Solide
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Spannende Branche
- Größenteils guter Zusammenhalt und "Wir"-Gefühl
- Man kann über alles reden
Verbesserungsvorschläge
- Fokussieren der Förderung von Mitarbeitern
- Gehaltsanpassungen
Arbeitsatmosphäre
Lob mit "Du bist ganz toll" ist nicht zwingend an der Tagesordnung. Lob ist in der Firma eher subtiler gestreut. Wenn man herausgefunden hat, wie manche Personen ihr Lob aussprechen, kam es aber häufiger vor.
Gerade die Kollegen untereinander haben sich viel gelobt und es gibt einige, die auch höhergestellt sind, die ihr Lob in alle Ebenen für andere gestreut haben.
Gerade in stressigen Zeiten, in denen in allen Abteilungen landunter ist, hat die Atmosphäre häufig leiden müssen. Dennoch muss ich sagen, dass kurz darauf auch wieder rosigere Zeiten kamen. Dazu gehörte auch, dass die Firma angefangen hat, kleinere Aufmerksamkeiten für die Mitarbeiter vorzubereiten (z. B. Foodtrucks in der Mittagspause auf dem Firmengelände).
Einen Stern Abzug:
Lob und Anerkennung hätte gegenüber einigen Kollegen deutlicher sein können.
Kommunikation
Es gibt regelmäßige Meetings mit verschiedenen Abteilungen und der Geschäftsführung. Diese unterscheiden sich je nach Abteilung. Hier wurden Zwischenstände besprochen und Informationen ausgetauscht.
Grundsätzlich konnte man mit den meisten Kollegen gut reden, sodass offene Themen häufig schnell geklärt werden konnten.
Einen Stern Abzug:
Manchmal waren die Meetings schlecht vorbereitet.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt im Allgemeinen ist gut. Es ist selten vorgekommen, dass man mit einem Problem zu jemandem gekommen ist und der keine Hilfe angeboten hat. Wie in jedem Unternehmen gibt es ein paar Leute, mit denen man nicht gut klar kommt, aber das war die Minderheit.
Work-Life-Balance
Wenn die Aufgaben für einen Tag erledigt waren oder man dringende Termine hatte, war es als Festangestellter selten ein Problem, dass man eher gehen konnte. Mir wurde auch nie mitgeteilt, dass ich irgendwelche Stunden zwangsweise nachholen müsste. Im normalen Arbeitsalltag haben sie sich über das Jahr sowieso relativiert.
Die Urlaubsplanung findet gegen Ende des Jahres statt. Es war notwendig, dass die eingetragene Vertretung zu dem Zeitpunkt keinen Urlaub hat, was aber verständlich ist. Eine Absprache mit den Kollegen in der Abteilung war also notwendig. Die einzige andere Einschränkung war die Weihnachtszeit, in der man keinen Urlaub nehmen durfte, da dies die Hauptsaison war. Ansonsten konnten die Tage so gewählt werden, wie man es wollte und auch nachträgliches Verschieben war nie ein Problem.
Einen Stern Abzug:
Die Arbeitszeiten waren nicht sonderlich flexibel (Gleitzeit von 8 bis 9 Uhr morgens) und die Home-Office Regelungen waren nicht immer einheitlich.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten unterschied sich in den Abteilungen. Auch hier gab es schwarze Schafe, deren Entscheidungen oder Verhaltensweisen gegenüber ihren Kollegen oder Unterstellten nicht in Ordnung waren. Andere hingegen waren sehr souverän.
Zwei Sterne Abzug:
Zwei Sterne muss ich abziehen. Diese treffen nicht auf die gesamte Firma zu, aber der Punkt sollte nicht ungenannt bleiben. Es gab in einer Abteilung eine Person, die maßgeblich für Mobbing verantwortlich war. Mehrere Mitarbeiter wurden von dieser Person schikaniert und niedergemacht. Da wurde auch nicht davor Halt gemacht, das in andere Abteilungen oder sogar zur Geschäftsführung zu streuen.
Interessante Aufgaben
Es ist selten im Arbeitsleben, dass man nur Aufgaben hat, die einem Spaß machen. Ich weiß von keinem, dem es nicht so geht, dass regelmäßig Sachen auf den Tisch kommen, die man langweilig findet oder nicht mag. Aber das ist normal.
