6 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
6 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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6 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Das ehemalige Team sowie die MacBooks waren gut.
Wurde vermehrt und ehrlich in der gesamten Bewertung berücksichtigt.
Einer der größten Fehler war der spürbare Verlust von Menschlichkeit. Ein wesentlicher Auslöser dafür war die neue Führungsebene, deren Entscheidungen und Prozesse oft den Eindruck vermittelten, man hätte sie besser noch einmal gründlich überdenken sollen, idealerweise bevor sie umgesetzt wurden.
Ein sinnvoller Ansatz wäre gewesen, tatsächlich auf die Mitarbeitenden zu hören und in deren Entwicklung zu investieren, statt ausschließlich das Umsatzwachstum im Blick zu behalten. Ebenso sollten die Kunden fair und professionell betreut werden und nicht à la „Schnell abwickeln und hoffen, dass es keiner merkt“ behandelt werden.
Auch die Rollenbilder im Unternehmen bedürfen dringend einer klaren Definition: Wer macht eigentlich was? Und welche Verantwortungsbereiche gehören dazu? Ohne diese grundlegende Transparenz bleibt ein strukturiertes Arbeiten eher Wunschdenken als Realität.
Die Arbeitsatmosphäre war leider dauerhaft von einer gewissen Schwere geprägt. Vorgesetzte setzten konsequent Druck ein, Wertschätzung blieb dabei gelegentlich auf der Strecke. Der propagierte Teamzusammenhalt wirkte eher wie eine gut gemeinte Illusion, und so mancher Austausch in den Calls fühlte sich mehr nach Pflichtprogramm als nach echter Zusammenarbeit an.
Mit den neuen Vorgesetzten ab Anfang 2025 erreichte die Situation dann ihren traurigen Höhepunkt: Fachliche Ahnung? Überschaubar. Empathie? Nicht auffindbar. Insgesamt also eine Besetzung, die mit der Rolle ungefähr so gut harmonierte wie Öl mit Wasser.
Mehr Schein als Sein! Sowohl Kundenberichte als auch Rückmeldungen von Mitarbeitenden zeugen leider von einer Zusammenarbeit, die qualitativ deutlich hinter dem glänzenden Außenauftritt zurückbleibt.
Durch die remote Arbeitsweise des Unternehmens lässt sich grundsätzlich vieles flexibel gestalten...theoretisch zumindest. Praktisch bedeutete das jedoch für viele Mitarbeitende, regelmäßig auch am Wochenende einzuspringen oder Schichtarbeit zu übernehmen, da die Ad-Accounts sonst angeblich ihren Dienst verweigern würden. Flexibilität ja, aber stellenweise eher in eine Richtung.
In meiner gesamten Zeit im Unternehmen habe ich leider nur wenig, bis eigentlich gar nichts dazugelernt. Wirklich bereichert haben mich lediglich ein paar neue Online-Tools. Zwar wurden uns auch Online-Kurse angeboten und teilweise umgesetzt, doch ihr tatsächlicher Mehrwert blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Das Gehalt war durchschnittlich, niemand verdiente übermäßig viel, aber auch niemand wurde geradezu überschüttet. Zusatzleistungen wie eine Homeoffice-Pauschale oder andere Benefits? Fehlanzeige. Teamevents gab es anfangs durchaus, und sogar recht großzügig. Doch auch das wurde mit der Zeit merklich zurückgefahren, bis schließlich der innere „Pfennigfuchser“ unübersehbar zum Vorschein kam.
Ein echtes Unding war zudem das dreiste und konsequente Unter-den-Tisch-Kehren der gesetzlich vorgeschriebenen betrieblichen Altersvorsorge. Ein Vorgehen, das eher fragwürdig ist.
„Jetset Life“ trifft es hier erstaunlich gut: Während man selbst im operativen Alltag jonglierte, wurde intern gern von der kurzlebigen Arbeitswelt großer US-Konzerne, allen voran Meta, geschwärmt. Besonders beeindruckend fand man offenbar den dortigen Umgang mit Mitarbeitenden: Diese in kürzester Zeit freizusetzen sei ja „normal“ und quasi ein Zeichen von Fortschritt. Eine Sichtweise, die eher irritierte als inspirierte.
