thank you, next
Gut am Arbeitgeber finde ich
Spannende Aufgabenbereiche, vielfältiges Sortiment, Mitarbeitendenrabatt, Kantine
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Arbeitsbedingungen und Umgang von Vorgesetzten mit "Untergebenen"
Verbesserungsvorschläge
Ich denke es würde sich lohnen, mal genauer hinzuschauen, was die Arbeitsbedingungen betrifft. Überstunden zu erwarten, wenn der Workload hoch ist und die Möglichkeit eines späteren Ausgleichs besteht ist absolut normal, was nicht normal ist, ist die dauerhafte Erwartungshaltung zu haben, dass Mitarbeitende ständig Überstunden leisten, auch am Wochenende. Es gibt viele tolle Mitarbeitende bei Breuninger und ich hoffe, dass diese irgendwann ehrlich geschätzt werden.
Image
Mehr Schein als Sein. In größeren Runden wurde immer positiv gesprochen, bei intimeren Gesprächen bröckelte die Fassade allerdings schnell. Einkäufer:innen werden von den Angestellten im Verkauf, leider zurecht, als sehr hochnäsig empfunden und es entsteht der Eindruck, sie hielten sich für etwas Besseres.
Work-Life-Balance
Sicherlich ist das vom Team abhängig, in meinem Bereich arbeiteten alle Einkäufer:innen regelmäßig am Wochenende. Über Wochen hinweg habe ich zwischen 7-10 Überstunden gemacht. 10 Überstunden sind mit dem monatlichen Grundgehalt abgegolten, der Rest fällt hinten rüber, da Einkäufer:innen die Arbeitsstunden nicht tracken. Vielleicht mal ein Thema für den Betriebsrat?
Karriere/Weiterbildung
Es gibt die Chance an internen Weiterbildungsprogrammen teilzunehmen, das habe ich als sehr wertvoll empfunden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist für die Branche nicht besonders gut, aber ok. Allerdings passt das Gehalt nicht damit, was man leisten soll. Während des Bewerbungsprozesses wurde angegeben, dass für die Junior Position ein fixes Gehalt vorliegt, dass alle erhalten, dem ist aber nicht so.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es ist eben die Modeindustrie, sofern man nicht im slow fashion Bereich tätig ist, sieht es beim Thema Umweltbewusstsein immer schlimm aus, das kann man Breuninger also nicht zur Last legen.
Kollegenzusammenhalt
Insgesamt war der Kollegenzusammenhalt ganz gut, oberflächlich auch alle sehr freundlich und hilfsbereit.
Vorgesetztenverhalten
Meine direkte Vorgesetzte war leider sehr belastungsintolerant, was zu unfreundlichen Verhalten in Stresssituationen führte. Feedback dazu wurde nicht wahrgenommen.
Arbeitsbedingungen
Wie bereits geschildert, sind die Arbeitszeiten fernab der vertraglich festgehaltenen. Es wird offen kommuniziert "Das ist kein nine to five Job." Mitarbeitende, die ihre Arbeitszeit bewusst einhalten, erhalten den Hinweis, dass man gern auch länger bleiben kann. Das Machtgefälle zwischen Junior Einkäufer:innen und Einkäufer:innen habe ich abteilungsübergreifend stark wahrgenommen. Teilweise wurden Office Tage seitens der Einkäufer:innen mit privaten Shoppingthemen gestaltet, während die Juniors eine Aufgabe nach der nächsten bekamen. Wäre das besser verteilt, könnte man als Team wirklich gut vorankommen und keiner müsste unnötige Überstunden schieben. Bei diversen Events im Breuninger Haus wird erwartet, dass Juniors und Einkäufer:innen im Verkauf unterstützen, eigentlich eine schöne Idee, aber faktisch gibt es für diese zusätzlichen Stunden keinen Ausgleich.
Kommunikation
Erwartungshaltungen wurden nicht offen kommuniziert und erst nach einem Nichterreichen besprochen. Rückblickend hätte ich mir gewünscht, dass im Bewerbungsgespräch offener über die Arbeitsbedingungen gesprochen wird (Überstunden, Gleitzeit nur auf dem Papier, etc.)
Gleichberechtigung
Grundsätzlich hatte ich das Gefühl, dass Frauen im Unternehmen gleichberechtigt sind, allerdings wurde immer unterschwellig kommuniziert, dass werdende Mütter aus hohen Positionen nach der Auszeit nicht mehr die Chance haben nochmal hoch einzusteigen. Meiner Meinung nach ein absolutes No Go.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben empfand ich als spannend und abwechslungsreich. Die Arbeit bei Breuninger könnte wirklich Freude machen, wenn die Arbeitsbedingungen besser wären.

