Mehr KI-Hype als echte Unternehmenskultur
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegen, Workation, moderne Arbeitsausstattung und Tools, Corporate Benefits, Teamevents
Verbesserungsvorschläge
Transparente und vor allem faktenbasierte Kommunikation bezüglich Entscheidungen
Führungskräftecoaching
Wertschätzung und Respekt gegenüber Mitarbeitern
Konstruktives Feedback und generell auch mal Lob aussprechen
Auf Unzufriedenheit der Belegschaft eingehen
Keine Mitarbeiterumfragen mehr durchführen ohne sichtbare Maßnahmen
Arbeitsatmosphäre
Arbeitsalltag war stark von Druck geprägt. Die Arbeitsmenge war dauerhaft zu hoch & wenn man Überlastung angesprochen hat, kam oft nur der Hinweis, mehr KI und Freelnace zu nutzen. Wirkliche Lösungen oder Priorisierungen gab es selten.
Insgesamt entstand für mich häufig der Eindruck, dass kritische Diskussionen rund um KI eher ungern gesehen waren, da man sonst schnell als "nicht dynamisch genug" oder "Transformationsverweigerer" galt
Kommunikation
war oft widersprüchlich und wenig transparent. Ende 2024 hieß es noch, die Unternehmenszahlen seien sehr gut. Nur wenige Wochen später wurden plötzlich fragwürdige Zahlen präsentiert, um Entlassungen zu rechtfertigen. Fünf Monate später hieß es dann wiederum, man habe as erfolgreichste Jahr überhaupt. Dadurch entstand das Gefühl, dass Informationen je nach Situation passend gemacht werden und zusätzlich wurde ein extremer Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt durch diese From der Kommunikation
Kollegenzusammenhalt
Das größte Plus der Firma. Gerade in schwierigen Zeit hat man gemerkt, wie stark der Zusammenhalt unter den Mitarbeitern war. Man hat sich gegenseitig unterstützt, motiviert und bei der Arbeit geholfen
Work-Life-Balance
Die Anzahl an Projekten pro Person war oft zu hoch. Durch die REmote-Arbeit konnte man aber zumindest besser Grenzen ziehen und nach Feierabend abschalten.
Vorgesetztenverhalten
viele Entscheidungen wirkten planlos oder wechselhaft. Strategien wurden ständig geändert und bei Problemen lag die Schuld gefühlt oft bei den Mitarbeitern. Entweder man habe die falsche Einstellung, sei nicht offen genug für KI oder arbeite nicht effizient genug. Wertschätzung und respektvoller Umgang haben aus meiner Sicht häufig gefehlt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben wurden mit der Zeit immer weniger spannend. Statt fachlicher Arbeit ging es eher darum, möglichst viele KI-Tools zu verwenden und Folgeaufträge reinzuholen
Gleichberechtigung
Aus meine rSicht wurden Mitarbeiter nicht gleich behandelt. Mansplaining war leider keine Seltenheit. Dass viele gute Kolleginnen das Unternehmen nach kurzer Zeit wieder verlassen haben, überrascht mich daher nicht
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt es kaum
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Abgesehen von einzelnen Aktionen durch einen einzigen engagierten HR-Mitarbeiter wurde dem Thema Aufmerksam geschenkt. Seit diese Person nicht mehr im Unternehmen ist, findet in diesem Bereich gefühlt gar nichts mehr statt. Gerade bei dem massiven Einsatz von KI hätte ich mir mehr Bewusstsein oder Ausgleichsmaßnahmen gewünscht
Gehalt/Benefits
Für Tech-Branche, München und die Arbeitsmenge war das Gehalt unterdurchschnittlich
Image
Die hier sehr positiven Kununu-Bewertungen wirken aus meiner Sicht wenig repräsentatitv für die tatsächliche interne Stimmung und den Umgang mit den Mitarbeitern
Durch den hohen Einsatz von Freelancern und KI hatte ich den Eindruck, dass Qualität und Nachhaltigkeit der Lösungen/Produkte für die Kunden leiden
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungspläne wurden zwar erstellt, hatten aber kaum Inhalt und wurden danach nicht weiter verfolgt. Weiterbildungen wurden versprochen, dann aber den Kollegen doch nicht ermöglicht. Durch die hohe Arbeitslast blieb dafür ohnehin kaum die Zeit
Aufstiegsmöglichkeit gibt es praktisch keine und den Führungskräften ist persönliche/berufliche WEiterentwicklung gefühlt eher egal. Viele Rollen hatten außerdem keine klare Definition - am Ende sollte jeder alles machen, vor allem Sales und Freelancer-Steuerung