Die Kolleginnen und Kollegen boten anfangs den wohl besten Teamfit und Zusammenhalt, den ich bisher in einem Unternehmen erlebt habe. Leider änderte sich das schlagartig, als der ursprüngliche „Kern“ quasi vollständig ausgetauscht wurde. Die neuen Mitarbeitenden passten weder kulturell noch menschlich ins Team, sie schienen eher für den reinen Zweck der Abarbeitung eingestellt worden zu sein. Der Übergang vom Teamgeist zur Fließbandmentalität war deutlich spürbar.
Grundsätzlich wäre das alles kein großes Problem gewesen, schließlich lag der Altersdurchschnitt im Unternehmen ohnehin bei etwa 30 bis 35 Jahren. Doch Anerkennung für langjährige Zugehörigkeit? Fehlanzeige. Diese spielte weder sichtbar eine Rolle noch wurde sie in irgendeiner Form wertgeschätzt.
KATASTROPHE! Selten habe ich derart fragwürdige Entscheidungen erlebt wie rund um den Jahreswechsel. Die komplette alte Führungsebene wurde mit einem einzigen Federstrich ausgetauscht und mit ihr offenbar auch jede Form von Menschlichkeit. Stattdessen zog ein eher skrupelloses Führungsverständnis ein, das weder fachlich überzeugt noch menschlich trägt.
Gehaltsverhandlungen? Wurden gern mit einem lapidaren „Dann müssen Sie sich eben woanders umsehen“ abgeschmettert. Fingerpointing gehörte fast schon zum guten Ton, Schuld lag seltsamerweise immer bei den Mitarbeitenden.
Auch neue Abteilungsleiter glänzten in direkten Gesprächen mit überschwänglichem Lob, während hintenrum schon das metaphorische Messer geschärft wurde, teils bis hin zu konstruierten Gründen, die letztlich Kündigungen rechtfertigen sollten.
Mit der Einführung neuer Positionen wie Teamleitern kam zusätzlich eine ordentliche Portion Micromanagement ins Haus. Erwartungshorizonte? Wenn sie existierten, dann nur in einer Form, die weder nachvollziehbar noch sinnvoll kommuniziert war. Insgesamt also ein Führungsstil, der eher für Verwirrung sorgte als für Orientierung.
Die Bedingungen verschlechterten sich mit der Zeit kontinuierlich: Die Arbeitstage wurden länger, die Anforderungen stiegen weiter, selbstverständlich alles innerhalb des ohnehin schon knapp bemessenen täglichen Pensums. Wertschätzung? Fehlte vollständig. Stattdessen wurde man schnell als Problem dargestellt, sobald es bei einem Kunden einmal nicht rund lief.
Ein Führungsstil, bei dem man sich als Geschäftsführer durchaus häufiger an die eigene Nase hätte fassen können, und idealerweise auch positionsgerecht gehandelt hätte. In Calls fielen regelmäßig Aussagen, die weder tragbar noch professionell waren und eher ein bezeichnendes Licht auf die gesamte Führungsebene warfen.
Die Kommunikation entwickelte sich mit zunehmender Betriebszugehörigkeit paradoxerweise immer weiter nach unten. Absprachen schienen plötzlich nie getroffen worden zu sein, und „Next Steps“-Strategien wurden regelmäßig mit beeindruckender Konsequenz über Bord geworfen. Die einzelnen Departments arbeiteten eher nebeneinander als miteinander; ein strategisches Ineinandergreifen war kaum erkennbar. Insgesamt wirkte vieles eher… sagen wir: interpretierbar.
