Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen versucht viele interessante Aufgaben anzubieten und möchte nun den Austausch zwischen verschiedenen Teams fördern. Manche Türen stehen etwas offen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich muss mich immer wiederholen, aber es ist wirklich enttäuschend zu sehen, dass in diesem Unternehmen nicht die fähigsten Mitarbeiter die besten Chancen erhalten, sondern vielmehr diejenigen, die sich am besten an die bestehenden Strukturen und Hierarchien anpassen. Diese Entwicklung führt zu einer toxischen Atmosphäre, in der kritisches Denken und Unabhängigkeit nicht nur übersehen, sondern regelrecht entmutigt werden. Es fühlt sich an, als würde Leistung weniger zählen als blindes Befolgen von Regeln, was das Unternehmen langfristig in seiner Entwicklung behindert.
Hinzu kommen endlose, ineffiziente Kommunikationswege, die jegliche Entscheidungen unnötig verzögern und den Arbeitsfluss behindern. Vereinbarte Absprachen werden oft nicht eingehalten, was zu einem ständigen Gefühl der Unsicherheit führt. Anstatt in offenen Dialog zu treten, gibt es häufig regelrechtes „Ghosting“. Wichtige Rückmeldungen oder Entscheidungen werden einfach ignoriert, als würde man nicht existieren. All das trägt zu einer Atmosphäre bei, in der Vertrauen und Verlässlichkeit immer mehr verloren gehen.
Was ich besonders schade finde, ist, dass man als Mitarbeiter oft das Gefühl hat, viele Dinge einfach hinnehmen zu müssen, ohne dass eigene Anliegen oder Forderungen in angemessenem Maß berücksichtigt werden. In einem Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis sollte es jedoch eine beidseitige Verantwortung geben, bei der auch der Arbeitnehmer berechtigt ist, Forderungen zu stellen und diese sollten ernst genommen werden.
Natürlich mag es sein, dass einige Forderungen in der Geschäftsführung als unangenehm oder schwierig empfunden werden. Aber es wäre hilfreich, wenn man sich öfter die Frage stellt, warum ein Mitarbeiter bestimmte Anliegen äußert und was der Hintergrund dieser Forderung ist. Leider führt das häufig zu unangenehmen Absagen, die einen Mitarbeiter das Gefühl geben, es besser nie versucht zu haben, etwas zu fordern. Das sorgt für Unsicherheit und trägt zu einer Arbeitsatmosphäre bei, in der man sich als Mitarbeiter eher zurückzieht, statt offen mit seinen Anliegen umzugehen. Und auch hier muss man sagen, dass Wir sind kein Weltkonzern und das sollte Teil der Kultur sein. Das geht alles besser!
Verbesserungsvorschläge
Es wäre entscheidend, dass das Unternehmen konsequenter auf die Einhaltung von Absprachen achtet. Eine transparente Kommunikation und klare Vereinbarungen sind notwendig, um Missverständnisse zu vermeiden und das Vertrauen der Mitarbeiter in die Führung zu stärken. Nur durch klare Absprachen kann eine langfristige Zusammenarbeit auf Augenhöhe gewährleistet werden..Ein System, das echte Kompetenz belohnt und nicht nur Loyalität oder Anpassung, würde dazu beitragen, die langfristige Innovationskraft und den Erfolg des Unternehmens zu sichern. Es sollte stärker darauf geachtet werden, dass Mitarbeiter für ihre Leistung und nicht für ihre Anpassungsfähigkeit belohnt werden.
Arbeitsatmosphäre
Im Unternehmen hat sich zunehmend eine Kultur etabliert, die die Anpassungsfähigkeit über echte Leistung und Innovation stellt. Mitarbeiter, die eigenständig denken oder bestehende Prozesse hinterfragen, finden oft weniger Anerkennung als diejenigen, die sich problemlos in bestehende Strukturen einfügen. Viele leistungsstarke Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen, da ihre Ideen nicht gehört oder abgetan werden.
Das Unternehmen könnte langfristig von einer Kultur profitieren, in der nicht nur Anpassungsfähigkeit, sondern auch Kreativität und Innovationsgeist gefördert werden. Wenn weiterhin vor allem diejenigen bleiben, die sich nicht gegen den Status quo stellen, könnte dies zu einem Stillstand führen und das Wachstum des Unternehmens gefährden.
Image
Früher war unser Unternehmen sehr angesehen, aber leider hat unser Image in letzter Zeit stark gelitten. Zu viele talentierte Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen, und in unserer Branche ist es schwierig, anonym zu bleiben. Jeder kennt jeden. Aus meiner Sicht haben einige ehemalige Mitarbeiter möglicherweise aus Frust das Image des Unternehmens negativ beeinflusst bzw. tun es noch. Es wäre wichtig, dass die Geschäftsführung aktiv daran arbeitet, das Image zu schützen und das Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Dies ist den loyalen und langjährigen Mitarbeitern gegenüber mehr als gerechtfertigt.
Work-Life-Balance
Manchmal gut und manchmal schlecht.
