Außen glänzend, innen problematisch.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt, auch wenn es angesichts der belastenden Arbeitsbedingungen nicht immer gerechtfertigt erscheint. Zudem stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitern günstige Wohnungen zur Verfügung, auch wenn der Zustand teilweise verbesserungswürdig ist. Weiterer Vorteil sind drei kostenlose Mahlzeiten pro Tag – diese sind zwar einfach und bieten wenig Auswahl, stellen aber dennoch ein nettes Zusatzangebot dar.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Kommunikation der Vorgesetzten ist oft unklar oder verspätet, wichtige Informationen müssen selbst recherchiert werden, und Probleme werden den Mitarbeitern aufgebürdet. Anweisungen sind häufig widersprüchlich, und Erwartungen werden nicht klar formuliert, sodass man nicht mal die Chance hat diese erfüllen zu können.
Zudem ist das Arbeitspensum zu hoch, Schichtpläne erschweren das Privatleben, und eine angekündigte Einarbeitung findet praktisch nicht statt.
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation und Informationsfluss zwischen den Abteilungen und in den Abteilungen verbessern.
Mitarbeiter richtig einarbeiten oder zumindest dieses Versprechen aus der Stellenanzeige rausnehmen.
Nur weil Vorgesetzte bereits lange im Unternehmen tätig sind und die Abläufe kennen, bedeutet das meiner Meinung nach nicht automatisch, dass sie für ihre Führungsposition geeignet sind.
Führung erfordert neben Erfahrung vor allem klare Kommunikation, Struktur, fachliche Kompetenz und die Fähigkeit, Mitarbeiter zu unterstützen und zu fördern.
Work-Life-Balance
Durch wöchentlichen Schichtplänen, ist ein Privatleben schwierig zu gestalten. Aber Wünsche werden berücksichtig.
Kollegenzusammenhalt
Sehr gut! Auch unter den Abteilungen, ganz viele liebe Menschen. Natürlich auch einige wenige, mit denen die Zusammenarbeit etwas schwieriger ist, aber das ist ja in den meisten Arbeitsumfeldern so.
Vorgesetztenverhalten
Zu Beginn wird der Eindruck vermittelt, dass innerhalb der eigenen Abteilung eigenverantwortliches Arbeiten mit entsprechendem Gestaltungsspielraum ausdrücklich gewünscht ist. In der täglichen Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass diese zugesagte Freiheit faktisch kaum besteht.
Der Versuch, sich an den Anforderungen zu orientieren und Arbeitsweisen entsprechend auszurichten, wird dadurch erschwert, dass sich Vorgesetzte und Führungskräfte häufig inhaltlich widersprechen oder keine einheitliche Linie vertreten, geschweige denn ihre Erwartungen klar kommunizieren können.
Unabhängig davon, wie Aufgaben umgesetzt wurden, galten die Ergebnisse im Nachhinein häufig als falsch oder unzureichend. Zudem wurden fachlichen Kompetenzen nicht berücksichtigt, obwohl auf Führungsebene weder tragfähige Lösungen vorlagen noch für mich die dafür erforderliche fachliche Expertise erkennbar war.
Arbeitsbedingungen
Das Arbeitspensum pro Person ist deutlich zu hoch. Dies führt regelmäßig zu einer erheblichen Anzahl an Überstunden, die von den Vorgesetzten jedoch als selbstverständlich angesehen werden.
Kommunikation
Die Vorgesetzten kommunizieren oft unklar oder zu spät, sodass wichtige Informationen immer wieder aktiv eingeholt werden müssen. Häufig werden diese erst dann weitergegeben, wenn es für eine sinnvolle Umsetzung bereits zu spät ist. Die daraus entstehenden Probleme sollen anschließend von einem selbst gelöst werden, obwohl das unter diesen Umständen teilweise kaum oder gar nicht möglich ist.
Gehalt/Benefits
Für die Branche gut, besser geht immer.
Gleichberechtigung
Aufstiegsmöglichkeiten bestehen grundsätzlich auch für Frauen, da Frauen in Führungspositionen vertreten sind. Gleichzeitig sind mir einzelne männliche Vorgesetzte und Kollegen aufgefallen, die Frauen offen weniger zutrauen oder sie herabwürdigend behandeln.
Interessante Aufgaben
Es gab interessante Aufgaben, allerdings in einem Umfang, der mit der vorhandenen Anzahl an Mitarbeitern nicht zu bewältigen war.