DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH Logo

DZR 
Deutsches 
Zahnärztliches 
Rechenzentrum 
GmbH
Bewertung

TopCompany6 Jahre

Viel Potenzial, aber in der Umsetzung noch deutlich ausbaufähig

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei DZR Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist die vielseitige Arbeitswelt im Factoring-Bereich, die grundsätzlich gute Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Sowohl interne Weiterentwicklungen als auch spätere berufliche Perspektiven außerhalb des Unternehmens können durch die gesammelten Erfahrungen begünstigt werden. Insgesamt wirkt die Tätigkeit als solide und wertvolle Station im Lebenslauf.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Als verbesserungswürdig sehe ich insbesondere die bestehende Struktur und die Abgrenzung von Verantwortlichkeiten. Prozesse und Zuständigkeiten könnten aus meiner Sicht klarer definiert werden, um effizientere Abläufe zu ermöglichen. Fachübergreifende Tätigkeiten sollten dabei nicht zum Standard werden, sondern Aufgaben sollten stärker innerhalb der jeweiligen Fachabteilungen gebündelt werden.

Viele weitere Punkte wurden bereits in den vorherigen Abschnitten beschrieben.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht besteht ein wichtiger Verbesserungspunkt darin, talentierte und motivierte Mitarbeitende gezielter zu fördern und ihnen das Gefühl zu geben, gesehen und ernst genommen zu werden. Entwicklung sollte dabei nicht primär mit zusätzlichen Hürden oder einem sehr hohen Nachweisaufwand verbunden sein, sondern stärker auf Vertrauen und Förderung basieren. Ein moderner Führungs- und Entwicklungsansatz könnte dazu beitragen, Potenziale frühzeitiger zu erkennen und Mitarbeitende gezielt weiterzuentwickeln, anstatt sie zunächst über einen längeren Zeitraum „beweisen“ zu lassen. Aus meiner Sicht wäre ein stärker vertrauensbasierter und zukunftsorientierter Ansatz wünschenswert, um Motivation und Bindung langfristig zu stärken.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre empfinde ich aktuell als angespannt und wenig motivierend. Veränderungen in Prozessen werden teilweise ohne ausreichende Einbindung der Mitarbeitenden umgesetzt. Zudem kommen neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten hinzu, ohne dass hierfür spürbare Entlastungen oder Anpassungen des Arbeitsumfangs erfolgen. Dies führt aus meiner Sicht zu einer steigenden Belastung und wirkt sich negativ auf die Motivation aus.

Image

Nach Außen Hui aber Innen so lala

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance empfinde ich in meinem Arbeitsalltag als nur eingeschränkt gegeben. Die Wochenarbeitszeit von 39,5 Stunden wird durch die Servicezeiten bereits weitgehend vollständig ausgeschöpft, wodurch wenig Flexibilität für eine individuelle Arbeitsgestaltung bleibt. Hinzu kommt die Erwartung einer hohen Erreichbarkeit, was die notwendige Abgrenzung zwischen Berufs- und Privatleben erschwert.

Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice werden zwar als Vorteile kommuniziert, deren praktische Umsetzung gestaltet sich jedoch häufig schwieriger als erwartet. Insbesondere beim Thema Homeoffice entsteht mitunter der Eindruck, dass dieses eher als „Nice-to-have“ betrachtet wird als als fest etablierter Bestandteil moderner Arbeitsorganisation. Selbst bei langfristig geplanten Homeoffice-Tagen können kurzfristige Änderungen dazu führen, dass persönliche Planungen angepasst werden müssen. Der Begriff „Nice-to-have“ fällt dabei so regelmäßig, dass er sinnbildlich für den Umgang mit verschiedenen Flexibilitätsangeboten steht.

Insgesamt besteht aus meiner Sicht eine Diskrepanz zwischen den kommunizierten Möglichkeiten und deren tatsächlicher Umsetzbarkeit im Arbeitsalltag.

Karriere/Weiterbildung

Im Bereich Karriere und Weiterbildung sehe ich deutlichen Verbesserungsbedarf. Zwar werden Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten grundsätzlich in Aussicht gestellt, in der praktischen Umsetzung wirken diese jedoch wenig strukturiert und nicht ausreichend begleitet. Teilweise beschränkt sich die tatsächliche Weiterbildung eher auf eigenständiges Lernen, beispielsweise durch das Anschauen von ähnlich "YouTube-Videos" anstatt gezielte interne Schulungsangebote anzubieten.

