Zahlen statt Zusammenhalt – Der Preis des Wachstums
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Miteinander im direkten Arbeitsumfeld ist ein großer Pluspunkt: Vorarbeiter, Meister und Kolleginnen und Kollegen arbeiten engagiert und zielorientiert zusammen – alle ziehen an einem Strang. Dazu kommt ein spannendes Produkt und die Möglichkeit, gute, sinnvolle Arbeit zu leisten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zahlen statt Zusammenhalt – der Preis des Wachstums ist spürbar. Der Fokus liegt zunehmend auf Kennzahlen, während Teamgeist und Wertschätzung auf der Strecke bleiben. Die Planung ist oft unkoordiniert, und auf Führungsebene – insbesondere bei den Abteilungsleitern – mangelt es an klarer Linie und Kompetenz. Ein weiteres Problem zeigt sich in der Qualitätssicherung: Statt von der zuständigen Abteilung wird diese zunehmend von der Fertigung selbst übernommen, was langfristig weder effizient noch fachgerecht ist.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance bleibt in diesem Unternehmen stark auf der Strecke: Gearbeitet wird im Zwei-Schicht-System, die Einsatzplanung erfolgt maximal eine Woche im Voraus – was private Planungen nahezu unmöglich macht. Mehrarbeit wird täglich erwartet, idealerweise auch samstags. Gleichzeitig wird ein sehr genaues Auge auf Krankheitstage geworfen. Kurz gesagt: Die Arbeit steht klar im Vordergrund, während das persönliche Leben kaum Berücksichtigung findet.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen werden in der Fertigung nicht angeboten.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Einzelnen Kollegen in der Regel sehr Gut. Die Meister haben immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit langjährigen Mitarbeitern lässt zu wünschen übrig: Auch wenn Kolleginnen und Kollegen dem Unternehmen über Jahrzehnte treu gedient haben, scheint ihre Vergangenheit bei vermehrter Krankheit plötzlich keine Rolle mehr zu spielen. Statt Wertschätzung erfahren sie Ausgrenzung – viele werden stillschweigend aufs Abstellgleis geschoben, anstatt ihre Erfahrung und Loyalität anzuerkennen und sinnvoll einzubinden.
Vorgesetztenverhalten
Meister und Vorarbeiter agieren streng, aber fair und setzen sich engagiert für ihre Teams ein. Leider werden sie dabei von ihren eigenen Vorgesetzten weitgehend im Stich gelassen. Ihre Meinungen und Rückmeldungen finden kaum Gehör, was nicht nur ihre Position schwächt, sondern auch das gesamte Führungsgefüge belastet
Arbeitsbedingungen
Es wird viel dafür getan, das die Arbeitsbedingungen stetig verbessert werden. Arbeitsumfeld in einigen Bereich Hell und Modern, in weniger genutzten Gebäuden in die Jahre gekommen.
Kommunikation
Die Meister und Vorgesetzten der einzelnen Abteilungen engagieren sich täglich mit vollem Einsatz. Doch ihr Engagement gleicht oft einem Kampf gegen Windmühlen – denn die abteilungsübergreifende Kommunikation im Unternehmen ist stark verbesserungswürdig. Informationen fließen unkoordiniert oder gar nicht, was die Zusammenarbeit erheblich erschwert und unnötige Reibungsverluste verursacht.
Gehalt/Benefits
In der Fertigung erfolgt die Bezahlung unabhängig von individueller Leistung oder Engagement. Leistungsbereitschaft wird finanziell nicht honoriert, und Spielraum für Gehaltsverhandlungen besteht praktisch nicht.