Ein Fiebertraum
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Interessante Branche
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu viel um das alles hier nochmal aufzulisten
Verbesserungsvorschläge
- Faires Gehalt den jeweiligen Qualifikationen und Leistungen entsprechend
- Zuhören
- Seinen Mitarbeitenden vertrauen und vor allem auch deren Expertisen
- Ein ruhigeres Arbeitsklima schaffen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war geprägt von Angst, vielen Respektlosigkeiten seitens der Vorgesetzten, in vielen Fällen sehr schlechter Kommunikation und kaum Anerkennung.
Der einzige Grund, weshalb ich mit einem Stern einverstanden bin: Wenn man seine Leute gefunden hat, waren diese das einzige worauf ich mich irgendwie freuen konnte.
Work-Life-Balance
Gleitzeit wurde in dem Unternehmen etwas eigen interpretiert. Man hatte die Möglichkeit von 8 bis 9 Uhr zu kommen und dementsprechend von 16:30 bis 17:30 zu gehen. Jedoch wurde später kommen nicht gerne gesehen. Früher gehen irgendwie auch nicht. Es kam auf jeden Fall häufiger zu ganz komischen Diskussionen, die ich bis heute nicht nachvollziehen kann. Dazu wurde das Unternehmen gerne früher geschlossen, je nach dem wie gerade die Kollegen mit dem Schlüssel Lust hatten. Das führte gerne mal dazu, dass man unfreiwillig Minusstunden sammelte, wenn man später kam und eigentlich länger bleiben wollte.
Überstunden gehörten ab einem bestimmten Punkt dazu. Selbst als Azubi. Man wurde zwar angemeckert, jedoch war das Arbeitsaufkommen so hoch und die Deadlines so eng, dass einem einfach nichts anderes übrig blieb.
Ich selbst habe mal einen Azubi nach Hause fahren müssen, weil dieser so ausgebrannt war, dass er einfach nicht mehr konnte. Und das zurecht! Er ist einfach zusammengebrochen.
Mir selber wurden in meiner Ausbildungszeit ca. 30 Überstunden einfach zum Ende des Jahres einfach gelöscht.
Karriere/Weiterbildung
Karriere konnte man nur machen, wenn jemand anderes gegangen ist und man die Stelle füllen musste. Teilweise wurden an diese Stellen aber Menschen gesetzt, die nicht mal die richtige Qualifikation hatten.
Weiterbildungen habe ich mitbekommen, gab es nur wenn man gebettelt hat. Dann aber ohne weitere Vergütung, wenn man eine neue Qualifikation hatte und über die Bedingungen dieser Weiterbildungen möchte ich gar nicht erst sprechen.
Gehalt/Benefits
In meinem Fall nicht gerechtfertigt. Ich wurde unter dem Durchschnitt in meinem Arbeitsgebiet bezahlt.
Es gab einen Obstkorb. Einmal die Woche.
Manchmal gab es Tankkarten. Die habe ich zum Ende meiner Arbeitszeit aber eigentlich gar nicht mehr gesehen.
Kollegenzusammenhalt
Es kommt darauf an, von welcher Seite man es betrachtet. Während ich in der Firma war, entwickelte sich ein Vibe von „Trauma verbindet“. In dem Zuge entstanden tatsächlich auch Freundschaften fürs Leben, die ich bis heute auch nach meiner Kündigung nicht missen möchte. In diesen Freundschaften war der Zusammenhalt etwas ganz besonderes und hier muss ich ehrlicherweise zugeben, dass ich sowas wahrscheinlich nie wieder in meinem Arbeitsleben finden werde.
Aber mal ehrlich: Es kann doch nicht sein, dass die Mitarbeitenden so unzufrieden sind und sich so schlecht und respektlos behandelt fühlen, dass sie sich untereinander aufbauen müssen.
