Tu es dir bitte nicht an
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit einer Workation sowie die interessante Arbeit.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Insgesamt war es für mich die bislang negativste Berufserfahrung.
Verbesserungsvorschläge
Ich würde mir mehr Empathie in der Führung und einen nachhaltigeren Führungsstil wünschen. Schulungen zu wertschätzender Kommunikation und moderner Mitarbeiterführung könnten dabei helfen.
Arbeitsatmosphäre
Ich hatte den Eindruck, dass sich vor allem Menschen wohlgefühlt haben, für die die Arbeit einen sehr hohen Stellenwert im Leben hat. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass dies als allgemeine Erwartung an alle Mitarbeitenden angesehen wurde. Für mich persönlich, da Arbeit nicht mein Lebensmittelpunkt ist, war das auf Dauer anstrengend.
Image
Nach meiner Erfahrung wurde über die Arbeitsbedingungen im Unternehmen nur zurückhaltend gesprochen, meist nur im vertrauten Kollegenkreis. Einzelne Mitarbeitende äußerten sich sehr positiv über ihre Arbeit, deutlich häufiger habe ich jedoch Frustration über das Verhalten von Vorgesetzten wahrgenommen.
Work-Life-Balance
Ich und mehrere Kolleginnen wurden regelmäßig gebeten, auch am Wochenende zu arbeiten, ohne zusätzliche Vergütung. Drei Tage nachdem ich dieses Thema bei HR angesprochen hatte, erhielt ich meine Kündigung. Ob ein Zusammenhang bestand, kann ich nicht beurteilen.
Karriere/Weiterbildung
Wer bereit ist, der Arbeit einen sehr hohen Stellenwert einzuräumen, hat aus meiner Sicht gute Möglichkeiten zur Karriereentwicklung und Weiterbildung.
Gehalt/Benefits
Mit meinem Gehalt war ich grundsätzlich zufrieden. Negativ empfand ich jedoch, dass ich regelmäßig an Wochenenden gearbeitet habe und diese zusätzlichen Stunden nach meiner Wahrnehmung nicht gesondert vergütet wurden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein besonderes Umweltbewusstsein ist mir während meiner Zeit im Unternehmen nicht aufgefallen. Dienstreisen konnten beispielsweise auch mit dem Flugzeug statt mit dem Zug erfolgen. Außerdem gab es in meiner Zeit nur zwei Mülleimer im Büro, wodurch Mülltrennung nur eingeschränkt möglich war.
Kollegenzusammenhalt
Das Beste an meiner Zeit in der Firma waren die Kolleginnen und Kollegen. Ich hatte das Gefühl, dass wir alle im selben Boot saßen und uns gegenseitig unterstützt haben.
Umgang mit älteren Kollegen
Meinem Eindruck nach wurde älteren Kolleginnen und Kollegen nicht immer mit dem nötigen Respekt begegnet. In Meetings wurden sie aus meiner Sicht häufig unterbrochen, wenn ihre Beiträge als zu lang oder nicht relevant empfunden wurden.
Vorgesetztenverhalten
Ich habe das Verhalten meiner Vorgesetzten als sehr unangenehm empfunden. Der Umgangston wirkte auf mich häufig von oben herab und teilweise passiv-aggressiv, oft unter dem Deckmantel von „ernsthafter Kritik“. Außerdem habe ich einzelne Situationen als sexistisch wahrgenommen. Anerkennung oder Lob habe ich nur sehr selten erlebt.
Arbeitsbedingungen
Die technische Ausstattung war sehr gut. Mit Laptop und Diensthandy war ich vollkommen zufrieden.
Kommunikation
Die Kommunikation in Richtung Führungsebene war für mich und meine Kolleginnen sehr schwierig. Auch wenn oft der Eindruck vermittelt wurde, dass Feedback angehört wird, hatte ich persönlich nicht das Gefühl, dass Anliegen der Mitarbeitenden ausreichend berücksichtigt wurden. Dabei geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um Themen, die unsere tägliche Arbeit direkt betroffen haben.
Gleichberechtigung
Nach außen wirkte das Unternehmen auf mich sehr offen und progressiv. Persönlich habe ich mich als Frau jedoch teilweise unwohl gefühlt, insbesondere weil ich mehrfach erlebt habe, dass Mitglieder des C-Levels das Aussehen von Mitarbeiterinnen und externen Fachkräften thematisierten.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren abwechslungsreich und interessant, insbesondere wenn man sich für die Pharmabranche interessiert und Eigeninitiative zeigt.