Auch im Hinblick auf Karriereentwicklung entsteht der Eindruck, dass hohe Anforderungen an Mitarbeitende gestellt werden, um sich für höhere Positionen zu qualifizieren, während klare und transparente Entwicklungspfade nicht immer erkennbar sind. Gleichzeitig wirkt die Besetzung von Positionen aus Mitarbeitersicht nicht durchgängig nachvollziehbar nach einheitlichen Kriterien.

Insgesamt führt dies dazu, dass aus meiner Sicht Potenzial verloren geht und auch engagierte, talentierte Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Eine strukturiertere Förderung sowie klar definierte Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten könnten hier deutlich zur Mitarbeiterbindung beitragen.

Gehalt/Benefits

Man kann davon Leben

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird noch viel zu viel mit Papier gearbeitet. Besserung ist zwar in Sicht aber schleppend.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt wird meiner Wahrnehmung nach durch unterschiedliche Verhaltensweisen im Team beeinträchtigt. Teilweise entsteht der Eindruck, dass für einzelne Personen andere Maßstäbe gelten als für den Rest des Teams. Darüber hinaus begegnen sich Mitarbeitende nicht immer mit dem erforderlichen Respekt, was sich vereinzelt auch im Umgang mit Kunden und Patienten bemerkbar macht. Zudem bilden sich stellenweise feste Gruppenstrukturen, die es neuen oder anderen Kolleginnen und Kollegen erschweren können, sich vollständig ins Team integriert zu fühlen. Aus meiner Sicht besteht hier Potenzial, den Teamgeist und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit stärker zu fördern. Klare Verhaltensstandards sowie eine konsequente Förderung eines respektvollen und wertschätzenden Miteinanders könnten dazu beitragen, den Zusammenhalt nachhaltig zu stärken.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit Mitarbeitenden unterschiedlichen Alters wirkt aus meiner Sicht nicht durchgängig einheitlich. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass sowohl ältere als auch jüngere Mitarbeitende teilweise vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen, was die langfristige Einbindung im Unternehmen betrifft.

Bei jüngeren Mitarbeitenden spielt aus meiner Wahrnehmung heraus zudem die Lebensplanung, insbesondere im Hinblick auf mögliche Familienphasen, in bestimmten Kontexten eine Rolle in der Personalplanung und -einschätzung. Hier wäre aus meiner Sicht ein stärker neutraler und stärker auf langfristige Perspektiven ausgerichteter Umgang wünschenswert.

Insgesamt sehe ich Potenzial, alters- und lebensphasenunabhängige Kriterien noch konsequenter und transparenter zu gestalten, um eine gleichberechtigte Behandlung aller Mitarbeitenden sicherzustellen.

Vorgesetztenverhalten

Beim Vorgesetztenverhalten nehme ich sowohl positive als auch verbesserungswürdige Aspekte wahr. Es gibt Führungskräfte, die ihre Aufgaben sehr engagiert und kompetent wahrnehmen, gleichzeitig bestehen aus meiner Sicht bei einzelnen Vorgesetzten insbesondere im zwischenmenschlichen Bereich noch Entwicklungsmöglichkeiten.

Viele Führungskräfte verfügen über eine langjährige Unternehmenszugehörigkeit und bringen ein hohes fachliches Know-how mit, was für das Unternehmen zweifellos wertvoll ist. Gleichzeitig wäre in einigen Fällen ein stärkerer Fokus auf moderne Führungs- und Kommunikationskultur wünschenswert.

Positiv hervorheben möchte ich, dass aktuell auch jüngeren Mitarbeitenden die Möglichkeit gegeben wird, Führungsverantwortung zu übernehmen. Dieser Schritt war aus meiner Sicht längst überfällig und kann dazu beitragen, neue Perspektiven, moderne Denkweisen und zeitgemäße Führungsansätze stärker im Unternehmen zu etablieren.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind insgesamt solide, bieten jedoch in einigen Bereichen Entwicklungspotenzial. Die Räumlichkeiten befinden sich in einem älteren Gebäude, dessen baulicher Zustand teilweise modernisierungsbedürftig wirkt. Positiv hervorzuheben sind klimatisierte Räume sowie ergonomisch gestaltbare Arbeitsplätze mit zwei Monitoren.