Die Arbeitsbelastung unterscheidet sich in den Zeiten. Es gibt immer mal wieder stressige Phasen, wo Urlaube, Krankheiten und viele Aufgaben in einen Monat fallen. In diesen Zeiten ist die Arbeitsbelastung sehr hoch und die nervliche Grenze oft niedrig. Aber das ist für gewöhnlich nicht durchgängig der Fall.
Wenn man sich beruflich verändern möchte, dann ist der Weg mancher Kollegen ein gutes Beispiel dafür, dass das in dieser Firma sehr wohl möglich ist. Sofern das Aufgabengebiet, auf das man sich spezialisieren möchte, für das Unternehmen passend ist und ihm helfen könnte, wird geschaut, ob und wie dies ermöglicht werden kann.
Einen Stern Abzug:
Die Arbeitsbelastung war in manchen Abteilungen zu hoch, was manche Kollegen jedoch nicht unbedingt wahrhaben wollten.
Gleichberechtigung
Die Führungspositionen in der Firma sind bunt gemischt. Von einer Benachteiligung einer Gruppe seitens der Firma kann also nicht gesprochen werden. Trotzdem muss sich jeder beweisen - egal welches Geschlecht, Sexualität oder Herkunft.
Einen Stern Abzug:
Es gibt in dem Unternehmen Personen, die mit unbedachten Worten Gruppen diskrimiert haben, jedoch war es stets möglich, sie darauf hinzuweisen, sodass reagiert werden konnte. Da dies in erster Instanz aber gar nicht erst vorkommen sollte, muss hierfür ein Stern abgezogen werden.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen war für gewöhnlich kein Problem.
Einen Stern Abzug:
Manchmal hapert es aber in der Offenheit gegenüber jüngeren Kollegen seitens der Personen, die bereits sehr lange im Unternehmen sind.
Arbeitsbedingungen
Es gibt eine Klimaanlage, die im Sommer ein Segen war.
Gerade in Büros mit mehreren Mitarbeitern oder Abteilungen konnte es schnell laut werden. Wenn man die Kollegen um Ruhe gebeten hat, war das meistens aber auch kein Problem.
Die technische Ausstattung war okay. Je nachdem, welche Hardware benötigt war, musste man mehr oder weniger begründen, wieso man sie brauchte. Der Verantwortliche hierfür hat aber stets alles gegeben, dass die Ausstattung den Aufgaben entsprach und mögliche Probleme behoben wurden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Waren um ehrlich zu sein nicht die Hauptthemen in dem Unternehmen. Die Initiativen in dem Bereich waren:
- Solarpaneele auf dem Dach der Produktionsstätte
- Förderung von e-Autos inkl. Ladesäulen, die die Mitarbeiter benutzen konnten
Gehalt/Benefits
Zum Einen: Welches Unternehmen zahlt einem schon genug Geld? Zum Anderen: Ja, die Gehälter können aufgestockt werden, da sie zum Teil wirklich an der Grenze kratzen - daher zwei Sterne Abzug.
Weitere Sozialleistungen wurden jedoch angeboten und stets versucht auszubauen.
Image
Wie das Unternehmen wahrgenommen wird, kommt darauf an, wen man fragt. Es gibt Leute, die den ganzen Tag nur meckern und bei denen man sich fragt, wieso sie dann überhaupt noch da sind. Es gibt Leute, die sich ab und zu beschweren, weil sie keine Lust auf manche Aufgaben haben oder gewisse Personen sie stören. Und es gibt die Leute, die ansprechen, was sie stört und versuchen, es zu beheben. Manchmal gelingt das, manchmal nicht.
Es gibt aber einige Personen in dem Unternehmen, die seit über 10 Jahren in der Firma arbeiten und an sich zufrieden sind. In gleichen Teilen sind viele aber auch unzufrieden. Das Image ist also sehr durchwachsen - daher zwei Sterne Abzug.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sind grundsätzlich möglich, müssen jedoch umfassend begründet werden.
Zwei Sterne Abzug:
Die Genehmigung von Weiterbildungen konnte manchmal dauern.
Kriterien für einen beruflichen Aufstieg sind nicht bekannt.