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ElringKlinger 
AG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Großes Unternehmen mit vielen Problemen

2,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei ElringKlinger AG in Dettingen an der Erms gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Gehalt wird pünktlich ausgezahlt, und es gibt einen Tarifvertrag, was positiv hervorzuheben ist. Zudem gibt es eine gute Kantine und kostenloses Wasser.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wie bereits erwähnt, sollte vor allem beim Akkordlohn und bei den hohen Temperaturen im Sommer dringend etwas getan werden. Die körperliche Belastung durch die geforderte Stückzahl ist ohnehin hoch, wird durch die teilweise unerträgliche Hitze in der Halle aber noch verstärkt. Auch der Einbau von Lufteinlässen bringt wenig, wenn bei Außentemperaturen von 38 Grad warme Luft von draußen in die Halle geblasen wird. Dadurch kann sich jeder vorstellen, wie stark sich die Halle aufheizt. Zwar entsteht durch die Arbeit im Spritzguss grundsätzlich Wärme, dennoch muss dafür gesorgt werden, dass die warme Luft auch entweichen kann. Da es keine Dachfenster gibt, ist eine ausreichende Luftzirkulation derzeit nicht gewährleistet. Hier sollte die Gesundheit der Mitarbeiter stärker berücksichtigt und nach langfristigen Lösungen gesucht werden.

Verbesserungsvorschläge

Meiner Meinung nach sollte mehr Wert darauf gelegt werden, qualifizierte Fachkräfte einzustellen und diese auch entsprechend ihrer Fähigkeiten einzusetzen, anstatt sie hauptsächlich ans Band zu stellen. Die Einrichter sind teilweise nur angelernt und haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Auch bei den fachlichen Führungskräften, beispielsweise den Feinsteuerern, fehlt teilweise die Erfahrung in den jeweiligen Bereichen. Dadurch stoßen die Einrichter bei Problemen schnell an ihre Grenzen. Wenn dann keine Lösung gefunden wird, kommt es teilweise dazu, dass Mitarbeiter nach Hause geschickt werden.

Zusätzlich entsteht der Eindruck, dass bei Neueinstellungen persönliche Kontakte eine große Rolle spielen. Viele Mitarbeiter kennen sich untereinander oder sind über persönliche Beziehungen in die Firma gekommen. Das wirkt sich negativ auf die wahrgenommene Fairness bei der Einstellung und auf die Chancengleichheit innerhalb der Belegschaft aus.

Neue Mitarbeiter sollten vernünftig eingelernt werden, anstatt sie einfach ans Band zu stellen, ihnen kurz ein Teil zu zeigen und dann zu erwarten, dass sie alles selbstständig beherrschen. Es gehört deutlich mehr dazu, die Abläufe und Arbeitsschritte richtig zu erklären und zu zeigen. Dafür muss man sich auch die nötige Zeit nehmen, selbst wenn dadurch am Anfang ein paar Teile weniger produziert werden. Es gibt zwar ein sogenanntes Patensystem, allerdings funktioniert dieses nur bedingt gut, wenn die Paten selbst genug zu tun haben und keine Zeit für eine vernünftige Einarbeitung bleibt.

Arbeitsatmosphäre

Man sollte sich gut überlegen, ob man dort anfangen möchte. Im Vorstellungsgespräch wird zwar von einer leistungsorientierten Prämie gesprochen, dass diese allerdings an die Stückzahl gekoppelt ist und man somit praktisch unter Akkordbedingungen arbeitet, wird nicht wirklich erwähnt. Im Arbeitsalltag geht es darum, die vorgegebene Stückzahl möglichst jeden Tag zu übertreffen. Das ist auf Dauer sowohl körperlich als auch mental anstrengend und sollte einem vorher bewusst sein.

Work-Life-Balance

Zwei Samstage im Monat sind verpflichtend, unabhängig von der Schicht. Bezahlt werden dabei allerdings nur Spät- oder Nachtschichten. Grundsätzlich wird aber erwartet, dass man möglichst öfter als die vorgeschriebenen zwei Samstage arbeitet. Außerdem gibt es keine klare Regelung, wie lange die Arbeit am Wochenende jeweils angesetzt ist, was die Planung der Freizeit erschwert.

Arbeitsbedingungen

Im Sommer werden in der Halle teilweise Temperaturen von bis zu 40 Grad erreicht, ohne dass ausreichend dagegen unternommen wird. Gleichzeitig wird weiterhin erwartet, dass die vorgegebene Akkordstückzahl erreicht wird. Zwar gibt es zusätzliche Pausen, allerdings steht man trotzdem unter ständigem Leistungsdruck, sodass auch die Erholung in den Pausen oft zu kurz kommt.

Kommunikation

Die Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern in der Produktion könnte deutlich besser laufen. Probleme und Verbesserungsvorschläge werden zwar angesprochen, allerdings passiert danach oft wenig. Besonders bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter fehlt es teilweise an einer klaren Struktur und ausreichender Unterstützung, sodass man sich oft selbst zurechtfinden muss.

Gehalt/Benefits

Ohne die Prämie, die an die eigene Leistung gekoppelt ist, wäre das Gehalt eher durchschnittlich. Man ist also selbst dafür verantwortlich, durch entsprechende Leistung mehr zu verdienen. Positiv ist allerdings, dass es einen Tarifvertrag gibt, der zumindest eine gewisse Grundlage bei der Bezahlung bietet.

Gleichberechtigung

Die Zusammenarbeit gestaltet sich teilweise schwierig, da es Mitarbeiter gibt, die wenig Motivation zeigen und sich nicht besonders engagieren. Gleichzeitig stehen befristet Beschäftigte unter dem Druck, sich beweisen zu müssen, und müssen dadurch oft mehr leisten, während andere sich eher zurückhalten.

Interessante Aufgaben

Man muss schon wirklich Lust auf die Arbeit haben, da man den Großteil der Zeit am Band steht. Auf Dauer ist das körperlich und mental anstrengend, weshalb die Motivation stimmen muss.


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Arbeitgeber-Kommentar

Merle Klaiber, Employer Branding Specialist
Merle KlaiberEmployer Branding Specialist

Danke für deine offene Rückmeldung. Wir nehmen deine Kritik an Führung, Kommunikation, Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten ernst und werden die Punkte intern weitergeben. Wenn du deine Erfahrungen persönlich mit uns teilen möchtest, wende dich gerne an deine HR-Ansprechperson oder an glb.employer-branding@elringklinger.com.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.