Gute Kollegen, schlechte Vorgesetzte
Arbeitsatmosphäre
Wenn genug Leute da waren, wars gut, aber bei Unterbesetzung und je nach Anwesenden Kollegen weniger
Work-Life-Balance
Zwischendurch und besonders gegen Ende chronisch zu wenig Leute (wollte trotz erheblichem Mitarbeitermangel keine Minijobber einstellen, total unverständlich bei den vielen Studis in der Gegend), also hatte man Überstunden mit teils 6 Tage Wochen, auch manchmal spontan am Tag erfahren, dass man länger bleiben muss.
Man konnte kaum was fest planen, weil Pläne spät geschrieben wurden und manchmal der Arbeitsplan zwei, drei Tage vorher wieder abgeändert wurde
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Was beim Bäcker übrig war, wurde je nach Wochentag an die Tafel oder an Foodsharing gespendet
Karriere/Weiterbildung
Mitarbeitern wurden Weiterbildungen etc bezahlt, aber die Azubis im Laden waren meistens nur ewig in einer Abteilung wegen dem Kräftemangel und konnten dann gar nicht richtig alles lernen
Kollegenzusammenhalt
Bis auf ein paar Ausnahmen ein gutes Verhältnis unter den Kollegen, wir sind teils freiwillig füreinander länger geblieben, haben oft nach Feierabend noch am Parkplatz gechillt etc
Sommer-/Weihnachtsfeste waren schön mit richtig gutem Essen (von den Kollegen mitgebracht) und es waren immer fast alle dabei
Umgang mit älteren Kollegen
Hatten nur eine alte Kollegin, die musste wenn an der Kasse nix los war auch mit Rollis verräumen, das hätte ich ihr nicht aufgetragen
Vorgesetztenverhalten
- Das Letzte, wollte nach 2 Jahren Zugehörigkeit zum ersten Mal nach einer Gehaltserhöhung fragen (war nur knapp über Mindestlohn trotz 6 Jahre Einzelhandelserfahrung und immer wieder Lob von Mitarbeitern und Kunden), da hatte er gerade "keine Zeit für", seitdem ist er mir aktiv aus dem Weg gegangen
- Irgendwann aufgeflogen, dass der Marktleiter in den Arbeitszeitkonten rausgelöscht hat, wenn jemand früher/länger da war
- obwohl mich jemand hätte ablösen können eine Woche gehabt, wo ich bei 9-Stunden Schichten nur 5-10 Minuten Pause hatte, da "müsste ich halt mal durch", gab kein Lob oder Danke für (gabs allgemein beides nicht)
- Hat Leuten, die ihm gegenüber mal Kritik geäußert haben einfach kein Weihnachtsgeld ausgezahlt, uvm.
Arbeitsbedingungen
s.o., wegen schlechter Umstände haben öfter Leute gekündigt, deshalb Überbelastung von denen die da waren, mehrere Leute bekamen (teils bleibende) Rückenschäden
Unfaire Verteilung bei wem geduldet wurde, dass sie als im Pausenraum hängen und wer unnötig gescheucht wurde
Kommunikation
Alles Negative wurde direkt abgeblockt/weggeredet, Chef wollte am Liebsten mit niemandem irgendwas klären.
Gehalt/Benefits
Stundenlöhne waren kreuz und quer, erfahrene Mitarbeiter teils nur 50 Cent mehr Stundenlohn als 18-Jährige Neueinsteiger, aber gab eine Anwesenheitsprämie und Weihnachtsgeld (nur nicht für jeden s.o)
An der Bäckertheke durften wir aber das Trinkgeld sammeln und untereinander aufteilen
Ansonsten gabs nichts, nicht mal Rabatt im Laden.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung ja, egal wie kurz oder lang du den Job machst, jeder kriegt zu wenig Geld
Aber zum Positiven der Chef hat zwei Mitarbeiter, die sich sexistisch verhalten haben jeweils ordentlich zur Sau gemacht und es sind teils auch Frauen Filialleiter
Interessante Aufgaben
Kasse: Fand gut, dass man an der Kasse auch im Laden verräumt/vorzieht wenn nix los war, da wurde es nicht langweilig
Bäckertheke: Man hat alle Vorgänge gemacht (verkaufen, bestellen, aufbacken, belegen, etc), wenn genug Leute da waren, hat es viel Spaß gemacht und war kurzweilig