Zusammenhalt im Team rettet, was Führung zerstört
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Projekte und Kund:innen sind abwechslungsreich und bieten spannende Inhalte. Viele Kolleg:innen zeigen großen Zusammenhalt und unterstützen sich gegenseitig. Die technische Ausstattung ist modern und erleichtert die tägliche Arbeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungskräfte reagieren wenig auf Feedback und fördern Mitarbeitende nicht systematisch. Weiterbildungsmöglichkeiten fehlen, und Karrierewege sind nicht klar erkennbar. Man hängt jahrelang in der Luft, da man nicht weiß, was für Kriterien man erfüllen muss, um weiterzukommen. Entscheidungen wirken häufig von persönlichen Präferenzen statt von objektiven Leistungen geprägt. Die interne Kultur stimmt nicht mehr mit der nach außen kommunizierten Haltung überein, besonders seit dem Zusammenschluss.
Verbesserungsvorschläge
• Transparente Kriterien für Gehalt und Beförderungen einführen
• Führungskräfte gezielt in Mitarbeiterführung und Kommunikation schulen
• Weiterbildungsangebote und klare Entwicklungspläne verbindlich etablieren
• Mitarbeitende stärker einbeziehen und Verbesserungsvorschläge ernsthaft prüfen
• Den vorhandenen Erfahrungsschatz im Team nutzen, statt zu stark auf Neueinstellungen zu setzen
Arbeitsatmosphäre
Seit dem die Agentur zu einem Netzwerk gehört, hat sich die Arbeitskultur deutlich verändert. Der Fokus liegt stärker auf Performance und individuellen Vergleichen als auf Teamarbeit. Der Zusammenhalt unter vielen Kolleg:innen ist nach wie vor stark, jedoch entsteht zunehmend ein Klima, in dem jede Person mehr auf sich selbst achten muss. Dadurch wirkt die Atmosphäre weniger vertrauensvoll und teilweise angespannt.
Image
Das Unternehmen präsentiert sich nach außen als modern, kreativ und mitarbeiterorientiert. Intern ist von dieser Kultur jedoch kaum noch etwas spürbar. Die gelebte Realität weicht deutlich von der Außendarstellung ab, was bei vielen Mitarbeitenden zu Ernüchterung führt.
Work-Life-Balance
Offiziell wird auf Work-Life-Balance geachtet, in der Praxis ist dies aber oft schwer einzuhalten. Überlastungen werden zwar angesprochen, führen jedoch eher zu einer Stigmatisierung der betroffenen Person, als dass nachhaltige Lösungen geschaffen werden. Flexible Anpassungen sind möglich, werden jedoch nicht proaktiv angeboten.
Karriere/Weiterbildung
Klare Entwicklungs- oder Weiterbildungsmöglichkeiten sind aktuell kaum vorhanden. Persönliche Entwicklungspläne oder Fortbildungen werden von Mitarbeitenden angesprochen/thematisiert, jedoch selten proaktiv angeboten oder gefördert. Eine frühere interne Academy existiert nicht mehr, und es fehlt an systematischer Förderung individueller Stärken. Entscheidungen zu Beförderungen wirken teilweise subjektiv.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt entspricht dem Branchendurchschnitt, regelmäßige Anpassungen sind jedoch nicht transparent geregelt. Leistungen werden nicht immer auf Basis von objektiven Kriterien wie nachweisbarer Performance anerkannt. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass Sympathie oder persönliche Präferenzen eine größere Rolle spielen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen ist nach außen stark bemüht, verantwortungsvoll zu handeln. Intern fehlt es jedoch an konsequenten Maßnahmen, die das auch in der Mitarbeitendenkultur widerspiegeln würden.
Kollegenzusammenhalt
Die Kolleg:innen halten in vielen Bereichen stark zusammen, was den Arbeitsalltag erleichtert. Gleichzeitig gibt es auch Situationen, in denen eher Konkurrenzdenken gefördert und praktiziert wird. Vereinzelt kommt es zu Konflikten, die nicht im direkten Gespräch geklärt werden, was die Stimmung belastet.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrene Mitarbeitende werden nicht ausreichend gefördert. Statt vorhandene Stärken systematisch zu nutzen und weiterzuentwickeln, hofft man darauf, dass neue Mitarbeitende die Sachen schon regeln. Das vorhandene Know-how im Team bleibt dadurch teilweise ungenutzt und verringert die Motiation.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungsebene ist stark auf fachliche Expertise konzentriert, weniger auf Mitarbeiterführung & Motivation. Es fehlt an Weiterbildung in Führungskompetenzen und an Offenheit für Feedback. Entscheidungen werden oft von oben herab getroffen, ohne die Perspektive der Mitarbeitenden ausreichend einzubeziehen. Vorschläge oder Ideen zur Verbesserung werden häufig ignoriert.
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist modern und Projekte sind abwechslungsreich. Allerdings fehlt es an klaren Strukturen, um Arbeitslasten fair zu verteilen. Überlastungen werden erst nach mehrmaliger Ansprache korrigiert, was den Eindruck hinterlässt, dass Probleme nicht proaktiv gelöst werden. Vorschläge zur Prozessverbesserung finden selten Gehör.
Kommunikation
Es wird viel kommuniziert, aber nicht immer mit der nötigen Offenheit oder Konsequenz. Zusagen oder Ankündigungen werden häufig nicht umgesetzt oder kurzfristig umgeworfen. Feedbackprozesse wirken teilweise einseitig, da Anliegen zwar angehört, aber selten in konkrete Maßnahmen überführt werden. Kritik oder Verbesserungsvorschläge werden eher defensiv aufgenommen.
Gleichberechtigung
Formal gibt es keine direkten Benachteiligungen, jedoch wird die Förderung von Mitarbeitenden nicht immer nach einheitlichen Kriterien gehandhabt. Manche Personen werden bevorzugt in Projekte eingebunden, was zu einer ungleichen Wahrnehmung von Chancen führt.
Interessante Aufgaben
Die Projekte und Kund:innen sind vielseitig und bieten inhaltlich spannende
Herausforderungen. Die konkrete Erfahrung hängt jedoch stark davon ab, welchem Projekt/Kunden man zugeteilt wird. Einflussmöglichkeiten auf die Auswahl bestehen kaum.