Die Aufgaben glichen über weite Strecken reiner Fließbandarbeit, monoton, vorhersehbar und ohne echte Entwicklungsmöglichkeiten. Rückblickend war das operative Niveau erstaunlich niedrig angesetzt. Statt sich den eigentlichen Kernproblemen zu widmen, wurde nahezu alles der vermeintlich „revolutionären“ neuen KI überlassen. Ein Ansatz, der mehr nach Hoffnung als nach Strategie klang.
Auf jeden Fall sehr angenehm. :)
Dank der flexiblen Arbeitszeiten kann ich meinen Tag nach meinen Bedürfnissen gestalten, was mir die nötige Freiheit gibt und die ich sehr schätze.
Die Bezahlung entspricht dem Marktwert und ist fair. Das Unternehmen sorgt dafür, dass Leistungen angemessen honoriert werden.
Das Team ist total nett und aufgeschlossen. So fällt es neuen Mitarbeitenden leicht, sich einzuleben.
Die Führungskräfte sind jederzeit ansprechbar und nehmen Ideen, Vorschläge und Feedback ernst. Dadurch fühlt man sich wertgeschätzt und motiviert, aktiv mitzudenken und Verantwortung zu übernehmen.
ECOM HOUSE sorgt dafür, dass alle Mitarbeitenden transparent zu verschiedenen Themen informiert werden. Dabei wird berücksichtigt, dass Kommunikation immer auch eine individuelle Wahrnehmung ist. Darauf wird geachtet, und es wird kontinuierlich daran gearbeitet, alle Perspektiven einzubeziehen.
Mein Aufgabenfeld ist super abwechslungsreich. Langweilig wird es auf keinen Fall. Ich kann jederzeit eigene Ideen einbringen, wenn ich neue Perspektiven sehe und genauso Feedback geben, wenn ich ausgelastet bin oder zusätzliche Aufgaben gerade zu viel werden.
Insgesamt muss ich leider sagen, dass meine Zeit bei Ecom House meine fachliche Weiterentwicklung eher gebremst als gefördert haben und es dadurch schwieriger wurde, mich im aktuellen Markt wettbewerbsfähig zu positionieren.
Auch das Thema Entwicklungsperspektiven bleibt vage: Es gibt immer wieder stille Beförderungen („silent promotions“) sowie Zusagen zu Aufstiegen, die dann doch nicht eingehalten werden. Die Arbeit vermehrt sich, aber das Gehalt bleibt selbstverständlich gleich.
Offenheit und Mitgestaltung wurden offiziell zwar immer betont, allerdings wurde dies meistens als Angriff gewertet. Mitarbeitende sollten Prozesse mitentwickeln und ehrlich kommunizieren, wenn etwas nicht funktionierte. In der Realität jedoch war Kritik nur solange erwünscht, wie sie nicht das eigene Ego ankratzte.
Schon kleine Hinweise auf Schwächen in Abläufen wurden teilweise so aufgenommen, als sei man nicht anpassungsfähig oder nicht teamorientiert. Das führte bei vielen dazu, dass man lieber schwieg. Besonders frustrierend war, dass nach dem Scheitern bestimmter Prozesse dann doch auf die ursprünglich angesprochene Lösung zurückgegriffen wurde, allerdings erst, wenn der Vorschlag von einer Führungskraft kam und als neu verkauft wurde.
Seit Anfang des Jahres ist die Stimmung komplett im Keller. Mit der Einstellung des neuen Managing Directors und der neuen Head of Creative wurde das ganze Team zerrissen. Zahlreiche Kolleg:innen wurden betriebsbedingt gekündigt, teilweise kurz nach beruhigenden Zusicherungen. Von den so hoch gepredigten Core Values war schnell nichts mehr übrig.
Es gab plötzlich keine Transparenz mehr, keine Ehrlichkeit, kein Vertrauen und keine Wertschätzung. Viele Mitarbeitende waren verunsichert und hatten das Gefühl, sie könnten jederzeit die Nächsten sein. Gespräche mit der Führung wurden zwar angeboten, änderten aber nichts am Kurs: Wer Fragen stellte, bekam oft versichert, er sei „sicher“, nur um kurz darauf ebenfalls betriebsbedingt gekündigt zu werden. In mehreren Fällen wurden die Positionen später wieder neu besetzt, was viele als widersprüchlich empfanden.
