Ihr Unternehmen?

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Dyson
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Von außen Hui, von Innen Pfui!

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2020 bei Dyson GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Einige Kolleg:innen bemühen sich trotz der Umstände, ein gutes Miteinander zu schaffen

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Unternehmensführung ist von katastrophaler Kommunikation geprägt. Informationen kommen entweder gar nicht, zu spät oder widersprüchlich. Entscheidungen werden ausschließlich auf globalen Top-Management- oder HR-Level getroffen, völlig intransparent und ohne Einbeziehung der Mitarbeitenden oder Differenzierung der verschiedenen Regionen.

Die 5-Tage-Office-Pflicht zeigt klar, dass das Wohl der Mitarbeitenden keine Rolle spielt. Als „Benefit“ wird ein Großraumbüro verkauft, in dem konzentriertes Arbeiten faktisch unmöglich ist: Der Geräuschpegel bleibt durchgehend hoch, die Luftqualität nimmt schon um die Mittagszeit deutlich ab, und Beschwerden über Atemprobleme sind keine Seltenheit. Die Klimaanlage ist ein weiteres Beispiel für fehlende Fürsorge: Im Sommer schwanken die Temperaturen zwischen 8 und 15 Grad. Wer versucht, mit einem Heizlüfter gegenzusteuern, wird drum gebeten, diesen umgehend auszuschalten und bekommt ihn abgenommen.

Auch beim Thema Gehalt ist ein deutlicher Negativtrend spürbar. Während früher zumindest Gehalt und Boni noch einen gewissen Anreiz boten, versucht man inzwischen offenbar, das Unternehmen so herunterzuwirtschaften, dass versprochene Gehaltserhöhungen ausbleiben und Boni trotz harter Arbeit wegfallen. Umso irritierender ist es, dass es gleichzeitig einzelne, kaum nachvollziehbare Fälle gibt, in denen diese Zahlungen doch erfolgen – was die Intransparenz weiter verstärkt.

Durch die personellen Umstrukturierungen (Sommer 2024!) sind zudem fast alle Teams chronisch unterbesetzt seither. Das führt zu einer dauerhaften Überlastung der verbleibenden Mitarbeitenden, die mehr Aufgaben schultern müssen, ohne entsprechende Entlastung oder Anerkennung oder klaren Prioritäten. Warum mehr Geld ausgeben für mehr Leute, wenn man die Hinterbliebenen einfach ausnehmen kann?

Gleichzeitig herrscht eine Kultur der Angst. Druck wird von oben nach unten weitergegeben, sodass viele Mitarbeitende selbst in Überforderungssituationen nicht den Mut haben, dies offen anzusprechen. Wer Schwäche eingesteht, riskiert, sich sämtliche Aufstiegschancen zu verbauen. Diese Angst ist tief im Unternehmen verankert und kommt von ganz oben: Entscheidungen, die angeblich direkt vom Gründer stammen, werden hingenommen wie unumstößliche Wahrheiten. Sie zu hinterfragen oder gar für sich selbst einzustehen, ist faktisch ausgeschlossen aus Sorge vor Kündigung oder dem endgültigen Karriere-Aus im Unternehmen.

Aufstiegschancen existieren kaum noch. Früher war Karriere möglich, wenn man bereit war, dem Vorgesetzten nach dem Mund zu reden – fachliche Kompetenz spielte eine untergeordnete Rolle. Das Resultat: Heute sitzen in vielen Positionen Personen, die wenig Ahnung von ihrem Aufgabenbereich haben, aber im richtigen Moment die richtigen Worte gefunden haben. Auch wenn diese Zeiten offiziell vorbei sind, bleibt das Relikt dieser Personalpolitik weiterhin spürbar, denn das Unternehmen wird von semi erfahrenen Young Professionals geführt. Expertise gibt es nur in Einzelfällen.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge:
• Eine klare und konsistente Kommunikationsstrategie etablieren, um Transparenz und Vertrauen zu schaffen
• Führungskräfte gezielt in Leadership und Mitarbeiterführung schulen, damit Druck nicht durch Angst, sondern durch Vorbild und Motivation ersetzt wird
• Flexiblere Arbeitsmodelle statt starrer 5-Tage-Office-Pflicht ermöglichen
• Faire, nachvollziehbare und transparente Vergütungs- und Bonusmodelle einführen
• Büroarbeitsbedingungen ernsthaft verbessern (Raumklima, Lautstärke, Luftqualität)
• Teams personell ausreichend ausstatten, um Überlastung und gesundheitliche Folgen zu verhindern
• Eine offene Feedbackkultur aufbauen, in der Mitarbeitende ohne Angst vor Konsequenzen Probleme ansprechen können
• Aufstiegschancen nach klaren, objektiven Kriterien vergeben – nicht nach Nähe zur Führung oder „richtiger“ Anpassung

Image

Nach außen sehr gut.


Arbeitsatmosphäre

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Gehalt/Benefits

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.