Kein guter Arbeitgeber
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es gibt interessante Projekte, viele kompetente Kollegen und Teams, in denen man sich fachlich sehr gut entwickeln kann.
Gleichzeitig waren Führung, Kommunikation, Leistungsbewertung und Entwicklungsmöglichkeiten für mich nicht immer transparent und nachvollziehbar. Gerade deshalb würde ich Bewerbern empfehlen, sich vorab genau über das konkrete Team und die jeweilige Führungskraft zu informieren.
Denn meiner Erfahrung nach kann das einen sehr großen Unterschied machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Was ich besonders kritisch erlebt habe, war der Umgang mit Fehlern.
Natürlich passieren in jedem Unternehmen Fehler. Problematisch wird es meiner Meinung nach dann, wenn kleinere Fehler oder alltägliche Versäumnisse teilweise sehr stark problematisiert werden und dadurch ein erheblicher Druck entsteht.
Ich habe erlebt, dass Mitarbeiter wegen aus meiner Sicht vergleichsweise kleiner Dinge sehr stark unter Druck gesetzt wurden.
Gleichzeitig hatte ich nicht immer den Eindruck, dass Arbeitsbelastung, Projektbedingungen oder die Verantwortung einzelner Mitarbeiter bei der Bewertung von Fehlern ausreichend berücksichtigt wurden.
Was mich rückblickend am meisten beschäftigt, ist nicht ein einzelner Vorfall, sondern das Gesamtbild.
Ich habe über die Jahre erlebt, dass Mitarbeiter stark unter Druck geraten konnten, dass Entwicklungsmöglichkeiten nicht immer nachvollziehbar waren und dass Entscheidungen teilweise sehr unterschiedlich begründet oder umgesetzt wurden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Erfahrung sehr stark davon abhängig, in welchem Team und unter welcher Führungskraft man landet. Es gibt wirklich gute Teamleads, die ihre Mitarbeiter fördern, Stärken erkennen und unterstützen. Gleichzeitig gibt es Führungskräfte, bei denen sehr schnell Druck entsteht und bei denen Erwartungen nicht immer nachvollziehbar oder einheitlich sind.
Work-Life-Balance
Der Faktura Druck und Reisezeit also Arbeitszeit führten meiner Meinung nach nicht zu einer guten Work-Life-Balance
Karriere/Weiterbildung
Die Kriterien für Weiterentwicklung waren für mich nicht immer eindeutig und nachvollziehbar. Anforderungen und Feedback konnten sich je nach Führungskraft deutlich unterscheiden, wodurch nicht immer klar war, welche Erwartungen tatsächlich für die weitere Entwicklung ausschlaggebend sind.
Gerade bei der beruflichen Weiterentwicklung würde ich mir mehr Transparenz und einheitlichere Maßstäbe wünschen.
Gehalt/Benefits
Es gibt bzw. gab verschiedene Benefits.
Bei der Gehaltsentwicklung wird ein fairer und einheitlicher Ansatz vermittelt. Meine Erfahrung war allerdings, dass die tatsächliche Entwicklung teilweise deutlich stärker individuell schwankte. Bei vergleichbaren Tätigkeiten, Titeln und Qualifikationen waren Unterschiede für mich nicht immer nachvollziehbar.
Auch bei Bonuszahlungen empfand ich die Kommunikation teilweise als wenig transparent.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe viele wirklich tolle, intelligente und hilfsbereite Kollegen kennengelernt. In manchen Teams war der Zusammenhalt hervorragend und man konnte fachlich unglaublich viel voneinander lernen.
Die Kollegen waren für mich einer der größten Pluspunkte.
Leider gilt auch hier: Man kann Glück oder Pech damit haben, in welchem Team man landet.
Vorgesetztenverhalten
Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten wurden grundsätzlich strukturiert dargestellt. In der Praxis habe ich allerdings erlebt, dass die tatsächlichen Entscheidungen nicht immer anhand klar nachvollziehbarer Kriterien getroffen wurden.
Bei einer Beförderung habe ich beispielsweise erlebt, dass sich die Begründungen im Verlauf verändert haben und teilweise auf Kritik aus der Vergangenheit zurückgegriffen wurde. Nachdem diese Punkte aus meiner Sicht über längere Zeit sachlich aufgearbeitet und widerlegt bzw. erfüllt worden waren, blieb trotzdem unklar, nach welchen Kriterien die Entscheidung letztendlich getroffen wurde.
Auch Zusagen zu Entwicklung und Vergütung wurden aus meiner Erfahrung nicht immer so umgesetzt, wie sie vorher kommuniziert worden waren.
Kommunikation
Allgemeine Informationen wurden regelmäßig über Teammeetings kommuniziert. Bei vielen anderen Themen war der persönliche Austausch oder der sogenannte Flurfunk allerdings teilweise informativer als die offizielle Kommunikation.
Entscheidungen und Veränderungen waren dadurch nicht immer transparent.
Interessante Aufgaben
Die Projekte können sehr interessant und abwechslungsreich sein. Es gibt viele unterschiedliche Technologien, Kunden und Aufgabenbereiche und gerade von erfahrenen Kollegen kann man sehr viel lernen.
Gleichzeitig habe ich erlebt, dass interne Entwicklungsmöglichkeiten nicht immer ausgeschöpft wurden. Mitarbeiter, die sich verändern oder weiterentwickeln wollten, haben teilweise keine passende Perspektive bekommen, obwohl entsprechende Aufgaben grundsätzlich vorhanden gewesen wären.
Ein weiterer Punkt, den ich kritisch sehe, ist der Umgang mit Wissen. Bei spezialisierten Projekten sollte aus meiner Sicht wesentlich stärker darauf geachtet werden, Wissen über Technologien, Kunden und Projekte langfristig im Unternehmen zu sichern.

