Na ja, sehr enttäuschend
Gut am Arbeitgeber finde ich
Was ich tatsächlich gut finde und das ist bei vielen Betrieben. Leider nicht, so dass es zum Beispiel das Thema arbeitssicherheit. Hier liegt man schon sehr hohen Wert, obwohl Sicherheit, wie zum Beispiel darfst, nicht ohne hebebühnen Scheine hebebühne fahren, oder man wird schon ordentlich eingewiesen in die arbeitssicherheit. Auch wenn es immer wieder zu Unfällen kommt, macht es der Betrieb schon relativ gut.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es ist extrem frustrierend zu sehen, wie hier mit digitalen Prozessen, Fachkompetenz und konstruktiver Kritik umgegangen wird. Konkret läuft hier einiges massiv schief:
Veraltete und unbrauchbare Software-Lösungen: Das interne Intranet und die Statistik-Systeme sind eine absolute Katastrophe. Man arbeitet mit Systemen, die so langsam sind, dass man gefühlt ewig wartet, und bei denen man – trotz digitaler Geräte vor Ort – Daten teilweise noch mit dem Taschenrechner wie im Mittelalter nachkorrigieren und hochrechnen muss. Wenn ein Mitarbeiter mit etwas Branchenwissen und einem modernen Tool (wie SeaTable) innerhalb von drei Tagen eine Eigenentwicklung aufbauen kann, die um Welten schneller, stabiler und präziser läuft als das, woran der Konzern gefühlt seit 20 Jahren bastelt, läuft konzeptionell gewaltig etwas schief.
Fachkompetenz wird ignoriert: Wenn Angestellte selbst die Initiative ergreifen und beweisen, wie effizient und datengenau man arbeiten könnte, wird dieses Potenzial komplett liegengelassen oder abgetan. Wer hier fachlich fundierte Eigenentwicklungen oder Lösungen liefert, merkt schnell, dass sich der Aufwand nicht lohnt, weil man seine Kompetenzen an einen Konzern verschwendet, der nicht bereit ist, moderne Wege zu gehen.
Mangelhafte Fehler- und Sicherheitskultur („Augen zu und durch“): Wenn man als Experte auf massiven Handlungsbedarf, Systemfehler oder Überlastungen hinweist und ein klares „Nein, so funktioniert das nicht“ äußert, wird das Problem ignoriert und einfach nach dem Motto „Wir machen das jetzt trotzdem so“ drübergebügelt.
Fazit: Wer so agiert, vergibt die Chance auf echte Innovationen und vergrault am Ende genau die Mitarbeiter, die mitdenken, Prozesse verbessern wollen und über echte Fachkompetenz verfügen.
Verbesserungsvorschläge
Das Management muss dringend an der Professionalisierung und Standardisierung der internen Strukturen arbeiten. Konkret gibt es drei große Baustellen:
Rollenklarheit bei Stellenausschreibungen: Es muss klar getrennt werden, wen man sucht. Ein Fuhrparkleiter ist kein reiner Disponent für die tägliche Tourenplanung. Wenn Standorte wachsen und Aufgaben hinzukommen, müssen die Kapazitäten realistisch mitgedacht werden, statt den Druck einfach weiterzugeben.
Konzernweite Standards statt Insellösungen: Jede Filiale kocht aktuell ihr eigenes Süppchen und arbeitet in anderen Systemen. Das führt zu Reibungsverlusten und bei deutschlandweit agierenden Großkunden zu extrem schwankender Servicequalität (je nach Standort von Top bis absolute Katastrophe). Hier braucht es einen verbindlichen, Deutschlandweit Standard für alle.
Konstruktive Feedbackkultur: Sachliche Kritik oder Hinweise auf reale Überlastung und Prozessfehler dürfen nicht als Störfaktor abgetan werden. Das Management sollte echtes Interesse an Lösungen aus der operativen Praxis zeigen, anstatt konstruktive Einwände zu ignorieren.
Arbeitsatmosphäre
Aktuelle im tief Punkt
Image
Das Image der Firma hat einen ziemlichen Knick. Ich meine ich kann nicht zu viel sagen, aber jeder der da arbeitet weiß was ich damit. Meine und das ist verdammt schwierig, dieses schlechte Image wieder los zuwerten. Ich würde der Firma auch dringend raten andere Schränke zu besorgen, weil die fallen ja schon auseinander wenn man sie nur anschaut.
Work-Life-Balance
Kann ich leider nicht zustimmen. Ich hatte in einer Woche fast 70 Stunden gehabt,.
Karriere/Weiterbildung
Na ja, kann ich nicht viel dazu sagen. Ich habe ihr das Gefühl, dass eine Weiterbildung hier eher schwierig ist oder Karriere zu machen, weil es wird ja schon bei der Einarbeitung geschwechelt.
Gehalt/Benefits
Darüber kann ich mich echt nicht beklagen und da dürfte sich keine einzige in der Firma beklagen. Im Durchschnitt verdient man hier echt gut, auch als Fahrer und in gewissen Positionen mehr als wie Deutschland üblicher Durchschnitt. Also da darf sich echt keiner beklagen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Puh, also Umwelt und sozialbewusst ist er zweischneidiges Schwert in dieser Firma. Einerseits achtet man schon auf umweltbewusstsein, aber andererseits lässt man chemiefaser mitten auf dem Hof stehen.
Kollegenzusammenhalt
Also Mitarbeiter im unteren Bereich lohnbereich halten alle schon zusammen und auch der fuhrpark ist ein sehr gut eingespieltes Team. Aber man lässt das Team nicht einfach machen, dass es funktioniert, sondern man versucht das Rad immer neu zu erfinden. Aber trotz der schweren Umstände halten sie alle super zusammen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich glaube jeder, der am Standort arbeitet. Weiß was mit einem Kollegen gemacht ist, der Mal lmt-mitglied war.
Vorgesetztenverhalten
Dazu möchte ich mich nicht äußern
Arbeitsbedingungen
Zum aktuellen Stand ist es gerade fürchterlich da drin zu arbeiten, weil die Kommunikation fehlt, weil das Vertrauen einfach fehlt und weil gewisse Abteilungen ihr die Fehler versuchen zu vertuschen und es auf andere Abteilungen abzuwälzen um besser dazustehen und das ist ein riesenproblem. Weil so werden Fehler einfach nicht erkannt und die fehlerkultur wird dadurch dann so manipuliert, dass man nichts dagegen machen kann.
Kommunikation
Hört keiner zu. jeder macht was er will. Darum knallt es immer wieder.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung fand ich jetzt schon, dass das okay ist. Also ich finde nicht, dass jetzt einer irgendwie Nachteil hatte.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind interessant und sind auch herausfordern. Also ich kann mich nicht beklagen, dass es keine interessante Aufgabe ist und ich hätte eigentlich auch voll Bock drauf gehabt. Aber es sind halt andere Umstände, die die interessanten Aufgaben zu einer unlösbaren Geschichte werden, aber ich muss trotzdem fünf Sterne geben, weil wenn die Umstände besser wären ist es eigentlich echt geiler Job.