurzarbeit bei gleichzeitig guter Auftragslage hat die Situation in der Vergangenheit zusätzlich verschärft, sodass vom ohnehin niedrigen Lohn noch weniger übrigblieb. Zwar ist aktuell keine Kurzarbeit geplant, jedoch entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen rein nach Zahlen aus dem Computer getroffen werden, anstatt die reale Situation in der Produktion vor Ort zu betrachten.

Bei den Angestellten fällt die Bezahlung zwar etwas besser aus, doch auch hier besteht klarer Verbesserungsbedarf – zumal einige Gehälter intern offen kommuniziert werden und entsprechend bekannt sind. Insgesamt wirkt es so, als hingen finanzielle Entwicklungsmöglichkeiten stark davon ab, wie gut das Verhältnis zur Geschäftsführung ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

In den letzten Jahren gab es Bestrebungen, sich in diesem Bereich zu verbessern. Interne und externe Audits werden mittlerweile in regelmäßigen Abständen durchgeführt.

Kollegenzusammenhalt

Im Kollegenkreis herrscht überwiegend Freundlichkeit und Zusammenhalt. Einzelne weniger vertrauenswürdige Personen gibt es allerdings auch hier – das lässt sich jedoch in jedem Betrieb finden.

Umgang mit älteren Kollegen

Die Förderung von langjährigen oder auch das Zuvorkommen für ältere Mitarbeitende ist nur eingeschränkt vorhanden. Unabhängig von der Betriebszugehörigkeit fühlt man sich oft wie einer von vielen.

Vorgesetztenverhalten

Seit dem Austausch der Produktionsleitung hat sich das Verhalten der direkten Vorgesetzten deutlich verbessert. Von der Geschäftsführung ist ein solches Niveau nicht zu erwarten. Obwohl sie inzwischen aus fast drei Personen besteht, ist lediglich einer regelmäßig präsent – von den anderen ist kaum etwas zu sehen. Absprachen und Vereinbarungen werden häufig nicht oder nur teilweise eingehalten. Freundlich im Umgang sind sie zwar, jedoch werden leider oft Unwahrheiten gesagt, um es Mitarbeitenden recht zu machen. Versprechungen werden nur unzureichend eingehalten.

Arbeitsbedingungen

Der Arbeitsbereich ist stark lärmbelastet und mit Schmutz und Staub verbunden, was in einem produzierenden Unternehmen zwar grundsätzlich üblich ist, jedoch besteht hier noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Der Maschinenpark befindet sich teilweise in einem katastrophalen Zustand – viele Anlagen werden regelmäßig notdürftig geflickt, anstatt sie rechtzeitig zu erneuern oder auszutauschen.

Kommunikation

Kaum bis gar nicht vorhanden. Informationen werden unzureichend oder gar nicht weitergegeben.

Gleichberechtigung

Mitarbeitende, die der Führungsebene näherstehen, werden augenscheinlich bevorzugt behandelt. Dadurch wird übermittelt, dass nicht für alle die gleichen Maßstäbe gelten.

Interessante Aufgaben

Die Branche bringt verschiedene, handwerkliche Aufgaben mit sich, bietet jedoch nur sehr wenig Raum für Innovation. Der Maschinenpark ist extrem veraltet und stark kostengünstig betrieben, wobei notwendige Investitionen nur zögerlich oder gar nicht erfolgen. Honring- sowie CBN-Fertigung sind hiervon ausgenommen.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.