Inzwischen herrscht eine klare Management-vs-Team-Stimmung. Die Kluft ist spürbar und das Vertrauen schwer erschüttert.
Das Image des Unternehmens bröckelt so langsam und es spricht sich in der E-Commerce-Bubble herum, dass sowohl viele Kunden, als auch Mitarbeitende eine schlechte Erfahrung mit der Agentur gemacht haben.
Vertraglich wurden 20 Überstunden pro Monat pauschal abgegolten. Das führte in der Praxis oft dazu, dass Mehrarbeit als selbstverständlich erwartet wurde. Besonders enttäuschend war für viele die abrupte Änderung der Remote-Work-Regelungen: Während anfangs Arbeiten aus dem Ausland zugesagt oder sogar aktiv beworben wurde, wurde dies später plötzlich willkürlich eingeschränkt oder gar negativ kommentiert.
Aktuell ist das Arbeiten nur noch aus Ländern mit maximal 3 Stunden Zeitverschiebung erlaubt, was für viele Mitarbeitende mit internationalem Bezug problematisch ist. Einige hatten sich explizit wegen dieser Flexibilität für das Unternehmen entschieden.
Es gibt keinerlei strukturierte Weiterbildungsmöglichkeiten. Zwar betonen die Gründer regelmäßig, wie viel Wissen sie angeblich weitergeben, doch die internen Workshops waren nur eine verschwendete Stunde Selbstinszenierung der Gründer, in der sie die most basic Marketing-Google-Suchergebnisse (á la „Chat GP, was ist Marketing?“) wiedergaben. Der Lerneffekt war verschwindend gering und outdated; tatsächlich kann man sich über Plattformen wie TikTok mehr Wissen aneignen.
Die einzige externe Schulung die ich in der Zeit bei EH erlebt habe, wurde von einem 20 jährigen „Coach“ abgehalten. Bis auf die Führungskräfte hat kein einziger Mitarbeiter einen Mehrwert darin gesehen, da wir teilweise mehr Erfahrung hatten, aber man durfte es ja nicht aussprechen, da die Gründer sich regelmäßig von „neuen“ Leuten haben blenden lassen, in Form von „der Externe muss es ja besser wissen, anstatt das eigene Fachpersonal“. Unter den Kollegen war dieser Call ein absoluter Running Gag. Zwar wird intern von angeblichen Weiterbildungsbudgets gesprochen, doch in meiner gesamten Zeit im Unternehmen habe ich davon nie etwas gesehen, weder im Sinne konkreter Programme noch in Form von Budgetfreigaben.
Der Kollegenzusammenhalt war bis Ende letzten Jahres wirklich außergewöhnlich. Es herrschte eine vertrauensvolle, unterstützende und extrem freundschaftliche Atmosphäre, sowohl beruflich als auch privat. Leider hat sich das nach der weitreichenden Umstrukturierung der neuen Führungsebene stark verändert: Ein Großteil des ursprünglichen Teams wurde ersetzt, was sich spürbar auf die Teamdynamik ausgewirkt hat. Man wurde mit der Zeit zu Leidensgenossen und aus Team Chats wurden Therapy Sessions.
Inzwischen wirkt das Miteinander deutlich distanzierter. Das Vertrauen unter Kolleg:innen ist nicht mehr selbstverständlich, und echtes Interesse füreinander ist zur Ausnahme geworden. Die frühere Energie und Offenheit im Team ist so nicht mehr vorhanden.
Neu eingestellte Mitarbeitende wurden häufig regelrecht gefeiert, unabhängig von Leistung oder Teamintegration. Je länger jemand im Unternehmen war, desto geringer schien die Wertschätzung zu werden. Selbst bei konstant guter Leistung wurden langjährige Kolleg:innen zunehmend kritisch oder abwertend gesehen, während neue Mitarbeitende automatisch als Hoffnungsträger galten.