Ansonsten hatte man außerhalb dieser Gruppe das Gefühl, dass man unfreiwillig in einen Krieg gezogen wurde, den man gar nicht austragen will. Anstatt dass man miteinander arbeitete, wurde von einigen Kollegen sogar bewusst alles dafür gegeben, dass man nur scheitern konnte. Gerne wurden auch Geschichten über einen erfunden, die dann den Weg bis zur Geschäftsführung fanden. Komisch, dass die Geschäftsführung bei solch ausgedachten Geschichten plötzlich ganz aufmerksam zuhörte.
Umgang mit älteren Kollegen
Mir ist da nichts aufgefallen.
Vorgesetztenverhalten
Das was ich im Unternehmen erlebt habe, würde ich sogar mit Mobbing betiteln. Und ich ärgere mich bis heute, dass ich mich nicht mehr dagegen gewehrt habe! Über mich wurden seitens von Vorgesetzten nachweisbar Lügen erfunden. Die Geschäftsführung hat diese ohne mit der Wimper zu Zucken geglaubt. Obwohl dieser sogar von anderen Kollegen weitergetragen wurde, dass diese Geschichten nicht der Wahrheit entsprechen.
Es ging so weit, dass ich über Wochen im Büro nicht mehr reden durfte. Sobald ich den Mund aufgemacht habe, wurde ich dafür angemeckert. Das passierte sogar in wichtigen Meetings, in denen ich wirklich zielführende Beiträge hatte. Dass sie zielführend waren, weiß ich, da wir unter den Kollegen den Test gemacht haben und eine andere Kollegin genau den selben Beitrag wie ich gebracht hat. Sie wurde dafür gelobt. Ich sollte den Mund halten.
Die Geschäftsführung möchte nur das hören, was sie will. Oft auch einfach nur den eigenen Monolog. Auf Expertisen wird nicht gehört. Im Gegenteil, man bekommt das Gefühl vermittelt, dass man mit seiner Ausbildung doch nicht das nötige Know-How hätte. Jemand ohne die Ausbildung wisse es besser.
Arbeitsbedingungen
Ist okay. Klimaanlage, Heizung, Küche. Für ein Hardwareunternehmen muss man manchmal aber echt lange dafür kämpfen einen Rechner zu bekommen, mit dessen Leistung man wirklich seine Arbeit erledigen kann.
Kommunikation
Mit den Menschen, mit denen man sich verstanden hat, war Kommunikation stets auf Augenhöhe und hilfreich.
Darüber hinaus hat Kommunikation in vielen Fällen gar nicht funktioniert. Diese gestaltete sich in vielen Fällen mehr als schwierig und vor allem leider auch sehr respektlos. Man hatte das Gefühl ständig irgendwelchen Machtspielen ausgesetzt zu sein. Informationen seitens der Geschäftsführung waren häufig nur sehr schwierig zu bekommen, weshalb viele Arbeitsprozesse unnötig in die Länge gezogen wurden, was beim Erreichen von Deadline kontraproduktiv ist. Habe auch schon mitbekommen, dass einige Kollegen in dem Sinne auch komplett ignoriert wurden. Gleicht also mehr einem Monolog als einem Dialog.
Gleichberechtigung
Man hat richtig gemerkt, dass es Lieblinge in der Firma gab. Diese durften machen was sie wollen, ohne Konsequenzen zu erwarten. Wenn du nicht dazu gehörtest, dann wurdest du bis ins Kleinste kontrolliert. Jeglicher Fehler wurde dir vorgehalten. Das spiegelte sich auch im Gehalt wieder. Die Geschäftsführung verbietet es ja über das Gehälter zu sprechen, woran sich natürlich auch jeder hält. Ich hatte aber irgendwie das Gefühl, dass ich mit meiner Stellung in der Abteilung am wenigsten von allen verdient habe. Mal abgesehen davon dass ich in der Abteilung eine der Dienstältesten war und mehr Aufgaben als meine Stelle vorgesehen hat erledigt habe. Weiß nicht wie ich darauf komme. War irgendwie so ein Gefühl.
Interessante Aufgaben
Da kann man tatsächlich nichts gegen sagen.