Es gilt: Wer investiert, bekommt zurück.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Strategisches Denken und langfristige Orientierung
- Führungskräfte, die selbst mit anpacken
- Förderung von Mitarbeiter*innen, die gestalten wollen
- Realistische Einschätzung der Branche und Zukunftsfähigkeit
- Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und sichtbar zu wirken
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Keine Anmerkungen, s. Verbesserungsvorschläge.
Verbesserungsvorschläge
Die vorhandene Freiheit ist grundsätzlich positiv, kann in der Praxis jedoch kippen, wenn Prioritäten und Grenzen fehlen. Dann verteilt sich Energie auf zu viele parallele Themen, statt auf die wirklich relevanten. Eine stärkere Fokussierung auf zentrale Projekte und klar definierte Verantwortlichkeiten würde helfen, gute Ideen konsequenter in messbare Ergebnisse zu übersetzen – und gleichzeitig die Belastung im Team zu reduzieren. Hier ist aber auch die Führungskraft jeder Abteilung gefragt, die zentralen Projekte in Abstimmung mit dem C-Level und dem Team zu bestimmen und anschließend durchzusetzen.
In den Zentralabteilungen ist stellenweise zu viel gleichzeitig im Umlauf. Dadurch bleibt oft zu wenig Kapazität, um zeitnah auf die notwendigen Anfragen der Einheiten zu reagieren. Das führt mitunter dazu, dass Bereiche Themen eigenständig umsetzen, obwohl sie eigentlich zentral gesteuert sein sollten, oder entwickelte Prozesse in der Praxis mehr schlecht als recht funktionieren. Eine engere Verzahnung zwischen Zentralfunktionen und operativen Einheiten würde hier spürbar Effizienz und Ergebnisqualität verbessern. Aber: Daran wird gearbeitet, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
Abgesehen davon funktioniert vieles sehr gut: Wer seinen Bedarf sauber begründet – etwa für zusätzliche Ressourcen, Tools oder Expertise – und diesen mit Blick auf Kosten, Machbarkeit und strategischen Mehrwert kalkuliert, erhält in der Regel auch die nötige Unterstützung.
Arbeitsatmosphäre
Die Zusammenarbeit ist professionell und von klaren Zielen geprägt. Natürlich ist das Mediengeschäft fordernd – aber wer Eigeninitiative zeigt und Verantwortung übernimmt, bekommt hier die Möglichkeit, wirklich etwas zu bewegen. Besonders positiv: Die Führungsebene bringt sich selbst aktiv ein, arbeitet hart und lebt den Anspruch vor, den sie auch an andere stellt. Hier wird nicht geredet, sondern gemacht.
Image
Das Image ist schlechter, als es verdient wäre. Wie in vielen Unternehmen äußern sich öffentlich oft diejenigen, die mit Veränderungen nicht umgehen wollten. Natürlich läuft im Zuge der Unternehmenstransformation nicht alles perfekt – es gibt Hürden, Reibungen und Phasen, in denen Prozesse und Strukturen neu sortiert werden müssen. Und ja, manchmal liegt auch die Geschäftsführung mit einer Einschätzung daneben. Aber genau das ist Teil eines lebendigen, notwendigen Entwicklungsprozesses. Wer sich einbringt, Ideen hat und bereit ist, mitzugehen, erlebt die EMG als starken, partnerschaftlichen Arbeitgeber mit klarer Zukunftsorientierung.
Work-Life-Balance
Sehr gute Ausstattung, flexible Arbeitsmodelle und ein klarer Fokus auf Effizienz und Eigenverantwortung. Die Work-Life-Balance ist insgesamt gut – insbesondere durch die Möglichkeit zur 4-Tage-Woche und flexibles, ortsunabhängiges Arbeiten sowie Workcation. Es gibt Phasen mit hoher Belastung, aber auch ruhigere Wochen, die das ausgleichen. Wer Verantwortung mitbringt und selbstständig arbeitet, profitiert hier von viel Freiheit und Vertrauen.
Karriere/Weiterbildung
Chancen gibt es für alle, die sie ergreifen. Eigeninitiative, Lernbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein werden gesehen und gefördert. Stillstand passt nicht zum Kurs des Unternehmens – aber: das tut es in keiner Branche mehr, außer man ist bereit, die Folgen von wirtschaftlicher Stagnation zu tragen.
Gehalt/Benefits
Verdient man hier mehr als bei den öffentlich-rechtlichen Sendern? Wahrscheinlich nicht. Gleichen die Freiheiten, das Vertrauen, die Entwicklungsmöglichkeiten und der kameradschaftliche Umgang das aus? Absolut. Leistung wird gesehen, Engagement geschätzt – und das Arbeitsumfeld bietet weit mehr Wert, als es reine Zahlen ausdrücken können.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt ist stark, besonders in Teams, die an einem Strang ziehen. Wie überall gibt es lautere Stimmen, die Unzufriedenheit äußern – meist von denen, die Veränderung scheuen. Das Gros arbeitet engagiert, lösungsorientiert und mit Leidenschaft für die Sache.
Umgang mit älteren Kollegen
Kommt – wie überall – auf die Einstellung an. Wer engagiert, offen für Neues und aktiv im Denken bleibt, wird hier geschätzt und integriert. Wer hingegen nur seine Zeit bis zur Rente absitzt und Veränderungen ablehnt, wird es in einem dynamischen Umfeld naturgemäß schwerer haben.
Vorgesetztenverhalten
Wie überall hängt viel von der jeweiligen Person ab. Vom C-Level habe ich ausschließlich Positives erlebt: klare Kommunikation, Offenheit für Ideen und echtes Interesse an Weiterentwicklung. Grundsätzlich gilt hier – wer Lösungen anbietet statt sich zu beschweren, kommt deutlich weiter. Initiative wird geschätzt und honoriert.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung und Flexibilität (z. B. Remote-Work) sind sehr gut. Der Fokus liegt auf Effizienz und Eigenverantwortung – das bietet Freiheit, setzt aber auch Leistungsbereitschaft und Mitdenken voraus.
Kommunikation
Offen, direkt und bemerkenswert transparent. Strategische Entscheidungen werden nachvollziehbar erklärt – inklusive Zahlen, Hintergründen und Zielrichtung. Auf Kritik wird sofort reagiert, wenn man auch den ein oder anderen Lösungsansatz mitbringt. Reines Gemecker wird (zurecht) ignoriert.
Interessante Aufgaben
Wer sich einbringt, bekommt spannende und vielfältige Aufgaben. Manchmal geht es etwas schnell und es wird viel – aber genau daran kann man wachsen. Wichtig ist, offen zu kommunizieren, wenn es zu viel wird – dafür gibt es hier Verständnis und auch Hilfe.