Die schönen Dinge des Lebens - das ich nicht lache….
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wer Teil einer glänzenden Inszenierung sein möchte, bei der alles perfekt aussieht, solange man nicht zu genau hinsieht – bitte sehr.
Wer dagegen echte Führung, Wertschätzung und gesunde Strukturen sucht: schnell in die entgegengesetzte Richtung laufen.
Arbeitsatmosphäre
Kühl, kontrolliert, angespannt. Vertrauen? Nur in den Slogans.
Work-Life-Balance
“Balance“ ist hier eher ein Fremdwort. Wer noch Freizeit will, sollte sie vorher genießen. Verkaufe deinen Geist, Körper und Seele für diese Firma. Arbeite das Maximum, fordere das Minimum.
Karriere/Weiterbildung
Verkaufe deine Seele und sei gut mit der obersten Etage - vielleicht erhältst du dann deinen Platz beim EB Talent, dass dir übrigens nur intern was bringt - wenn überhaupt.
Gehalt/Benefits
Was soll ich sagen? jeder Discount-Mitarbeiter kriegt mehr.
Vorgesetztenverhalten
Führungskräfte verstehen sich hier weniger als Unterstützer sondern eher als Kontrolleure eines Systems, das auf Angst, Druck und Selbstdarstellung basiert. Entscheidungen wirken oft willkürlich, Feedback gibt es nur wenn es der eigenen Selbstdarstellung dient. Verantwortung wird konsequent nach unten delegiert, Anerkennung dagegen nach oben abgefangen.
Kritik wird nicht als Chance gesehen, sondern als persönlicher Angriff. Vorgesetzte scheinen mehr damit beschäftigt, ihre Position abzusichern, als ihr Team zu führen. Empathie oder echtes Interesse an Mitarbeitenden? Fehlanzeige – stattdessen Mikromanagement, unterschwellige Drohungen und eine Atmosphäre, in der man sich zweimal überlegt, ob man ehrlich sein darf.
Kurz gesagt: Wer hier eine inspirierende Führung sucht, bekommt eher eine Lektion in Machtspielen, Imagepflege und emotionaler Kälte.
Arbeitsbedingungen
Nach außen heißt es „Vertrauensarbeitszeit“ – in der Realität bedeutet das: Vertrauen darauf dass du immer erreichbar bist. Überstunden sind so selbstverständlich, dass man irgendwann aufhört, sie zu zählen. Abfeiern? Nur in der Theorie. Dauerbelastung gehört zum Alltag, und wer darauf hinweist, gilt schnell als „nicht belastbar genug“ oder wenn es dir nicht passt, dann fallen auch Sätze wie “kündige doch, wenn es dir nicht passt. Du arbeitest schließlich bei BREUNINGER, sei doch dankbar?!”.
Es ist völlig normal, dass E-Mails auch spätabends oder am Wochenende erwartet werden. Wer nach 17 Uhr den Laptop zuklappt, wird schon mal schief angesehen – als hätte man etwas Verbotenes getan.
Selbst Kleinigkeiten wie eine angemessene Home-Office-Ausstattung muss man regelrecht erbetteln. Das Gleiche gilt für jede Form von Wertschätzung in Euro: Schon bei kleinen Beträgen beginnt ein zähes Hin und Her, das einem das Gefühl gibt, man solle - wie bereits erwähnt - dankbar sein, überhaupt hier arbeiten zu dürfen.
In Summe entsteht ein Klima, in dem man ständig funktionieren muss, aber kaum das Gefühl hat, dass die Firma das Vertrauen, das sie einfordert, selbst auch lebt.
Kommunikation
Top-down, häufig verspätet, selten transparent. Vieles erfährt man nur zufällig
Gleichberechtigung
Gibt es nicht. Wer etwas anderes sagt, lebt in einer Fantasiewelt.