Besonders auffällig war dieses Muster in Konfliktsituationen: Wenn sich ein gesamtes Team wiederholt und geschlossen über bestimmte Vorgänge beschwerte, glaubte man lieber Einzelpersonen, die erst wenige Wochen im Unternehmen waren. Nachdem es ein halbes Jahr zuvor schon einmal passiert ist und man sich unter Tränen beim Team entschuldigte, passierte es nochmal. Selbst nach nachgewiesenen Fehlentscheidungen wurde zwar gelegentlich halbherzig um Entschuldigung gebeten – geändert hat sich nichts. Das Team wurde nicht einmal in die Aufarbeitung einbezogen. Beim letzten Mal: völliges Ignorieren.
Das Verhalten des Managements empfinde ich als hochproblematisch und respektlos. In Konfliktsituationen wurden Informationen oft nicht transparent kommuniziert; Verantwortung wurde regelmäßig nach unten delegiert. Der Ton einzelner Gründer wirkte in Krisen häufig laut, abwertend und unprofessionell. Im Anschluss wurde dann immer wieder versucht das Team emotional mit Tränen zu manipulieren (das ist wirklich literarisch gemeint, es wurde wirklich häufig in Calls geweint).
Mehrfach wurden Anspielungen auf mögliche Entlassungen oder Neubesetzungen gemacht, was bei vielen Mitarbeitenden Verunsicherung auslöste. In einer internen Präsentation wurden Teile des Teams sogar sinngemäß als „faule Äpfel“ dargestellt, anstatt konstruktiv auf die geäußerte Kritik einzugehen. Leider war keine echte Bereitschaft erkennbar, Rückmeldungen aus dem Team aufzunehmen oder eigenes Verhalten zu reflektieren.
Abgesehen von der Möglichkeit, remote zu arbeiten (die mittlerweile ebenfalls stark eingeschränkt wurde), gab es keine relevanten Benefits.Ein Zuschuss zu Internetkosten oder Homeoffice-Ausstattung wurde nicht angeboten. Es gab weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld, noch freiwillige Zusatzleistungen.
Stattdessen wurde Ende des Jahres eine Bonuszahlung in Aussicht gestellt, welche an unrealistisch hohe Ziele gekoppelt war, welche nur ein kleiner Teil des Teams alleine überhaupt beeinflussen konnte und der Rest nicht. Nachdem Mitarbeiter hierauf aufmerksam gemacht haben, wurde dann notgedrungen eine kleine Summe ausgezahlt um die Stimmung im Team nicht noch weiter zu verschlimmern, da viele zu dem Zeitpunkt ohnehin schon am Limit waren.
Insgesamt herrschte ein Gefühl, dass das Thema Wertschätzung auf betrieblicher Ebene keine echte Rolle spielte. Ich habe mich schwer in meiner Intelligenz beleidigt gefühlt.
Die hohe Fluktuation im Kundenstamm und die gleichzeitig oft knappe Personalbesetzung führten regelmäßig zu Überstunden, kurzfristiger Umplanung und einer Art „Fließbandmentalität“. Strategisches Arbeiten war unter diesen Bedingungen kaum möglich.
Die interne Kommunikation war häufig respektlos und herablassend, insbesondere in stressigen Phasen. Transparenz war kaum vorhanden: Wichtige Entscheidungen wurden nicht erklärt, Rückfragen oft abgeblockt. Eine echte Feedback- oder Gesprächskultur gab es nicht.
Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden spielte keine erkennbare Rolle. Regelmäßige anonyme Umfragen, in denen Frust geäußert wurde, blieben unbeantwortet, zumindest war nie eine Reaktion darauf sichtbar. Ab Anfang des Jahres drehte sich fast alles nur noch um Geld. Viele Mitarbeitende hatten zunehmend das Gefühl, als reine Ressource behandelt zu werden, nicht als Mensch.