Gleichzeitig besteht aus meiner Sicht insbesondere im Bereich der technischen Ausstattung noch Verbesserungspotenzial, da diese teilweise nicht dem aktuellen Stand entspricht. Für die Arbeit im Homeoffice ist zudem eine eigene technische Ausstattung erforderlich, insbesondere für die telefonische Kommunikation mit Kunden oder Patienten im Service. Dies wirft aus meiner Sicht Fragen hinsichtlich der einheitlichen Bereitstellung von Arbeitsmitteln und der praktischen Umsetzung von Datenschutzanforderungen auf.

Insgesamt sind die Rahmenbedingungen funktional, könnten jedoch insbesondere im Bereich Infrastruktur und technischer Ausstattung modernisiert werden.

Kommunikation

Das Unternehmen befindet sich aktuell in einer weitreichenden Umstrukturierung. Die Auswirkungen und Vorteile dieser Veränderungen für die Mitarbeitenden sind bislang nur schwer nachvollziehbar. Die Kommunikation zu den laufenden Maßnahmen wirkt häufig unpersönlich und lässt an einigen Stellen Transparenz vermissen. Insgesamt scheint derzeit ein sehr starker Fokus auf Optimierungsmaßnahmen zu liegen, wodurch die Bedürfnisse und Perspektiven der Mitarbeitenden teilweise in den Hintergrund geraten.

Gleichberechtigung

Die Gleichbehandlung der Mitarbeitenden wird aus meiner Sicht im Arbeitsalltag nicht immer konsequent gelebt. Unabhängig von Faktoren wie Geschlecht oder Alter entsteht teilweise der Eindruck, dass unterschiedliche Mitarbeitende nicht nach denselben Maßstäben behandelt werden und sich die Rahmenbedingungen im Einzelfall deutlich unterscheiden.

Auch im Hinblick auf die Vergütung wirkt die interne Transparenz und Nachvollziehbarkeit aus meiner Sicht begrenzt. Es entsteht vereinzelt der Eindruck, dass vergleichbare Tätigkeiten und zusätzliche Leistungen nicht immer einheitlich berücksichtigt oder entsprechend honoriert werden. Dies kann zu einem Gefühl fehlender Fairness führen.

Aus meiner Sicht besteht hier Potenzial, Prozesse und Kriterien zur Gleichbehandlung sowie zur Vergütungsstruktur klarer und transparenter zu gestalten.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben selbst empfinde ich als abwechslungsreich und interessant. Gleichzeitig sehe ich in einigen Arbeitsabläufen noch erhebliches Potenzial zur Optimierung, insbesondere im Bereich der Digitalisierung.

Trotz vorhandener technischer Möglichkeiten werden viele Vorgänge weiterhin auf klassische Weise abgewickelt. Beispielsweise erfolgt die Kommunikation in bestimmten Fällen noch postalisch, obwohl entsprechende digitale Schnittstellen und Kommunikationswege bereits vorhanden sind. Darüber hinaus werden zahlreiche Schreiben weiterhin manuell unterschrieben, was aus meiner Sicht zusätzliche Bearbeitungszeiten verursacht und Prozesse unnötig verlängert.

Eine konsequentere Nutzung der bestehenden digitalen Möglichkeiten könnte Arbeitsabläufe deutlich effizienter gestalten, Bearbeitungszeiten verkürzen und den administrativen Aufwand für die Mitarbeitenden reduzieren.

HilfreichHilfreich?1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Karriere TeamPersonalabteilung

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

vielen Dank für Ihre ausführliche und offene Rückmeldung. Wir schätzen es, dass Sie sich die Zeit genommen haben, um Ihre Erfahrungen zu teilen.

Wir nehmen Ihre Anmerkungen sehr ernst und verstehen sie als wichtigen Impuls, um uns als Arbeitgeber kontinuierlich weiterzuentwickeln. Es tut uns leid, dass Sie Ihre Zeit bei uns nicht durchweg positiv erlebt haben.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Engagement.

Alles Gute und freundliche Grüße
Ihr DZR Karriere Team

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.