Karriere/Weiterbildung
Es scheint leider so, dass nicht immer die tatsächliche Kompetenz belohnt wird, sondern die Fähigkeit, sich an Hierarchien und starre Strukturen anzupassen. Mitarbeiter, die selbstständig denken und eigenständige Maßstäbe ansetzen, passen oft nicht in solche Systeme, die stark von Abhängigkeit und Machtstrukturen geprägt sind. Manche klettern die Karrieleiter sehr schnell hoch und aus meiner Sicht, haben diese Personen wirklich nichts positives für das Unternehmen beigetragen. Wie wird Leistung in diesem Unternehmen gemessen und ausgewertet?
Gehalt/Benefits
Es kommt auf die Rolle an. Manche Rolle absolut gut und manche absolut zu wenig. Auch hier: Es kommt drauf an wer man ist und wie viel Honig man im Topf hat.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Schwierig zu beurteilen. Im Vergleich zu anderen Unternehmen zu wenig.
Kollegenzusammenhalt
In einigen Teams ist es nicht unbedingt der leistungsstärkste Mitarbeiter, der sich eine gute Position erarbeitet, sondern derjenige, der sich durch Anpassung und Loyalität auszeichnet. Solche Mitarbeiter erscheinen nach außen oft als ‚pflegeleicht‘, doch intern können sie das Teamklima negativ beeinflussen, indem sie sich nicht mit den besten Lösungen oder Ideen einbringen.
Vorgesetztenverhalten
Leistungsstarke Mitarbeiter stellen gezielt Fragen, erkennen Unstimmigkeiten und sprechen Probleme frühzeitig an, was oft zu Spannungen mit Führungskräften führt, die unangenehme Themen vermeiden. Anstatt Konflikte zu lösen, entfernen unsichere Führungskräfte oft die Person, die Kritik äußert, und bevorzugen diejenigen, die weniger herausfordernd sind, auch wenn diese fachlich schwächer sind.
Vorgesetzte sollten eine Vorbildfunktion übernehmen. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum einige Führungskräfte sich wie ein Bulldozer verhalten und ihre eigenen Interessen auf Kosten anderer durchsetzen, ohne Konsequenzen. Diese Blindheit gegenüber schädlichem Verhalten schadet der Unternehmenskultur und untergräbt das Vertrauen in die Führung. Ein guter Vorgesetzter, besonders Direktoren und Geschäftsführer, sollte mit einer positiven Ausstrahlung vorangehen. Ein freundliches Wort "H" und ein Lächeln können oft mehr bewirken als man denkt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen lassen in vielen Bereichen zu wünschen übrig. Es gibt wiederholt technische Probleme mit der Ausstattung, die oft nur unzureichend oder verspätet behoben werden. Auch die Arbeitsplätze sind nicht immer optimal gestaltet, was die Effizienz und das Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinträchtigt. In manchen Abteilungen fehlt es an der notwendigen Unterstützung durch moderne Tools und Arbeitsmaterialien, was den Arbeitsalltag unnötig erschwert.
Darüber hinaus ist die Work-Life-Balance nicht immer gegeben, da die Arbeitsbelastung in Spitzenzeiten sehr hoch sein kann und es an klaren Absprachen und Unterstützung durch die Führung fehlt, um ein ausgewogenes Arbeitsumfeld zu schaffen. Das Unternehmen sollte hier mehr auf eine nachhaltige Arbeitsgestaltung achten, damit die Mitarbeiter langfristig motiviert und gesund bleiben können.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen ist leider katastrophal. Es herrscht eine große Intransparenz, sowohl in Bezug auf wichtige Entscheidungen als auch auf die allgemeinen Arbeitsabläufe. Informationen werden häufig nicht rechtzeitig weitergegeben, sodass man oft erst aus zweiter Hand oder gar nicht über relevante Entwicklungen erfährt.
Anfragen oder Anliegen bleiben meist unbeantwortet oder es dauert extrem lange, bis eine Rückmeldung kommt. Dies führt zu viel Unsicherheit und Frustration, da man nie genau weiß, woran man ist oder was als Nächstes zu erwarten ist. Ein ständiger Wechsel zwischen widersprüchlichen Informationen sorgt zusätzlich für Verwirrung und demotiviert die Mitarbeiter. Die mangelnde Kommunikation beeinträchtigt das Vertrauen in die Führung und macht die Zusammenarbeit deutlich schwieriger. Ich finde es auch echt schwach, dass man für alle Ausreden sucht und die Schukd für Versagen auf andere überträgt, anstatt Fehler einzugestehen
Gleichberechtigung
Eigentlich mehr als ok
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich sind durchaus interessant und bieten die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln und neue Herausforderungen zu meistern. Es gibt viele spannende Projekte und abwechslungsreiche Tätigkeiten, die den Job an sich sehr reizvoll machen.
Allerdings wird diese Motivation oft durch das ständige ‚Drumherum‘ stark getrübt. Häufig gibt es unnötige bürokratische Hürden, langwierige Abstimmungsprozesse und eine unzureichende Unterstützung durch andere Abteilungen oder Führungskräfte. Diese ständigen Störungen und der fehlende Fokus auf das Wesentliche führen dazu, dass der Arbeitsalltag schnell sehr stressig und demotivierend wird. Trotz der interessanten Aufgaben bleibt oft wenig Raum für echte Kreativität und Eigeninitiative.