Besonders irritierend war eine Aussage nach einem USA-Besuch der Geschäftsführung bei Meta, in dem sinngemäß gesagt wurde, dass es dort normal sei, dass Mitarbeitende nie länger als zwei Jahre bleiben und dass das aus Kostengründen sogar effizient sei. Für viele war das ein symbolischer Moment, der das Selbstbild des Unternehmens deutlich infrage stellte.
Bis einschließlich Mid-Level-Positionen sind die Gehälter größtenteils marktüblich, zumindest im unteren bis mittleren Spektrum. Ab Senior- oder Führungsverantwortung liegt die Vergütung jedoch häufig deutlich unter dem branchenüblichen Niveau.
Viele Mitarbeitende trauten sich nicht eine Gehaltserhöhung anzusprechen . In Präsentationen wurde wiederholt betont, dass das Unternehmen kein Großkonzern sei, mit dem Hinweis, dass man bei anderen Firmen bessere Gehälter erzielen könne und sich gerne dort bewerben könne.
Natürlich kann eine kleine Agentur nicht mit Konzernen mithalten, hat aber tatsächlich auch niemand erwartet. Es ging vielmehr um wertschätzende Gehaltsanpassungen nach beispielsweise der Übernahme neuer Aufgaben und Verantwortlichkeiten.
Es wurde den Mitarbeitenden mehrfach nahegelegt, nicht offen über ihre Gehälter zu sprechen. Offiziell wurde dies mit dem Schutz der Privatsphäre begründet, doch viele hatten den Eindruck, dass so auch interne Ungleichbehandlungen, etwa bei gleicher Position oder zwischen den Geschlechtern, nicht thematisiert werden sollten.
Insbesondere in Gesprächen unter Kolleg:innen zeigte sich, dass es bei identischen Rollen teils erhebliche Unterschiede in der Vergütung gab (insbesondere gender pay gap), was viele im Team verwundert hat, gerade in einem Unternehmen, das sich selbst als modern und mitarbeiterorientiert positioniert.
Wir hatten zeitweise wirklich spannende und hochwertige Kundenprojekte mit viel Potenzial für kreative Arbeit. Leider konnten wir diesem Anspruch oft nicht gerecht werden, was nicht am Team lag sondern an dem Workload und fehlender Struktur.
Unter ständigem Zeitdruck und in einem Umfeld, in dem konstruktive Rückmeldungen kaum Gehör fanden, wurde zunehmend nur noch abgearbeitet. Kreativität, konzeptionelles Denken und echte Strategie kamen dabei spürbar zu kurz
Die Überschrift sagt es ja schon aus. Viele wurden ohne Grund gekündigt. Man nannte es Betriebsbedingte Kündigung. Teilweise Leute die seit 3.5 Jahren wurden mit dem Eintritt eines neuen Managing Directors gekündigt. Die Gründer haben von Führung sowieso keine Ahnung und People Management mit Empathie ist nicht deren stärke.
Wochenend-Arbeit war sehr üblich. 40 Stunden wurden quasi nie eingehalten. Und wenn man das auch betont hat wurde nie gedankt sondern gesagt ah macht jeder. Hatte tatsächlich sogar Probleme mal ein verlängertes Wochenende zu machen. Wem Work Life Balance wichtig ist sollte hier einen Bogen machen.
Gibt es quasi nicht.
Einziger Punkt wo ich noch Punkte geben kann. Aber bei neuen Mitarbeitern war das eher nicht der Fall.
Unterirdisch. Immer ist jemand anders Schuld. Mit dem neuen Managing Director wurde Arbeitsumfeld nur noch toxischer.
Sehr schlecht eher nicht vorhanden
An manchen Stellen sehr passiv-aggressiv. Während Leute am Wochenenden Schift machen erzählen Gründer gerne wie sie am Wochenende entspannt machen und Cyclen waren. Manchmal die Kommunikation sehr herablassend und finger pointing gehört hier zur Kultur und Kommunikation.
Selbst als Führungskraft verdient man hier weniger als irgendwo anders wie mit einem Senior Titel
Nein Agentur mit teilweise sehr kleinen Kunden. Monoton in der Gestaltung.